am 16.10.2026 08:33
Ich vermisse bei den Warnungen zu Betrugsarten /-versuchen einige Hinweise.
Ist das Angeben von Kreditkartendaten in den offiziellen Apps (In-App Bezahlvorgang) am Beispiel etablierter Hotelketten wie B&B Hotels oder großen Plattformen (ebay u. Kleinanzeigen) grundsätzlich sicher und gängige Praxis ?
Lässt sich die Vertrauenswürdigkeit und Sicherheit von Apps anhand ihres Geschäftsmodells und des Zahlungssystems mit Beispielen unterscheiden?
Einteilung nach Sicherheitsrisiko (etwa so?)
App-Kategorie / Typ | Sicherheitsniveau & Risiko | Beispiele | Richtiger Umgang mit Zahlungsdaten |
Geschlossene Systeme(Direktanbieter) | Sehr hoch (Sicher). Große Hotelketten, Fluggesellschaften oder Mietwagenfirmen nutzen hochgesicherte Zahlungs-Gateways. Ein Diebstahl direkt aus der App ist extrem selten. | B&B Hotels, Lufthansa, Sixt | Die Daten können zur Abrechnung oder als Buchungsgarantie unbesorgt hinterlegt werden. |
Große Buchungsplattformen(Schnittstellen) | Hoch, aber Phishing-Gefahr. Die Plattformen selbst sind sicher, aber Kriminelle hacken gelegentlich die Konten einzelner Partner-Hotels, um Gästen im echten Chat Fake-Zahlungslinks zu schicken. | booking(dot)com | Daten nur im geschützten Profil hinterlegen. Niemals auf Links klicken, die per Chat oder WhatsApp geschickt werden. |
Offene Marktplätze(C2C / P2P) | Vorsicht (Erhöhtes Risiko). Die Plattform bietet meist keinen automatischen Einzug für alles. Betrüger nutzen den direkten Kontakt, um Fake-Zahlungsseiten zu senden. | Kleinanzeigen, Vinted, eBay | Niemals Kreditkartendaten an Käufer/Verkäufer schicken. Ausschließlich die plattforminternen „Sicher Bezahlen“-Funktionen nutzen. |
Stimmen die folgenden Aussagen?
"Die eigentliche Gefahr: Nicht die App, sondern das „Danach“!
Aktuelle Warnungen des Bundesamt für Cybersicherheit und der Verbraucherzentralen zeigen: Das Problem ist fast nie (z.B. die B&B-, ebay-, Kleinanzeigen-) App selbst. Betrüger nutzen stattdessen abgefangene Buchungsdaten von Cyberangriffen auf IT-Dienstleister im Hintergrund.
Sie kontaktieren Sie kurz nach der Buchung per WhatsApp, SMS oder E-Mail und behaupten, die Kreditkarte müsse „verifiziert“ werden, da sonst die Stornierung droht. Wer dann auf den mitgeschickten Link klickt, landet auf einer gefälschten Website und gibt dort seine Daten den Betrügern preis.