Kontokündigung

lamairena
Autor ★
Beiträge: 4
Mitglied seit: 07.11.2018

Aus heiterem Himmel und ohne jeden Hinweis auf einen Anlass wurden meine beiden seit Jahren bestehenden comdircect Kontoverbindungen (Giro, Depot, TG+VerrKto) durch comdirect vollständig gekündigt. Die Konten waren stets im Haben. Irgend ein Anlass ist für mich nicht ersichtlich. Auf Rückfrage wurde lediglich auf die AGB  und die Reklamationsstelle Bankenverband verwiesen.Gibt es dafür irgendeine Erklärung?  Ich finde das Ganze sehr irritierend, zumal ich mit den Leistungen der Bank bisher sehr zufrieden war. 

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97 ANTWORTEN
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@lamairena  schrieb:

Gibt es dafür irgendeine Erklärung? 


Das ist keine schöne Erfahrung...

Hier in der community wird dir niemand konkret helfen können.

Mein Rat: wenn du bei der comdirect bleiben möchtest, dann nimm dir sofort einen Anwalt.

Experte ★★
Beiträge: 468
Mitglied seit: 02.11.2017

konkret wird Dir wohl keiner der User helfen können; aber vielleicht haben andere Kunden auch Kündigungen erhalten...

Geheimrat
Autor ★★
Beiträge: 25
Mitglied seit: 02.01.2018

Es haben hier schon gelegentlich andere berichtet, daß Ihr Konto plötzlich und ohne Angabe von Gründen durch die Bank gekündigt wurde.

Über die Ursachen konnte daher nur spekuliert werden, seien es große Überweisungseingänge aus (möglicherweise steuerpflichtigen) Bitcoin-Gewinnen, oder hohe Bareinzahlungen (Geldwäscheverdacht)...

 

Mir wird nachträglich mulmig, weil ich vor Jahren mal 2000 Euro Bargeld aus dem Verkauf meines Autos am Einzahlautomaten auf mein Konto eingezahlt habe. Es ist damals folgenlos geblieben, aber womöglich bin ich nur haarscharf an der Kontokündigung vorbeigeschrammt?

 

Es wäre schon sehr im Sinne des Kunden, wenn wir die "gefährlichen" Transanktionen und deren Limit kennen würden. D.h. ab wann man vorher bei der Bank fragen muß, und ab welchen Beträgen man gar nicht erst fragen braucht...

Tobsen
Autor ★★
Beiträge: 32
Mitglied seit: 18.11.2016

Ich finde ehrlich gesagt, dass das allein aus dem Transparenzgedanken der DSGVO eine umfängliche Erläuterung zu dieser Kündigung folgen muss. Genau darum geht es nämlich: man muss als Betroffener Prozesse und Entscheidungen nachvollziehen können.

 

Es steht einem frei, trotzdem anderer Meinung zu sein. Aber man muss zumindest die Gründe offenlegen, um Fehler seitens des Entscheiders korrigieren zu können.

 

Es besteht eine eindeutige Pflicht, dass die Bank klar machen muss, ob es um eine automatisierte oder manuelle Entscheidung handelt. Bei ersterer muss auch das System und wie die Entscheidung zustande gekommen ist offengelegt werden. Bei letzteren würde es Sinn machen, die Gründe auch tatsächlich mitzuteilen.

 

Ich finde es auch sehr gut, dass dieser Threa hier eröffnet wurde. Denn für mich als bestehenden Kunden sind solche Vorgänge und erst Recht die Erläuterungen der Bank äußerst interessant. Ich ziehe dann nämlich auch meine Schlüsse und Entscheidungen daraus.

Experte ★★★
Beiträge: 678
Mitglied seit: 02.12.2017

Irgendein US-Bezug vielleicht (Staatsangehörigkeit, Wohnsitz)?

Experte ★
Beiträge: 164
Mitglied seit: 17.08.2018

@Tobsen  schrieb:

 

Ich ziehe dann nämlich auch meine Schlüsse und Entscheidungen daraus.


Aber leider nicht nur Du, sondern leider auch die bösen Jungs und Mädchen, die dann genau wissen wann und wo die Alarmglocken anfangen zu leuten. Und genau deshalb werden wir hier nicht viel mehr erfahren.

Social-Media-Team
Social-Media-Team
Beiträge: 1131
Mitglied seit: 21.07.2016

Hallo zusammen,

 

natürlich wird kein Konto von uns einfach so aus Lust und Laune gekündigt.

 

Bitte habt aber auch Verständnis dafür, dass wir hier öffentlich nicht über mögliche Gründe diskutieren werden. Gemäß unserer AGB haben wir das Recht, eine Kontoverbindung ohne Angabe von Gründen zu kündigen. Dieses Recht wird auch dem Kunden eingeräumt.

 

Viele Grüße, Mario


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Tobsen
Autor ★★
Beiträge: 32
Mitglied seit: 18.11.2016

@SMT_Mario

Natürlich (und davon geht jeder aus) sollte die Bank hier nicht den konkreten Fall erläutern. Alles andere wäre bedenklich.

 

Dein Bezug auf die AGB ist aber leider sehr wackelig. Denn wenn AGB ohnehin dem Gesetz widersprechen, hat der Passus keine Gültigkeit. Gern machen es sich Unternehmen da sehr einfach.

 

Es bleibt der Verweis auf Art. 22 DSGVO. Danach muss das Unternehmen auf Nachfrage die Entscheidungsgrundlage offenlegen. ... egal was in den AGB steht! Und darauf würde ich an Stelle von @lamairena auch beharen.

 

Natürlich hat @Elbblick auch Recht. Das ist natürlich ein Problem. Aber das Problem darf nicht dazu führen, dass Prozesse (die zu einem persönlichen Nachteil führen) nicht mehr nachvollzogen werden können. BTW: Die Schufa steht da in den nächsten Monaten natürlich vor einem viel größeren Problem.

 

Mein Standpunkt ist unverändert: wenn ein Unternehmen ohne Erklärung nach Jahren eine Kontoverbindung kündigt und das nicht mal erläutert ist das ein Unding!

Mentor ★
Beiträge: 1272
Mitglied seit: 26.05.2017

Solche Threads verfolge ich immer mit viel Skepsis. Es gab auch schon derartige Diskussionen anderenorts und im Zusammenhang mit anderen Banken.

 

Die Bank wird aus freien Stücken niemals ihre Beweggründe für die Kündigung bekanntgeben. Ob da die DSGVO etwas ändert oder nicht, kann ich nicht bewerten - IANAL.

 

Nach mehreren solchen Threads (nicht nur hier!) bin ich allerdings ziemlich geneigt, der Aussage von Bank-Insidern zu glauben, dass die Betroffenen sich zu 99% selbst die Frage nach dem Kündigungsgrund beantworten können. Damit will ich nicht sagen, der Threadersteller lügt, vielleicht ist er ja auch der 1%-Fall. Aber alltäglich und für die Bank angenehm sind solche Kündigungen ganz sicher nicht.

 

baha