längerfristiger Sparplan: besser ETF oder Indexzertifikat?

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Xeronimo
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Ich möchte gerne längerfristig sparen, entweder in einen ETF welcher einen Index 'kopiert' oder halt ein Index-Zertifikat.

 

Ich bin mir aber nicht sicher was kostenmässig besser ist ... 

 

Der ETF LYX0AG hat, zumindest aktuell, keine Kosten beim Kauf, aber dafür Gesamtkosten die stetig steigen (mit dem Volumen meines Sparplanes). Das ist natürlich nicht ideal da dies ja die Rendite beeinträchtigt.

 

Das Indexzertifikat 590603 hingegen hat keine Kosten während der Haltedauer und die Kaufkosten sind fix (jedes Jahr die gleichen; für die neu hinzugekauften Anteile), jedoch wesentlich höher als die des ETF (was sich aber mittelfristig ausgleicht und danach ist der Index billiger).

 

Insgesamt erscheint mir, über längere Zeit gesehen, das Zertifikat doch besser? Oder übersehe ich etwas?

 

Danke

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@Xeronimo  schrieb:

Das Indexzertifikat 590603 hingegen hat keine Kosten während der Haltedauer


Kostenlose Mittagessen gibt’s nicht, bzw.: There ain’t no such thing as a free lunch. Auch ein Indexzertifikat kostet natürlich etwas, die Kosten sind nur besser versteckt (dir entgehen Mehrerträge durch Wertpapierleihe und durch die Nutzung von Quellensteuervorteilen). Wegen der geringeren Transparenz sind sie höchstwahrscheinlich höher als bei einem guten ETF.

 

Selbst wenn ein Indexzertifikat tatsächlich billiger wäre, würde ich wegen des Emittentenrisikos trotzdem einen Fonds nehmen; jedenfalls wenn es um eine langfristige Anlage eines signifikanten Anteils meines Vermögens ginge.

Xeronimo
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In diesem Falle interessiert mich ein Index Zertifikat der Commerzbank. Das heisst wenn die Commerzbank irgendwann pleite wäre, dann wären auch all meine Zertifikate nichts mehr wert?

 

Und bei eisem ETF der Commerzbank wäre das nicht der Fall? Der würde seinen Wert behalten?

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@Xeronimo  schrieb:

In diesem Falle interessiert mich ein Index Zertifikat der Commerzbank. Das heisst wenn die Commerzbank irgendwann pleite wäre, dann wären auch all meine Zertifikate nichts mehr wert?

 

Und bei eisem ETF der Commerzbank wäre das nicht der Fall? Der würde seinen Wert behalten?


Richtig. Fonds/ETFs sind (als sogenanntes Sondervermögen) wirtschaftlich getrennt vom eigenen Vermögen der Fondsgesellschaft; sollte die insolvent werden, sind die im Fonds enthaltenen Wertpapiere immer noch da und stehen den Fondsanlegern zu. Zertifikate sind dagegen Inhaberschuldverschreibungen, d.h. der Eigentümer hat nur einen Zahlungsanspruch gegen den Emittenten. Im Insolvenzfall läßt sich der nicht mehr realisieren (oder es gibt im günstigsten Fall nach jahrelangem Verfahren eine kleine Quote aus der Insolvenzmasse).

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@Xeronimo

 

hey, vorweg möchte ich bitten meine Frage nicht falsch zu verstehen, aber du scheinst neu in derr Materie zu sein, und gefühlt gibt es einige Verständnisprobleme.

Vielleicht könntest du einen Thread nutzen, um deinen Kentnisstand/Wissensstand dar zu legen, und dein Vorhaben zu schildern, vielleicht kommt man dann besser in eine Diskusion, tendenziell verstehe ich die Fragen als Ja/Nein Fragen, aber und das ist wirklich keines Wegs böse gemeint, scheint es mir als gäbe es noch ein paar fundamentale Missverständnisse.

 

Auch wenn du grundsätlich natürlich auf dem Richtigen Weg bist.

 

Ein Tipp den ich dir an dieser Stelle mal geben möchte, ist:

 

-Rufe eines der beiden Wertpapiere auf

 

-geh auf den Reiter "Chart"

 

-in der rechten Spalte gibt es den Punkt vergleich

 

-klicke dort die Lupe an, und Füge die andere WKN in der Suche ein

 

-wähle über den Chart "5 Jahre"

 

Dann sind beide zum Anfang es betrachteten Zeitraums auf 100% gesetzt, und du kannst sehr gut sehen, das der ETF eine deutliche Outperformance zeigt, und somit zumindest vor 5 Jahren die bessere Wahl gewesen wäre (und vermutlich auch zukünftig, aber vergangene Wertentwicklungen sind kein Indikator für zukünftige etc.)

 

Ich denke dir hat sich irgendwo ein Denkfehler eingeschlichen, ich hoffe wir können das alles noch klären Smiley (zwinkernd)

PatrickGER
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Hätte mal eine Fragen zum gegenteil.... Habe mir gestern einen Sparplan angelegt für das ETF Nr 110.

