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Mit Aktien trotz Abgeltungssteuer Gewinne erzielen?

hr1003
Autor
2 Beiträge

Hallo liebe Community,

 

eine Frage plagt mich seitdem ich Ende letzten Jahres angefangen habe, einige ETFs und Aktien zu kaufen.

Wenn ich eine Aktie verkaufe, wird ja die Abgeltungssteuer fällig (also 25% + 5,5% soweit ich weiß), sofern ich die Aktie mit einen Gewinn verkaufe. Das würde ja aber im Umkehrschluss bedeuten, dass es sich nicht lohnt, eine Aktie zu verkaufen, die z.B. "nur" um 10% gestiegen ist?

Hier mal ein fiktives Beispiel:
Sagen wir mal, ich kaufe 10 Apple-Aktien für je 120 € zu einem Gesamtpreis von 1200 €. In den folgenden Wochen steigt die Aktie um 10% und steht nun also bei 132 € / Aktie also einem Gesamtwert von 1320 €. Nun verkaufe ich die Aktie und zahle 25% Abgeltungssteuer, also 330 € und habe dann als Endsumme 990 € raus - weniger, als den Kaufpreis der Aktien. (Solidaritätszuschlag habe ich jetzt der einfachheit halber mal weggelassen). Ich muss hier doch irgendetwas falsch verstanden oder übersehen haben? Ansonsten wären Aktien ja erst rentabel ab einem Anstieg von ~ 30%, das scheint mir nicht richtig.

Ich bedanke mich im Vorfeld für die Hilfe!

7 ANTWORTEN

willywupps
Experte ★
232 Beiträge

Abgeltungssteuer zahlst Du lediglich auf Deinen Gewinnanteil, in Deinem Beispiel auf 120 €. Es bleibt also in jedem Fall ein positiver Gewinn für Dich!

Börsenhandel ist doch das Einfachste der Welt : Kaufe niedrig und verkaufe hoch!

maddin808
Experte ★★★
673 Beiträge

Du zahlst die Steuer „nur“ auf deinen Ertrag, nicht auf den Wert des Papiers 😀

maddin808
Experte ★★★
673 Beiträge

@willywupps Zur gleichen Sekunde gepostet 🤣

hr1003
Autor
2 Beiträge

Oh danke, na so einfach kann es gehen xD
Vielen Dank, das lindert meine Sorgen sehr! 🙂

krokodil1
Experte ★★
462 Beiträge

@hr1003

 

Meine Vorredner haben vollkommen recht.

 

Wenn wir allerdings nach der nächsten Bundestagswahl einen Linksruck erleben, dürften Deine Bedenken (Dein "Denkfehler") nicht ganz unbegründet sein: Eine solche Steuer, die unabhängig von Gewinn oder Verlust anfällt, nennt man "Finanztransaktionssteuer". Einige Parteien wollen tatsächlich so etwas einführen. Viel Spaß damit!

 

kroko

NordlichtSH
Mentor ★★
1.947 Beiträge

Und dann gibt es ja noch den Sparerpauschbetrag.

 

Eine Börsenumsatzsteuer gab es in Deutschland bis 1991, das waren aber keine 25 Prozent, sondern wenige Promille.

 

Sollte eine Finanztransaktionssteuer wieder eingeführt werden, gehe ich davon aus, dass die sich in einem ähnlich niedrigen Bereich bewegen würde. 

krokodil1
Experte ★★
462 Beiträge

... Die Börsenumsatzsteuer (die ich selbst noch bezahlt habe) ... betrug bei Aktien damals 0,25 %, bei Anleihen - ich glaube - 0,1 %. ... (jeweils bei Kauf UND Verkauf zu zahlen!) Aber das muss ja nichts für alle Parteien links der CDU heißen ...

 

Die bösen, gierigen und reichen Kapitalanleger, die in "große Konzerne" (den Lieblingsfeiden der Linken) investieren, können ruhig ordentlich zu Kasse gebeten werden. 

 

kroko

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