Senkung der Kosten beim Wertpapierhandel
- Als neu kennzeichnen
- Lesezeichen
- Abonnieren
- Stummschalten
- RSS-Feed abonnieren
- Kennzeichnen
- Anstößigen Inhalt melden
am 03.05.2019 14:53
Ich möchte anregen, dass die Gebühren beim Wertpapierhandel deutlich gesenkt werden.
In den USA ist das Handeln bei Robin Hood und anderen Marken extrem viel günstiger bis kostenlos.
In Deutschland kommen nun neue Startups wie Trade Republic (LS Exchange mit 1 Euro Pauschale) oder Bux (planen kostenlosen Aktienhandel) ebenfalls mit sehr günstigen Konditionen auf den Markt.
Vergleiche ich diese Gebühren mit denen im Jahresreport "Kosteninformation zum Wertpapiergeschäft" (DANKE, MiFIDII !), stelle ich mir die Frage, ob die vergleichsweise hohen Kosten heute noch gerechtfertigt sind.
Mir ist klar, dass das es hier um den größten aller Interessenkonflikte zwischen Bank und Kunde geht. Aber ich denke, langfristig hätten niedrige Handelsgebühren auch Vorteile für die comdirect:
- Publikum mit kleineren Budgets wird angelockt (z.B. junge, lernwillige Menschen) und im besten Fall lange als Kunde gebunden.
- Mehr Menschen lernen das Handeln, weil sie sich freier (sprich: von Gebühren losgelöster) bewegen können.*
*) Meine Erfahrung: Ich habe über 10 Jahre theoretisch gelesen und Musterdepots gefüllt. Fast nie habe ich mich getraut, echt zu handeln. Mein größtes Hindernis waren die intransparenten und hohen Gebühren, die einen sofortigen Buchverlust bedeuten.
Letztes Jahr habe ich meinen "echtes" Trading-Engagement hochgefahren und habe erschreckt gemerkt, wie nervös ich beim Einsatz von Echtgeld bin. In meinen Musterdepots habe ich ganz anders agiert - insbesondere konnte ich dort Aktien wirklich lange halten. Im Echtdepot stoße ich viel zu schnell ab, obwohl ich theoretisch weiß, dass das der Anfängerfehler Nummer 1 ist.
Ich für meinen Teil werde noch ein Zeit lang der comdirect als Kunde treu bleiben. Mittelfristig werde ich aber wohl zu einem amerikanischen Broker wechseln.
Denn der einizige große Vorteil, den die comdirect aus meiner Sicht bietet, ist die automatische Steuerverrechnung gegenüber einer Erträgnisaufstellung und manueller Steuerüberweisung ans Finanzamt bei ausländischen Brokern...
- Als neu kennzeichnen
- Lesezeichen
- Abonnieren
- Stummschalten
- RSS-Feed abonnieren
- Kennzeichnen
- Anstößigen Inhalt melden
am 03.05.2019 18:04
Keine Bange. Auch diese Anbieter werden irgendwann die Transakttionspreise berechnen welche der Markt hergibt. In der Zwischenzeit hilft ein Blick in das Preisverzeichnis z. Bsp. Dividenden aus dem Ausland über 15 Euro kostet 5 Euro.
Da bin ich als Anleger und Nicht-Trader bei der CoDi besser aufgehoben.
- Als neu kennzeichnen
- Lesezeichen
- Abonnieren
- Stummschalten
- RSS-Feed abonnieren
- Kennzeichnen
- Anstößigen Inhalt melden
am 04.05.2019 13:12
Und keiner dieser "Broker" wird einen 24/7 Support bieten.
- Als neu kennzeichnen
- Lesezeichen
- Abonnieren
- Stummschalten
- RSS-Feed abonnieren
- Kennzeichnen
- Anstößigen Inhalt melden
am 04.05.2019 14:36
Denkt doch mal bitte jemand an die Kinder comdirect-Aktionäre!!! Wo sollen denn mit günstigen Handelsgebühren die Kursgewinne herkommen?
Viele Grüße
Weinlese
- Als neu kennzeichnen
- Lesezeichen
- Abonnieren
- Stummschalten
- RSS-Feed abonnieren
- Kennzeichnen
- Anstößigen Inhalt melden
06.05.2019 14:51 - bearbeitet 06.05.2019 20:19
@Kial schrieb:Keine Bange. Auch diese Anbieter werden irgendwann die Transakttionspreise berechnen welche der Markt hergibt. In der Zwischenzeit hilft ein Blick in das Preisverzeichnis z. Bsp. Dividenden aus dem Ausland über 15 Euro kostet 5 Euro.
Ich glaube eher, dass die comdirect dem Markt Ihre Transaktionspreise anpassen muss. Die Konkurrenzanbieter brüsten sich damit, die geringen Kosten aufgrund von Automatisierung und Digitalisierung anbieten zu können.
