25.08.2021 16:36 - bearbeitet 25.08.2021 16:37
Dass mit den Geldkonten habe ich auch gelesen - halte ich jedoch für unkritisch, da in meinen Augen nur ein Bruchteil der Sicherheiten in Form von Bankguthaben existiert. Die Sicherheiten sind primär die für die Wikifolios gekauften und verpfändeten Wertpapiere.
Aber auch hier stellt sich die Frage, ob die wirklich separiert sind und das Pfandrecht der Wikifolio-Gläubiger im Falle einer Insolvenz anderen Forderungen nicht im Rang nachsteht.
am 30.08.2021 11:48
Das is tatsächlich die eigentliche Frage, welche doch sicherlich von einem Anwalt beantwortet werden kann:
Wie verhält es sich mit dem Pfandrecht im Insolvenzfall? Sind verpfändete "Guthaben" / Sachen" voll und ganz vor dem Zugriff anderer Gläubiger geschützt?
Wenn dem so ist, dann wären die wikifolio-Guthaben tatsächlich "sicher"
am 25.12.2022 15:12
am 25.12.2022 15:12
Ich greife dieses etwas ältere Thema mal auf. Neben der Bonität von Lang & Schwarz gibt es in meinen Augen noch ein anderes Problem - nämlich die Liquidität. Preise gibt es ja nur von L&S - die auch die Kurse in Stuttgart stellen. Und hier liegt das grössere Risiko.
Ich habe es sogar schon bei marktbreiten ETFs erlebt, dass Geldseiten bei Anfragen mit grösseren Volumina mitunter nur schwer zu bekommen waren. Ich mag es mir nicht ausmalen, wenn man so etwas mit Wikifolios in einer hektischen Börsenphase durchexerziert. Daher sollte man in Wikis nur mit kleinen Beträgen zur Beimischung oder zum Spass investieren.
am 25.12.2022 18:25
Was für ETF bzw. an welcher Börse war das denn? Ich habe paar dieser verrufenen Anlagerroboter laufen (mich interessierten erster Linie wann genau sie wie umschichten), und wenn die mal der Meinung sind die Depotstruktur komplett über den Haufen zu werfen gehen da an einem Tag dreistelliger Millionenbeträge einzelner ETF an einer Börse über die Theke.
26.12.2022 14:18 - bearbeitet 26.12.2022 14:27
26.12.2022 14:18 - bearbeitet 26.12.2022 14:27
Es waren Anleihen-ETFs von iShares im Soforthandel mit den üblichen Verdächtigen (Baader, L&S, SocGen). Offensichtlich ist es so, dass die automatischen Systeme ab bestimmten Volumina erstmal abschalten, bis dann ein Händler eingreift. Man bekommt schon Preise, es dauert mitunter etwas oder man kann alternativ auch aufsplitten. Die besten Erfahrungen hinsichtlich Liquidität habe ich in letzter Zeit mit SocGen gemacht. Natürlich kann man auch über die Börse gehen (wo grosse Orders kein Problem sind), aber das möchte ich aufgrund der Kosten meistens vermeiden.
Mir ging es darum die Sinne dafür zu schärfen, dass man bei Wikis nur einen Kontrahenten hat. Daher sollte man da (leider) nur mit kleinen Beträgen agieren.
am 14.06.2026 08:27
Früher hatte ich in das eine oder andere Wikifolio investiert - trotz der vorhandenen Risiken jenseits des Kursrisikos.
Das hatte sich aufgrund der Kursverläufe dann mit der Zeit irgendwann weitgehend erledigt...
Aktuell gibt es jedoch das eine oder andere Wikifolio welches doch mal wieder eine Investition wert wäre.
Wenn man sich des Risikos bewusst ist und nicht Haus und Hof darauf verwettet kann man das durchaus machen - im Fall meiner Familie wird das Risiko mal grundsätzlich auf 2% des Gesamtdepots begrenzt werden (wohl wissend, dass die Chance damit genau so begrenzt ist).
Grundsätzlich ist und bleibt das Konzept ja interessant - man muss eben, wie bei jedem Investment, die Rahmenbedingungen auf dem Schirm haben und darf hinterher nicht jammern, wenn das einkalkulierte (Rest-)Risiko doch eintritt.
Gruß Crazyalex
P.S.: ich habe diesen Thread ganz bewusst wieder aus der Kiste geholt aufgrund der aktuell wieder auftretenden Threads in denen Investitionen in Wikifolios wieder thematisiert wurden.
14.06.2026 09:01 - bearbeitet 14.06.2026 09:07
14.06.2026 09:01 - bearbeitet 14.06.2026 09:07
@Crazyalex schrieb:
Aktuell gibt es jedoch das eine oder andere Wikifolio welches doch mal wieder eine Investition wert wäre.
