Tip: Aktien gebührenfrei kaufen

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Liebe Sparfüchse (m/w),

im März fand der Tag der Aktie statt - überaus erfolgreich, wie man hört. An diesem Tag konntet Ihr alle DAX-Aktien kostenlos kaufen. Mehr dazu steht hier.

Ich wollte darauf hinweisen, daß Ihr mit einem kleinen Trick viele Aktien auch an zwei Feiertagen im Mai/Juni 2017 kostenlos (gebührenfrei) erwerben könnt. Das geht zwar nicht direkt mit der Aktie, aber über den kleinen (harmlosen) Umweg eines Derivates, genauer gesagt eines Discount-Zertifikates.

Dazu muß man wissen, daß bei der Commerzbank alle Zertifikate an den beiden Feiertagen Christi Himmelfahrt (Donnerstag 25. Mai 2017) und Fronleichnam (Donnerstag 15. Juni 2017; die Börse handelt an diesen Tagen) kostenlos gekauft und verkauft werden können. Comdirect nimmt an der Aktion teil. Zwei Bedingungen: 1. Ihr benutzt den außerbörslichen Handel (LiveTrading), 2. Kurswert mindestens 1.000 Euro. Wir brauchen also ein Zertifikat, das wir gebührenfrei kaufen können und das dann zeitnah in die gewünschte Aktie umgetauscht wird.

Und so geht's: Man kauft nicht direkt die Aktie, an der man interessiert ist, sondern ein Discount-Zertifikat auf diese Aktie. Wie Ihr alle wißt, funktioniert das so: Ein Discount-Zertifikat ist ein eigenes Wertpapier mit einer eigenen WKN, einer Obergrenze (dem "Cap") und begrenzter Laufzeit. Man bezahlt normalerweise etwas weniger als den Aktienkurs (daher "Discount"). Am Ende der Laufzeit des Zertifikates wird das Zertifikat entweder in die Aktie umgetauscht, falls der Aktienkurs dann unterhalb des Caps liegt (darauf spekulieren wir), oder es wird "nur" der Cap ausgezahlt (das Zertifikat hätte dann seine Maximalrendite erreicht). Den Abschlag erkauft man sich also dadurch, daß man nur bis zu einer bestimmten Maximalrendite am Aktienanstieg teilnimmt. Das spielt für meinen Trick jedoch eine untergeordnete Rolle.

Wie immer erklärt ein Beispiel den Dreh am besten. Angenommen, ich will eigentlich die Aktie der Allianz AG kaufen. Die Allianz (WKN 840400) kostet derzeit 173,75 Euro plus Spesen. Spesen sind in diesem Fall die Provision, evtl. das Börsenplatzentgelt und die Maklercourtage sowie das lästige Entgelt für Namensaktien. All diese Spesen vermeidet mein Trick.

Um die Kaufspesen zu sparen, wähle ich stattdessen das Discount-Zertifikat mit der WKN CN9F2B. Das läuft bis 22.6.2017 und hat eine Obergrenze von 192 EUR. Die Obergrenze ist noch relativ weit weg, daher kostet das Zertifikat derzeit ungefähr so viel wie die Aktie, nämlich 173,71 Euro. Und dieses Zertifikat bekomme ich an den beiden genannten Tagen gebührenfrei! (Bedingungen siehe unten)

Dann habe ich für einige Tage ein Zertifikat im Depot. Kein Problem. Denn:

Am Bewertungstag (eine Woche vor der Fälligkeit, also am 15.6.2017) wird der Allianz-Aktienkurs mit dem Cap (192 Euro) verglichen. Falls die Allianz darunter steht - und davon geht mein Szenario aus - wird das Zertifikat eine Woche später gebührenfrei 1:1 in Allianz-Aktien umgetauscht. Ich habe kostenlos gekauft!

Falls die Allianz jedoch in den sechs Wochen bis dahin einen Riesensprung macht und über dem Cap von 192 EUR notiert, erhalte ich pro Zertifikat "lediglich" diese 192 EUR. Beim aktuellen Kaufpreis des Zertifikats wäre das dann allerdings eine Rendite von 128% p.a. Damit würde ich mich zufrieden geben! Es ist ohnehin unwahrscheinlich, daß die Allianz bis Mitte Juni soweit klettert.

Anderes Beispiel: Wer Siemens kaufen will, wählt stattdessen das Zertifikat CE9VDW. Laufzeit ebenfalls 22.6.17, Cap 135 Euro. Siemens notiert bei 130,30 Euro, das Zertifikat ist für 129,45 Euro zu haben.