Alles, was noch nicht automatisch läuft und Geld kostet, wird an den Kunden weitergereicht* - beispielsweise die ausländischen Dividenden bei Trade Republic. Man arbeite daran, auch diesen Prozess zu automatisieren; von den wegfallenden Kosten sollen die Kunden dann auch wieder profitieren.
*) Das ist bei der comdirect übrigens auch so. Beispiel: Aktienkauf & -verkauf in unterschiedlichen Ländern, Clearstream-Gebühren für Abstimmungen etc. pp.
- Als neu kennzeichnen
- Lesezeichen
- Abonnieren
- Stummschalten
- RSS-Feed abonnieren
- Kennzeichnen
- Anstößigen Inhalt melden
am 06.05.2019 15:02
@Weinlese schrieb:Denkt doch mal bitte jemand an die
Kindercomdirect-Aktionäre!!! Wo sollen denn mit günstigen Handelsgebühren die Kursgewinne herkommen?
Auch hier ist es meiner Meinung nach genau andersherum. Wo sollen hier noch steigende Gewinne bzw. ein steigender Kurs der comdirect Aktie herkommen? Will man die teuren Gebühren weiter steigen lassen und seine verbleibenden Kunden immer mehr ausquetschen?
Langfristig müssen mehr Kunden gewonnen und auch gebunden werden. Das erreicht man mit marktüblichen Preisen.
Die Abwärtsspirale der Gebühren wird kommen und das ist schon lange klar. Die Kostentransparenz wurde (glücklicherweise!) schon reguliert / aufgezwungen.
Jetzt gilt es das Geschäftsmodell teilweise zu transformieren, alte und umständliche Prozesse zu verschlanken.
Wenn das zu kompliziert ist: ja mei, dann übernehmt Trade Republic solange die noch klein und billig sind. Aber macht bloß nicht deren Idee kaputt, denn sonst strömen die nächsten Konkurrenten garantiert nach.
Bei den Telekom-Unternehmen sieht man doch exemplarisch, wie das läuft / gelaufen ist.
- Als neu kennzeichnen
- Lesezeichen
- Abonnieren
- Stummschalten
- RSS-Feed abonnieren
- Kennzeichnen
- Anstößigen Inhalt melden
am 06.05.2019 15:08
@Goliath74 schrieb:Und keiner dieser "Broker" wird einen 24/7 Support bieten.
Ist das Hörensagen? Ich gebe zu, ich habe den Service der Konkurrenz (bisher) auch nicht ausgiebig geprüft. Aber Fakt ist, dass jetzt schon sämtliche Ami-Broker deutlich besseren Service (auch automatisiert!) bieten, als die comdirect.
Was brauche ich überhaupt für einen Service? Eine überlastete Hotline, wenn mal wieder das Onlinebrokerage fehlerhaft ist?
Habt ihr als comdirect-Kunden mal versucht bei kleineren US-Unternehmen an deren Hauptversammlungsvotings teilzunehmen? Wenn es denn klappt, ist das ein bürokratisches Monster mit hohem Zeit- und Kostenaufwand für alle Beteiligten.
- Als neu kennzeichnen
- Lesezeichen
- Abonnieren
- Stummschalten
- RSS-Feed abonnieren
- Kennzeichnen
- Anstößigen Inhalt melden
am 06.05.2019 15:11
Der Wettbewerb wird sicherlich zunehmen. Die Orderentgelte gingen meines Wissens in letzter Zeit auch in Richtung Norden.
TR ist momentan noch keine ernstzunehmende Konkurrenz. Wenn ich richtig liege ein Börsenplatz.?
Ob sich Wp-Geschäfte am Smartphone durchsetzen wird die Zukunft zeigen. Mir ist das zu klein.
22.05.2019 12:43 - bearbeitet 22.05.2019 12:44
- Als neu kennzeichnen
- Lesezeichen
- Abonnieren
- Stummschalten
- RSS-Feed abonnieren
- Kennzeichnen
- Anstößigen Inhalt melden
22.05.2019 12:43 - bearbeitet 22.05.2019 12:44
Lieber @comDe,
als zugegebenermaßen teilweise begeisterter comdirect-Kunde verstehe ich Deine Frage bzw. Deine Behauptung nicht.
@comDe schrieb:
@Weinlese schrieb:Denkt doch mal bitte jemand an die
Kindercomdirect-Aktionäre!!! Wo sollen denn mit günstigen Handelsgebühren die Kursgewinne herkommen?Auch hier ist es meiner Meinung nach genau andersherum. Wo sollen hier noch steigende Gewinne bzw. ein steigender Kurs der comdirect Aktie herkommen? Will man die teuren Gebühren weiter steigen lassen und seine verbleibenden Kunden immer mehr ausquetschen?