Wenn man sich des Risikos bewusst ist und nicht Haus und Hof darauf verwettet kann man das durchaus machen - im Fall meiner Familie wird das Risiko mal grundsätzlich auf 2% des Gesamtdepots begrenzt werden (wohl wissend, dass die Chance damit genau so begrenzt ist).
Dass das Emittentenrisiko real werden kann, hat man ja durchaus bei Lehmanns gesehen.
Die Taktik, nicht alle Eier in einen Korb zu legen, dürfte durchaus sinnvoll sein.
Aktuell habe ich zwei wikis, LS9VFS und LS9VSJ, das dürfte dann auch < 2% des Depots sein.
am 14.06.2026 09:20
Auf der Wikifolio-Seite steht inzwischen etwas mehr Info dazu. Ein Totalverlust dürfte aktuell vermutlich eher ausgeschlossen werden - ebenso wie eine totale Sicherheit. Es liegt irgendwie dazwischen 😉
Das Risiko dürfte praktisch etwas geringer sein - aber was das wert ist weiß man im Zweifelsfall erst, wenn ein Gericht im Falle einer Insolvenz eine Entscheidung trifft.
Eine Begrenzung des Risikos in Form einer Begrenzung der Positionsgröße im Depot dürfte für sicherheitsorientierte Anleger (bzgl. der Rahmenbedingungen) ein gangbarer Weg sein.
Gruß Crazyalex
14.06.2026 14:20 - bearbeitet 14.06.2026 14:21
14.06.2026 14:20 - bearbeitet 14.06.2026 14:21
@Crazyalex , danke für die Wiederbelebung dieses Threads, die Pflege antiquarischer Beiträge scheint ein neues Hobby von dir zu sein. ![]()
Ich hätte wirklich gedacht, das Prinzip Wikifolio sei im Jahr 2026 toter als tot, bei zig tausend ETFs in jedweder Richtung, würde ich niemals mehr ein etwas wackeliges Konstrukt mit Anlage aus zweiter Hand anrühren, aber KI gibt dem Erfolg von Wikifolios recht:
Allerdings extrem extrapoliert, weil sich tatsächliche Zahlen (wen wundert's) nicht finden lassen.
hx.
14.06.2026 15:13 - bearbeitet 14.06.2026 15:39
14.06.2026 15:13 - bearbeitet 14.06.2026 15:39
Hallo @haxo, hallo @Crazyalex,
hallo Community,
danke für deinen Beitrag. Anbei füge ich ein aktuelles Chart über die Kursentwicklung einiger Endlos-Zertifikate auf wikifolios ("comdirect Sortimentserweiterung vom 27.05.2026") bei und kann aus eigener Erfahrung sagen: Diese Anlageform lebt.
Quelle: comdirect Webseite, Kursdiagramme, abgerufen am 24.06.2026
Übrigens kennt die google KI sogar einzelne wikifolio Musterdepots, die ja dann als Vorlage eines Endlos-Zertifikats bei Lang & Schwarz AG dienen. Die "Trader"-Ebene und die Bankebene sind dabei zu 100 % voneinander getrennt, sodass der wikifolio Trader nicht die Namen der Kunden sieht. Auch deshalb weil die Beratung ja bei Broker oder Bank erfolgen sollte.
Wenn du also ein bisschen Wissen schaffen magst, dann seh dir mal paar davon an. Es ist erstaunlich was dort alles getraded wird und wie viele Marktkommentare die einzelnen Initiatoren/wikifolio Trader abgeben.
Der Informationsstrom dort ist eine Ergänzung zu einer lebhaften Community, keinesfalls ein Ersatz. Es wird im Wesentlichen der tagesaktuelle, hochwertige Nachrichtenfeed von dpa-AFX besprochen.
Disclaimer/Interessenkonflikt: Da ich selber eines davon initiiere kann ich dir aus Erfahrung sagen, dass alle Transaktionen auch tatsächlich an den Märkten abgebildet werden und dass der wikifolio Trader selber gar keinen Zugriff auf das Sondervermögen bei Lang & Schwarz AG hat. Etwaige Erfolgsprämien werden unbar unter Abzug der geltenden Umsatzsteuern ausbezahlt.
Sehr beliebt beim Social Trading ist das sog. "watchlisting". Nach kostenfreier Registrierung kann man Kommentare und Trades von einem oder mehreren wikifolio Musterdepots abonnieren. Bei Interessenten, die kein Eigenes herausgeben, sieht der Initiator/Trader nur dass jemand das Watchlisting aktiviert hat, nicht aber wer:
Quelle: Standardsystemnachricht von wikifolio bei neuem User auf dem Watchlisting
Und wie immer gilt: Verbesserungsvorschläge oder Fehlermeldungen am besten direkt an mich.
Liebe Grüße
Gluecksdrache