 

 

Für ein Jahr.   Wollte eigentlich nicht langfristig damit Sparen, da ich nur für ein anderes Auto und für ne andere Wohnung sparen - laut beiträgen ist diese Anlegeform eher für Langfristiges geeignet sein (8-10 Jahre), jedoch nicht für mein Anliegen.

 

Es Fallen ja jetzt kosten an. Fallen diese Kosten an, wenn mein erstes ETF im Juni gekauft wird, ich aber den Sparplan jetzt "Kündige"?

 

Wie geht das Überhaupt? Bin euch für jede Hilfreiche antwort dankbar!

Xeronimo
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Vielen Dank! Und ich gelobe Besserung Smiley (zwinkernd) 

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@Xeronimo

 

erst mal vielen dank, das du meinen Beitrag scheinbar nicht negativ aufgenommen hast Smiley (zwinkernd)

 

Hattest du den Chart Vergleich mal ausprobiert?

 

Habe halt das gefühl das du es dir sogar zu kompliziert machst.

 

interessant wäre sowas wie: Möchte gerne monatlich 500 Euro mittels Sparplan anlegen, diese werde ich innerhalb der nächsten x Jahre wohl nicht benötigen, für ungeplante Ausgaben (z.B. Auto Reperatur) habe ich was auf seite gelegt, zudem suche ich für meine 5.000 Euro auf dem Sparbuch eine nette alternative.

 

wenn es im Monat keine Unsummen sind, die du Sparen möchtest, ist es häufig schon sehr hilfreich zu schauen, das man sich 3 Produkte aussucht, und nachher vielleicht mal vergleicht, und im laufe der Zeit (bitte nicht steinigen) dann wirklich versucht zu verstehen, was man da überhaupt kauft.

 

Weil es so viele Anlage Möglichkeiten gibt, und das Wichtigste ist quasi ersteinmal überhaupt an zu fangen.

Allein bei ETF gibt es schon so viele Unterschiede, willst du replizierend, oder swap basiert, ist dir ne Werpapierleihe recht, wie hoch ist die TER, lieber ausschüttend oder thesaurierend, ein Index ETF, oder doch ein Smart Beta ETF...

Oder doch lieber Zertifikate, oder aktiv gemanagte Fonds (Performance Gebühr, aber wenn dann bitte mit high water mark)

 

Die fragen sind quasi sehr speziell, ohne das ich mir einen Reim daraus machen kann, was dein Ziel ist, deswegen wäre dir eventuell eher geholfen, wenn du deine Intentionen nennen würdest, und dann Tipps ein holst, wie gesagt es wäre mein Tipp, natürlich bitte kein Offenbarungseid, grob abstecken was dir finanziell vor schwebt und wenn der Barbestand eben hoch wäre dann so etwas wie mehr als 15.000 Euro für die Einmalanlage (die meisten halten eine Einzelanlage erst ab mindestens 1.500 Euro für Wirtschaftlich)

Xeronimo
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Also ...

 

Ich bin 43 und ich möchte 'längerfristig' (bis 60 oder so) pro Monat 2000 Euro investieren. So einfach und effektiv wie möglich ... nachdem ich mich jetzt hier ein bisschen informiert habe spiele ich mit dem Gedanken die 2000 Euro in den A1W8SB zu stecken. Damit hab ich World + Emerging Markets in einem Bündel. Und die Rendite sollte ganz ok sein ...

 

Was hälst du davon? 

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@Xeronimo

 

okay, mit son einer Situation hätte ich nicht gerechnet, mein Fall wäre ein einzelnes Wertpapier nicht.

 

Sparplan ist natürlich unwirtschaftlich bei einer solchen Summe pro Monat in einem einzelnen Wertpapier.

 

Reizt du deinen Sparerpauschbetrag bereits aus? Sonst wären besonders am Anfang auch ausschüttende ETF's interessant, da bei thesaurirenden nur die Vorabpauschale davon abgezogen werden könnte.

 

Das so einfach wie möglich finde ich bei einem manuellen Sparplan schwierig. Nur um es mal ganz kurz in den Ring zu werfen, hast du dir mal cominvest angeschaut?

Hier könntest du einen Sparplan mittels dauerauftrag auf das Verrechnungskonto realisieren, dort ist eine 0,95% all inklusive fee pro Jahr fällig, aber wenn die Performance stimmt sind die Gebühren quasie egal (meine Meinung, zeig mir einen Fonds der 10% gebühren nimmt und die letzten 5Jahre durchweg ne outperformance gegenüber dem MSCI World gezeigt hat, und ich kaufe ihn ).

 

Würdest du sagen, das du dich einmal um deine Anlage kümmern möchtest und dann quasie nie wieder, oder wenn mehr erfahrung da ist, auch mal Aktien bei mischen möchtest?