Das schöne ist: das funktioniert mit allen Aktien, auf die die Commerzbank Discount-Zertifikate anbietet. Es gibt nicht nur die DAX-Werte, sondern auch viele aus dem MDAX oder TecDAX oder aus dem Ausland.

Ihr müßt also auf folgende Dinge achten:
1. Ihr benötigt die Termingeschäftsfähigkeit (sonst könnt Ihr keine Zertifikate kaufen; siehe unten)
2. Basiswert des Discount-Zertifikates ist die Aktie, die Euch interessiert
3. Emittent Commerzbank (sonst greift die Freetrade-Aktion nicht)
4. möglichst hoher Cap (sonst erfolgt bei starkem Anstieg kein Umtausch in die Aktien, sondern Barauszahlung; dieses Kriterium ist nach einem Kursanstieg oft am schwierigsten zu erfüllen...)
5. möglichst nahe Fälligkeit des Zertifikats (= kurze Restlaufzeit), idealerweise Ende Juni 2017 (andernfalls steigt die Wahrscheinlichkeit, daß man statt der gestiegenen Aktie die Barzahlung erhält)
6. Zertifikat muß "physische Lieferung" vorsehen (siehe unten)
7. Kauf nicht über die Börse, sondern im LiveTrading (sonst greift die Freetrade-Aktion nicht)
8. Kauf für mindestens 1.000 Euro (sonst greift die Freetrade-Aktion nicht)
9. Kauf an den beiden Feiertagen (sonst greift die Freetrade-Aktion nicht, siehe jedoch unten)

Die Termingeschäftsfähigkeit (TGF) richtet Euch an Anfrage die Kundenbetreuung ein. Das kann einige Tage dauern. Rechtzeitig veranlassen, falls Ihr den Trick nutzen wollt!

Achtung: Im obigen Beispiel ist der zweite Feiertag (also 15.6.2017) bereits der Bewertungstag der Zertifikate. Falls ein Kauf an diesem Tag nicht mehr möglich ist, wählt man wohl oder übel ein Zertifikat, das noch etwas länger läuft, z.B. bis Ende September 2017.

Für die Suche nach einem geeigneten Zertifikat benutzt man entweder die Website der Commerzbank (siehe unten) oder den Zertifikate-Selektor von comdirect (Aktie wählen -> im Informer auf Zertifikate klicken -> Discount, Laufzeit jetzt bis 3 Monate, Emittent Commerzbank, dann absteigend nach max. Rendite p.a. sortieren).

Es ist wichtig, darauf zu achten, daß das Zertifikat tatsächlich physisch in die Aktie umgetauscht wird - also KEIN so genannter "Barausgleich". Die "physische Lieferung" ist für fast alle Discounter der Commerzbank vorgesehen, es gibt aber Ausnahmen (speziell für französische Aktien wegen der Börsensteuer, sowie für Zertifikate, die auf Wunsch emittiert wurden). Also bitte vor dem Kauf des Zertifikates auf der Website www.zertifikate.commerzbank.de die Bedingungen prüfen. Da muß nach Eingabe der WKN des Zertifikates stehen: "Abwicklungsart: phys. Lieferung/Bar" (das "Bar" bezieht sich auf den Cap, der bar ausgezahlt wird, falls die Aktie zu schnell gelaufen ist).

Nur der Vollständigkeit halber: Emittentenrisiko! Falls die Commerzbank bis zur Fälligkeit des Zertifikates (z.B. Ende Juni 2017) pleite geht, ist Euer Zertifikat wertlos (wie bei Lehman-Brothers). Aber dann haben wir andere Probleme in Deutschland. Möge jeder selbst entscheiden, ob dieses Risiko für ihn relevant ist.

Wer zu den Zertifikaten oder zu der Freetrade-Aktion Fragen hat und die hier nicht posten möchte, kann auch die meiner Erfahrung nach recht gute Hotline der Commerzbank ansprechen: 069 136 47845 oder service@zertifikate.commerzbank.com

Und aus ethischer Sicht? Darf man das? Nun, das Angebot von comdirect und Commerzbank steht. Die Bedingungen sind klar. Comdirect erhält die Provision von der Commerzbank erstattet, also macht Ihr comdirect glücklich, wenn Ihr alle das Angebot zahlreich nutzt. Und die Commerzbank verbucht Eure Provision als Marketing-Ausgaben und verdient am Spread des Zertifikats sowie an den darin enthaltenen Komponenten. Meiner Meinung nach liegt also kein Mißbrauch vor.

