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Wird die Aktie SPCX (SpaceX) ab dem 12. Juni auf Ihrer Plattform handelbar sein?

211 ANTWORTEN

microsparer
Experte ★★★
660 Beiträge

@CurtisNewton  schrieb:

Heute wurde noch eine Greenshoe Option in Höhe von ca. 10 Mrd. USD eingelöst.

 


verstehe ich das denn richtig, die Banken konnten Aktien für 135$ nachziehen, weil es sich rechnet die Nachfrage so groß ist?

CurtisNewton
Legende
5.601 Beiträge

Greenshoe gibt es eigentlich bei jedem IPO.

Gerüchteweise hat Elon die Banker gezwungen, bei der Vertragsunterzeichnung grüne Schuhe zu tragen, sonst hätte er nicht zugestimmt.

Keine Ahnung ob es stimmt, aber manchmal ist er einem fast sympathisch.

 

 

Erklärung von Gemini:

 

Eine Greenshoe-Option (offiziell meist Mehrzuteilungsoption oder Over-Allotment Option genannt) ist ein cleveres Werkzeug bei einem Börsengang (IPO). Sie sorgt dafür, dass der Aktienkurs in den ersten Tagen nach dem Börsendebüt nicht sofort ins Bodenlose stürzt, falls die Nachfrage doch schwächer ist als erhofft.

Kurz gesagt: Es ist ein legaler Mechanismus zur Kursstabilisierung, den die Banken nutzen, die den Börsengang begleiten (die sogenannten Konsortialbanken).

Hier ist die Funktionsweise, aufgeteilt in das Problem und die Greenshoe-Lösung:

Das Problem beim Börsengang

Wenn ein Unternehmen an die Börse geht, weiß niemand ganz genau, wie die Aktie am ersten Tag einschlägt.

  • Ist die Nachfrage riesig, schießt der Kurs hoch.

  • Wollen aber viele Anleger die Aktie sofort wieder loswerden, bricht der Kurs ein. Ein fetter Kurssturz am ersten Tag ist ein PR-Desaster für das Unternehmen und die Banken.

Wie der Greenshoe das löst

Um das zu verhindern, vereinbaren die Banken im Vorfeld mit den Altaktionären des Unternehmens eine Option: Die Banken dürfen z.B. bis zu 15 % mehr Aktien verkaufen, als eigentlich geplant waren.

Jetzt passiert Folgendes im Hintergrund:

  1. Die Banken verkaufen "geliehene" Aktien: Zum Börsenstart teilen die Banken den Investoren absichtlich mehr Aktien zu, als eigentlich im Schaufenster standen (z. B. 115 % statt 100 %). Diese extra 15 % haben die Banken aber noch gar nicht – sie haben sie sich von den Altaktionären geliehen. Die Banken sind also "short" (sie haben Leerverkäufe getätigt).

  2. Szenario A – Der Kurs fällt (Stabilisierung): Die Aktie floppt und der Kurs rutscht unter den Ausgabepreis. Jetzt greifen die Banken ein: Sie nutzen das Geld, das sie durch die extra 15 % eingenommen haben, und kaufen die Aktien billig am freien Markt zurück. Dadurch entsteht künstliche Nachfrage, die den Kurs stützt. Die zurückgekauften Aktien geben sie den Altaktionären wieder. Den Gewinn (günstig am Markt gekauft, teuer beim IPO zugeteilt) behalten die Banken.

  3. Szenario B – Der Kurs steigt (Mehrzuteilung): Die Aktie geht durch die Decke. Die Banken können die Aktien nun nicht billig am Markt zurückkaufen, ohne riesige Verluste zu machen. Jetzt ziehen sie die Greenshoe-Option: Sie kaufen die 15 % extra Aktien einfach zum ursprünglichen, günstigeren Ausgabepreis direkt vom Unternehmen/Altaktionär ab und gleichen damit ihr Leihgeschäft aus.

Woher kommt der Name? Der Name geht auf die Green Jacket Shoe Company zurück. Das US-Unternehmen war 1960 das erste, das diese Klausel bei seinem Börsengang von den Banken anwenden ließ. Der Name blieb hängen, auch wenn es heute offiziell "Mehrzuteilung" heißt.

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"Video meliora proboque, deteriora sequor"