Langfristig müssen mehr Kunden gewonnen und auch gebunden werden. Das erreicht man mit marktüblichen Preisen.
[...]
Bei den Telekom-Unternehmen sieht man doch exemplarisch, wie das läuft / gelaufen ist.
Von "ausquetschen" kann bei den comdirect-Preisen keine Rede sein.
Vergleiche doch mal insbesondere die Neukundenkonditionen mit denen, die beispielsweise die rote Orderannahmestelle (sog. Filialbank) berechnet.
da gibt es dich tatsöchlich für das reine Auftragseintippen (ohne irgendeine Beratunsgleistung) ein Minimum von 20/25 Euro, bei größeren Orders 1 % - praktisch ohne Cap nach oben.
Das geht dann schon eher in Richtung "ausquetschen".
Vor allem, wenn Du Wertpapiere länger hältst und bei anderen Banken pro Position mindestens 20 Euro pro Jahr pro Posten zahlen musst. Für eine einmalige Dividendengutschrift und Hauptversammlungseinladung.
Das wäre heftig.
Mein persönlicher Rat wäre deshalb: Ein bisschen umsehen und dann Initiative gegen zu hohe Bankpreise ergreifen. Konto- und Depotwechsel nennt sich sowas.
Habe noch nie eine Unspaßkasse gesehen, die sogar Begrüßungsgeld zahlt wie Commerzbank/comdirect dies tun.
Kurz zusammengefasst: Auch wenn in der Traumdestination Pascalkehre nicht alles perfekt läuft, Abzocke könnte es woanders geben....
Liebe Grüße
Glücksdrache
- Als neu kennzeichnen
- Lesezeichen
- Abonnieren
- Stummschalten
- RSS-Feed abonnieren
- Kennzeichnen
- Anstößigen Inhalt melden
am 25.06.2019 08:06
@Glücksdrache schrieb:[...] als zugegebenermaßen teilweise begeisterter comdirect-Kunde verstehe ich Deine Frage bzw. Deine Behauptung nicht.
@comDe schrieb:
@Weinlese schrieb:Denkt doch mal bitte jemand an die
Kindercomdirect-Aktionäre!!! Wo sollen denn mit günstigen Handelsgebühren die Kursgewinne herkommen?Auch hier ist es meiner Meinung nach genau andersherum. Wo sollen hier noch steigende Gewinne bzw. ein steigender Kurs der comdirect Aktie herkommen? Will man die teuren Gebühren weiter steigen lassen und seine verbleibenden Kunden immer mehr ausquetschen?
Bei den Telekom-Unternehmen sieht man doch exemplarisch, wie das läuft / gelaufen ist.
Von "ausquetschen" kann bei den comdirect-Preisen keine Rede sein.
Das "Ausquetschen" bezog sich auf den Post von @Weinlese, der/die Preissteigerungen bei den Ordergebühren (vermutlich ironisch) als sinnvolle Maßnahme zur Steigerung des Aktienkurses dargestellt hat. "Ausquetschen" hatte ich bewusst gewählt, damit klar wird, dass man mit Verteuerung keine Kunden gewinnt/ hält.
Du schreibst ja selbst:
Mein persönlicher Rat wäre deshalb: Ein bisschen umsehen und dann Initiative gegen zu hohe Bankpreise ergreifen. Konto- und Depotwechsel nennt sich sowas.
Mein Post ist keineswegs als reines Bashing der comdirect Preiskonditionen gedacht. Ich bin zwar kein Aktionär, aber als langjähriger Kunde auch ein kleines bisschen wohlwollend.
Vor meinem Depotwechsel wollte ich mit meinem Beitrag auf den Punkt aufmerksam machen, der mich bei der comdirect am meisten stört. Und zwar so sehr, dass ich bereit wäre, meine Kundenbeziehung etwas zurückzubauen.
Und bitte keine Vergleiche mit dem Sparkassen-Dinosaurier. Wir möchten uns doch alle weiter entwickeln und nach Besserem* streben, oder?
*) Coole, erstrebenswerte Verbesserungen im Brokerage, wenn auch Off Topic:
- Kostenlose Orderbücher mit Markttiefe wie bei den großen Krypto-Börsen oder TD Ameritrade / ThinkOrSwim.
- Außerbörslicher Handel an ausländischen Börsen.

- Morgan Stanley Aktion in Anregungen
- 12 % Zinsen mit der Société Générale Aktienanleihe Protect auf Tesla in Wertpapiere & Anlage
- „Tag der Aktie“ - 29. Oktober / Was könnte man kaufen? in Wertpapiere & Anlage
- Erfahrungsbericht: Kontokündigung / Kontosperre durch comdirect in Konto, Depot & Karte
- Wie kann die comdirect zu n26 und revolut aufschließen in Anregungen