WICHTIG für alle, die sich noch nicht so gut mit Zertifikaten auskennen: Ihr spekuliert NICHT gegen die Commerzbank, wenn Ihr ein solches Papier kauft! Das ist ein ganz häufiges Mißverständnis. Im Gegenteil, der Emittent (Commerzbank) sichert Eure Geschäfte am Großmarkt ab, stellt sich also neutral. Warum es der Commerzbank im Prinzip also völlig egal ist, ob die Aktie steigt oder fällt, steht auch hier. Für den Emittenten ist es sogar besser, wenn Anleger Gewinne machen. Denn wer ständig Verluste mit Zertifikaten erleidet, wird keine mehr kaufen.

Der Trick funktioniert auch an allen anderen Börsentagen. Dann bezahlt Ihr für das Zertifikat die Flatfee von 3,90 EUR, die bei comdirect für Commerzbank-, BNP- und Citi-Zertifikate gilt. Das ist immer noch viel weniger als für den Direktkauf der Aktie.

Ich hoffe, Euch damit einen kleinen Tip gegeben zu haben. Denn Kleinvieh (Bankgebühren) macht auch Mist.

Nein, hier kommt die traurige Wahrheit: Disclaimer: Ich bin zwar kein Commerzbank-Mitarbeiter und habe auch keinerlei private Verbindungen zur Bank, aber dennoch werde ich steinreich, wenn Ihr alle meinen Trick nutzt und Cobank-Zertifikate kauft. Weil mir die Commerzbank gehört. Also, äh - ein Teil davon. Man nennt das "Aktionär". Die Aktien der Commerzbank habe ich im Sommer 2016 gekauft. Natürlich mit obigem Trick.

Viele Grüße aus einem hochsommerlichen München

nmh

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Boah Äh,

 

ich öasse seit jahren die Finger von Zertis weil ich sie mir einmal verbrannta habe.

 

Alle Daumen dieser Welt für Dich hoch.

 

Das schaue ich mir an, bin gerade flüssig :-)

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Nachtrag:

Ob man Zertis handeln kann, sieht man unter:

"Verwaltung"

"Depot & Trading"

Tabellenreiter "Depot-Handelsgrenze"

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@nmh

 

Danke für diesen Erstklassigen Tipp, hierrauf muss man auch erstmal kommen, denke das werde ich demnächst mal machen, bisher hat es mich sehr häufig erheblich gestört, das die comdirect, für mein Investitions verhalten und meine Situation viel zu teuer ist, aber das ist ein super Trick Smiley (überglücklich)

 

Im letzen Handelsblatt Depot vergleich wurde die comdirect ja sogar nur als negativ Beispiel für den hoch aktiven Trader gebracht, und die anderen 3 Trader typen war sie nichtmals in den top ten.

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Danke für Dein Feedback, @inliner.

 

An Discount-Zertifikaten kann man sich eigentlich nicht die Finger verbrennen, weil sie weniger riskant sind als die zugrundeliegende Aktie. Der Hebel ist maximal 1 (so wie in meinem Trick), normalerweise aber kleiner als 1. Bitte nicht mit Turbo-Zertifikaten, Optionsscheinen, Hebelzertifikaten, Inline-Papieren (höhöhö) oder anderen spekulativen Papieren verwechseln!

 

nmh

 

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Hallo nmh,

 

An Discount-Zertifikaten kann man sich eigentlich nicht die Finger verbrennen, weil sie weniger riskant sind als die zugrundeliegende Aktie. Der Hebel ist maximal 1 (so wie in meinem Trick), normalerweise aber kleiner als 1.

 

Noch 2 Dinge:

 

1. Wenn man - wie ich - sich an RWE-Aktien ordentlich die Finger verbrannt hat und nun einen riesigen Aktien-Verlustvortrag hat, andererseits aber dicke Zinsen aus Venezula bekommt, hat die von Dir erwähnte Strategie noch einen weiteren Vorteil:

 

Die Aktie kostet derzeit 100 €, das DZ 98 €. 

 

Wenn nun kurz vor dem Bewertungstag die Aktie bei 95 steht, wird das DZ verkauft; der Verlust wird mit den Zinsen gegengerechnet, also steuerlich berücksichtigt.

