Detailfrage ETF Kombi ACWI mit ACWI ex US
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am 12.06.2024 11:33
Folgende Überlegung, die ein bisschen ins Detail geht, mit Bitte um Feedback, ob da ein Denkfehler drin ist:
Vorab:
Eine Sparplan-Konstellation, die maximal breit gestreut ist und Klumpenrisiko vermeidet, wäre für mich:
Ein ACWI ETF, bei dem noch ein ACWI ex USA eingemischt wird, damit diese (vielleicht nicht ewig funktionierende?) US-Tech Konzentration an der Spitze etwas reduziert wird.
Da es aber meines Wissens keinen Sparplan für zweitere Beimischung gibt, komme ich zu folgendem Versuch, dem nahe zu kommen:
- 50% ACWI (Acc.) oder: FTSE All World (Dist.)
- 25% MSCI ex US
- 25% MSCI EM ex China
(Gesamt-Sparrate angenommen 250 € monatlich)
Gedanken und Fragen hierzu:
- Neben der Klumpenbildung USA reduziere ich so auch etwas den Klumpen China
- Ist es sinnvoll, ein gesamtes MSCI Paket (World & EM) mit FTSE All World zu mischen? Oder zu verschachtelt?
- Ist es sinnvoll hierbei auch Thesaurierung und Ausschüttung zu mischen?
- Ist es ein relevanter Vorteil oder hat null Bedeutung, wenn man die Emittenten mischt (z.b. Ishares und Vanguard)?
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am 12.06.2024 14:22
Hallo @Ayranpferd und herzlich willkommen in der Community.
@Ayranpferd schrieb:
- 50% ACWI (Acc.) oder: FTSE All World (Dist.)
- 25% MSCI ex US
- 25% MSCI EM ex China
(Gesamt-Sparrate angenommen 250 € monatlich)
Neben der Klumpenbildung USA reduziere ich so auch etwas den Klumpen China
Welchen Klumpen China meinst Du?
Im ACWI hat China einen Anteil von unter 3%. Mit einer Kombi aus den beiden von Dir erstegenannten ETFs liegst Du dann schon unter 2%.
Da gibt es keinen China-Klumpen, der noch irgendeiner besonderen Aufmerksamkeit bedürfte.
Ist es sinnvoll, ein gesamtes MSCI Paket (World & EM) mit FTSE All World zu mischen? Oder zu verschachtelt?
Ich halte das für vollkommen unwichtig. Der wesentliche Unterschied zwischen den Welten von MSCI und FTSE besteht darin, dass einige Länder unterschiedliche einsortiert sind. In der Vergangeneit wurden häufig Südkorea und Polen genannt, ob das heute weiterhin der Fall ist entzieht sich gerade meiner Kenntnis.
So oder so – das sind keine Länder über deren Anteil ich mir Gedanken machen würde. Deren Gewichtung ist unbedeutend und der Einfluss auf das Gesamtergebnis dadurch allenfalls theoretischer Natur.
Wenn Du mischen willst, dann mische.
Ist es sinnvoll hierbei auch Thesaurierung und Ausschüttung zu mischen?
Das ist weniger eine Frage von Indizies sondern eine der persönlichen Steuersituation, eigener Vorlieben und meinestwegen noch der Verfügbareit der jeweiligen ETFs.
Bzgl. der steuerlichen Auswirkungen findest Du in dieser Community reichlich Lesestoff, z.B. in der ETF-FAQ.
Daumenregel: Steuerfreibetrag ausgeschöpft = Thesaurierer, Steuerfreibetrag nicht ausgeschöpft = Ausschütter.
Eine Mischung der Mischung willen halte ich jedenfalls für nicht sinnvoll.
Ist es ein relevanter Vorteil oder hat null Bedeutung, wenn man die Emittenten mischt (z.b. Ishares und Vanguard)?
Aus meiner SIcht ist das kein nennenswerter Vorteil. Es gab in der Vergangenheit Fälle, in denen ETFs verschmolzen und dabei ihr Domizil geändert wurde, was wiederum zu unmittelbaren steuerlichen Auswirkungen geführt hat. Vor diesem Hintergrund könnte man argumentieren, dass sich die Mischung von Emittenten risikomindernd auswirkt, da oftmals viele ETFs des gleichen Emittenten betroffen sind.
Mir ist das alles zu verkopft und daher sehe ich auch keinen Anlass unbedingt auf mehrere Emittenten zu setzen. Andererseits entsteht aber auch kein Nachteil es dennoch zu tun.
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am 12.06.2024 14:41
Vielen Dank für die erkenntnisreiche Aufschlüsselung!
Daraus schließe ich diese Favoritenkombi für mich:
- 75% FTSE All World (Dist.)
- 25% MSCI ex US (Acc.)
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am 12.06.2024 14:45
Hallo @Ayranpferd,
ich bin da bei @GetBetter: Ziemlich verkopft und mit einem nur fraglichen Vorteil.
Ich verstehe den Ansatz, dass manchem Anleger der vermeintliche US-Klumpen Unbehagen bereitet. Solche Klumpen gab es allerdings immer wieder mal. Mal war es Japan, mal USA. In einem stinknormalen All-World / ACWI etc. regelt sich das alles von selbst. Wenn ich aber manuell eingreife, stehe ich vielleicht in zehn Jahren vor dem nächsten Problem: USA jetzt extrem untergewichtet, aber ein neuer Klumpen da. Und schon schmeißt man Excel an und sucht wieder neue ETFs, ein ACWI IMI ex Japan muss her. Und um das ehemalige US-Klumpen-jetzt-Untergewicht zu kompensieren noch einen S&P 500 oben drauf.
Ich würde mich da von vorn herein sauber entscheiden: Entweder nach Marktkapitalisierung in einem All-World / ACWI oder mit meiner eigenen Regionengewichtung. Dann würde ich allerdings auch wirklich die Regionen separat nach meinem Geschmack zusammenstellen.
Übrigens: DBX0VH - Xtrackers MSCI World ex USA gibt's bei Scalable schon im Sparplan. Vielleicht zieht @SMT_Chris ja bald nach 😉
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am 12.06.2024 14:51
Falls du mit drei ETF ins Rennen gehen willst die sich nicht überschneiden kannst du auch noch mal über das folgende nachdenken
- MSCI USA --> nur USA
- MSCI ex USA --> Industrieländer ohne USA
- MSCI EM IMI --> Entwicklungsländer
Vorteil: Die drei ETF überschneiden sich nicht
Nachteil: Es ist eben ein ETF mehr als in deiner Lösung mit zwei ETF
"Die Zukunft hat viele Namen: Für Schwache ist sie das Unerreichbare, für die Furchtsamen das Unbekannte, für die Mutigen die Chance." - Victor Hugo
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am 12.06.2024 20:33
Auch hierzu vielen Dank für den Input!