 

Wenn die Aktie auf 100 steht (aber noch unter dem Cap) lässt man das DZ in Aktien umtauschen. Der Gewinn bei einem Verkauf der Aktie wird dann auf den Verlustvortrag angerechnet (=quasi steuerfrei).

 

So etwas nennt man dann Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren.

 

2. Der Hebel bei DZ ist im Normalfall minimal über(!) 1, nicht unter 1.  In meinem Beispiel bekommt man entweder 98 Aktien zu 100 € oder 100 DZ zu 98 €, der Hebel beträgt dann etwa 1,02.

 

Gruß aus dem Krokodilsbecken.

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Moin Kroko,

 

...lies mal bitte meine letzten Postings und sag dort, ob Du die SQM-Aktien noch hast, merci 

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nmh schrieb:

Liebe Sparfüchse (m/w),

im März fand der Tag der Aktie statt - überaus erfolgreich, wie man hört. An diesem Tag konntet Ihr alle DAX-Aktien kostenlos kaufen. Mehr dazu steht hier.

Ich wollte darauf hinweisen, daß Ihr mit einem kleinen Trick viele Aktien auch an zwei Feiertagen im Mai/Juni 2017 kostenlos (gebührenfrei) erwerben könnt. Das geht zwar nicht direkt mit der Aktie, aber über den kleinen (harmlosen) Umweg eines Derivates, genauer gesagt eines Discount-Zertifikates.

Dazu muß man wissen, daß bei der Commerzbank alle Zertifikate an den beiden Feiertagen Christi Himmelfahrt (Donnerstag 25. Mai 2017) und Fronleichnam (Donnerstag 15. Juni 2017; die Börse handelt an diesen Tagen) kostenlos gekauft und verkauft werden können. Comdirect nimmt an der Aktion teil. Zwei Bedingungen: 1. Ihr benutzt den außerbörslichen Handel (LiveTrading), 2. Kurswert mindestens 1.000 Euro. Wir brauchen also ein Zertifikat, das wir gebührenfrei kaufen können und das dann zeitnah in die gewünschte Aktie umgetauscht wird.

Und so geht's: Man kauft nicht direkt die Aktie, an der man interessiert ist, sondern ein Discount-Zertifikat auf diese Aktie. Wie Ihr alle wißt, funktioniert das so: Ein Discount-Zertifikat ist ein eigenes Wertpapier mit einer eigenen WKN, einer Obergrenze (dem "Cap") und begrenzter Laufzeit. Man bezahlt normalerweise etwas weniger als den Aktienkurs (daher "Discount"). Am Ende der Laufzeit des Zertifikates wird das Zertifikat entweder in die Aktie umgetauscht, falls der Aktienkurs dann unterhalb des Caps liegt (darauf spekulieren wir), oder es wird "nur" der Cap ausgezahlt (das Zertifikat hätte dann seine Maximalrendite erreicht). Den Abschlag erkauft man sich also dadurch, daß man nur bis zu einer bestimmten Maximalrendite am Aktienanstieg teilnimmt. Das spielt für meinen Trick jedoch eine untergeordnete Rolle.

Wie immer erklärt ein Beispiel den Dreh am besten. Angenommen, ich will eigentlich die Aktie der Allianz AG kaufen. Die Allianz (WKN 840400) kostet derzeit 173,75 Euro plus Spesen. Spesen sind in diesem Fall die Provision, evtl. das Börsenplatzentgelt und die Maklercourtage sowie das lästige Entgelt für Namensaktien. All diese Spesen vermeidet mein Trick.

Um die Kaufspesen zu sparen, wähle ich stattdessen das Discount-Zertifikat mit der WKN CN9F2B. Das läuft bis 22.6.2017 und hat eine Obergrenze von 192 EUR. Die Obergrenze ist noch relativ weit weg, daher kostet das Zertifikat derzeit ungefähr so viel wie die Aktie, nämlich 173,71 Euro. Und dieses Zertifikat bekomme ich an den beiden genannten Tagen gebührenfrei! (Bedingungen siehe unten)

Dann habe ich für einige Tage ein Zertifikat im Depot. Kein Problem. Denn:

Am Bewertungstag (eine Woche vor der Fälligkeit, also am 15.6.2017) wird der Allianz-Aktienkurs mit dem Cap (192 Euro) verglichen. Falls die Allianz darunter steht - und davon geht mein Szenario aus - wird das Zertifikat eine Woche später gebührenfrei 1:1 in Allianz-Aktien umgetauscht. Ich habe kostenlos gekauft!

Falls die Allianz jedoch in den sechs Wochen bis dahin einen Riesensprung macht und über dem Cap von 192 EUR notiert, erhalte ich pro Zertifikat "lediglich" diese 192 EUR. Beim aktuellen Kaufpreis des Zertifikats wäre das dann allerdings eine Rendite von 128% p.a. Damit würde ich mich zufrieden geben! Es ist ohnehin unwahrscheinlich, daß die Allianz bis Mitte Juni soweit klettert.

Anderes Beispiel: Wer Siemens kaufen will, wählt stattdessen das Zertifikat CE9VDW. Laufzeit ebenfalls 22.6.17, Cap 135 Euro. Siemens notiert bei 130,30 Euro, das Zertifikat ist für 129,45 Euro zu haben.

Das schöne ist: das funktioniert mit allen Aktien, auf die die Commerzbank Discount-Zertifikate anbietet. Es gibt nicht nur die DAX-Werte, sondern auch viele aus dem MDAX oder TecDAX oder aus dem Ausland.

Ihr müßt also auf folgende Dinge achten:
1. Ihr benötigt die Termingeschäftsfähigkeit (sonst könnt Ihr keine Zertifikate kaufen; siehe unten)
2. Basiswert des Discount-Zertifikates ist die Aktie, die Euch interessiert
3. Emittent Commerzbank (sonst greift die Freetrade-Aktion nicht)
4. möglichst hoher Cap (sonst erfolgt bei starkem Anstieg kein Umtausch in die Aktien, sondern Barauszahlung; dieses Kriterium ist nach einem Kursanstieg oft am schwierigsten zu erfüllen...)
5. möglichst nahe Fälligkeit des Zertifikats (= kurze Restlaufzeit), idealerweise Ende Juni 2017 (andernfalls steigt die Wahrscheinlichkeit, daß man statt der gestiegenen Aktie die Barzahlung erhält)
6. Zertifikat muß "physische Lieferung" vorsehen (siehe unten)
7. Kauf nicht über die Börse, sondern im LiveTrading (sonst greift die Freetrade-Aktion nicht)
8. Kauf für mindestens 1.000 Euro (sonst greift die Freetrade-Aktion nicht)
9. Kauf an den beiden Feiertagen (sonst greift die Freetrade-Aktion nicht, siehe jedoch unten)

Die Termingeschäftsfähigkeit (TGF) richtet Euch an Anfrage die Kundenbetreuung ein. Das kann einige Tage dauern. Rechtzeitig veranlassen, falls Ihr den Trick nutzen wollt!

Achtung: Im obigen Beispiel ist der zweite Feiertag (also 15.6.2017) bereits der Bewertungstag der Zertifikate. Falls ein Kauf an diesem Tag nicht mehr möglich ist, wählt man wohl oder übel ein Zertifikat, das noch etwas länger läuft, z.B. bis Ende September 2017.

Für die Suche nach einem geeigneten Zertifikat benutzt man entweder die Website der Commerzbank (siehe unten) oder den Zertifikate-Selektor von comdirect (Aktie wählen -> im Informer auf Zertifikate klicken -> Discount, Laufzeit jetzt bis 3 Monate, Emittent Commerzbank, dann absteigend nach max. Rendite p.a. sortieren).

Es ist wichtig, darauf zu achten, daß das Zertifikat tatsächlich physisch in die Aktie umgetauscht wird - also KEIN so genannter "Barausgleich". Die "physische Lieferung" ist für fast alle Discounter der Commerzbank vorgesehen, es gibt aber Ausnahmen (speziell für französische Aktien wegen der Börsensteuer, sowie für Zertifikate, die auf Wunsch emittiert wurden). Also bitte vor dem Kauf des Zertifikates auf der Website www.zertifikate.commerzbank.de die Bedingungen prüfen. Da muß nach Eingabe der WKN des Zertifikates stehen: "Abwicklungsart: phys. Lieferung/Bar" (das "Bar" bezieht sich auf den Cap, der bar ausgezahlt wird, falls die Aktie zu schnell gelaufen ist).

Nur der Vollständigkeit halber: Emittentenrisiko! Falls die Commerzbank bis zur Fälligkeit des Zertifikates (z.B. Ende Juni 2017) pleite geht, ist Euer Zertifikat wertlos (wie bei Lehman-Brothers). Aber dann haben wir andere Probleme in Deutschland. Möge jeder selbst entscheiden, ob dieses Risiko für ihn relevant ist.

Wer zu den Zertifikaten oder zu der Freetrade-Aktion Fragen hat und die hier nicht posten möchte, kann auch die meiner Erfahrung nach recht gute Hotline der Commerzbank ansprechen: 069 136 47845 oder service@zertifikate.commerzbank.com

Und aus ethischer Sicht? Darf man das? Nun, das Angebot von comdirect und Commerzbank steht. Die Bedingungen sind klar. Comdirect erhält die Provision von der Commerzbank erstattet, also macht Ihr comdirect glücklich, wenn Ihr alle das Angebot zahlreich nutzt. Und die Commerzbank verbucht Eure Provision als Marketing-Ausgaben und verdient am Spread des Zertifikats sowie an den darin enthaltenen Komponenten. Meiner Meinung nach liegt also kein Mißbrauch vor.

WICHTIG für alle, die sich noch nicht so gut mit Zertifikaten auskennen: Ihr spekuliert NICHT gegen die Commerzbank, wenn Ihr ein solches Papier kauft! Das ist ein ganz häufiges Mißverständnis. Im Gegenteil, der Emittent (Commerzbank) sichert Eure Geschäfte am Großmarkt ab, stellt sich also neutral. Warum es der Commerzbank im Prinzip also völlig egal ist, ob die Aktie steigt oder fällt, steht auch hier. Für den Emittenten ist es sogar besser, wenn Anleger Gewinne machen. Denn wer ständig Verluste mit Zertifikaten erleidet, wird keine mehr kaufen.

Der Trick funktioniert auch an allen anderen Börsentagen. Dann bezahlt Ihr für das Zertifikat die Flatfee von 3,90 EUR, die bei comdirect für Commerzbank-, BNP- und Citi-Zertifikate gilt. Das ist immer noch viel weniger als für den Direktkauf der Aktie.

Ich hoffe, Euch damit einen kleinen Tip gegeben zu haben. Denn Kleinvieh (Bankgebühren) macht auch Mist.

Nein, hier kommt die traurige Wahrheit: Disclaimer: Ich bin zwar kein Commerzbank-Mitarbeiter und habe auch keinerlei private Verbindungen zur Bank, aber dennoch werde ich steinreich, wenn Ihr alle meinen Trick nutzt und Cobank-Zertifikate kauft. Weil mir die Commerzbank gehört. Also, äh - ein Teil davon. Man nennt das "Aktionär". Die Aktien der Commerzbank habe ich im Sommer 2016 gekauft. Natürlich mit obigem Trick.

Viele Grüße aus einem hochsommerlichen München

nmh


Moin nmh,

 

Merci für diesen guten Überblick, sehr verständlich und hilfreich

 

Du bist wahrscheinlich kein Commerzbank/Comdirectmitarbeiter aber wirst hoffentlich von der Comdirect für Deine gute Betreuung dieses Forums bezahlt(mein alter Vorschlag: einen Mentor einrichten). Wenn nicht, solltest

Du  wenigstens ab und zu "Freetrades" bekommen, da fällt mir ein, comdirect könnte für das Erreichen der jeweiligen Ränge Freetrades rausrücken, das wär noch mal ein Verbesserungsvorschlag, oder??

 

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Hallo @Noxx,

 

vielen Dank für Dein freundliches Feedback, das ist nett. Freetrades mag ich persönlich nicht, und die für mich zuständigen Leute* bei comdirect wissen auch, warum. Aber keine Sorge, ich bekomme ein Schweinegeld vom SMT und jede Menge freundliches Entgegenkommen und Hilfsbereitschaft für meine unglaublich wertvollen Beiträge. Warum sollte ich sonst hier posten?

 

Ooooooooh Gott, die eigentliche Wahrheit ist so furchtbar...... Aber man wird ja wohl noch träumen dürfen.   :-(

 

nmh

 

_______________________

*) es gibt so ein spezielles Betreuungsteam mit geschulten Psychologen für besonders schwierige Kunden...

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nmh schrieb:

 

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*) es gibt so ein spezielles Betreuungsteam mit geschulten Psychologen für besonders schwierige Kunden...


Auf die Couch möchte ich auch mal, dann schwillt mir vielleicht hier in diesem Forum nicht so oft der Kamm.