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am 13.08.2020 22:46
Liebe Community,
wenn von Investition in Gold die Rede ist, dann oft oder sogar meistens in physisches Gold, d.h. das man sich Barren oder Münzen kauft und zu Hause oder im Safe einer Bank o.ä. lagert.
Ich möchte Gold meinem langfristigen Depot (10+ Jahre) beimischen, aber der physische Besitz erscheint mir etwas sonderbar. Ich glaube, dass Gold mit der Zeit immer teurer wird und würde einfach ein Hebelzertifikat (CJ5R0V) kaufen.
Die Gründe für den physischen Besitz klingen immer etwas abenteuerlich (Fluchtauto bezahlen, wenn Geld wertlos geworden ist und jeder ums Überleben kämpft). Gibt es noch andere Gründe die gegen das Zerti und für den Barren sprechen, außer indirekte Gebühren an den Emittenten durch Hochziehen der KO-Schwelle oder Ausfallrisiko des Emittenten)? Übersehe ich etwas?
Viele Grüße,
Bobo
Gelöst! Gzum hilfreichen Beitrag.
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am 13.08.2020 23:07
OK, gehen wir die Sache streng logisch an:
Du erwartest einen steigenden Goldpreis.
Der Goldpreis steigt aber nur, wenn die Nachfrage nach physischem Gold schneller ansteigt, als die Minen die Produktion erhöhen können.
Mit anderen Worten: Du erwartest, daß die Masse der Anleger physisches Gold kauft.
Die Gretchenfrage ist: wer ist klüger? Du oder die Schwarmintelligenz der Anleger?
Wenn du dich für überdurchschnittlich klug hältst, dann kaufst du Zertifikate; ansonsten physisches Gold.

am 13.08.2020 23:34
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am 13.08.2020 23:34
Wenn man mit dem Goldpreis spekulieren will, dann sind Zertifikate oder Fonds geeignet. Betrachtet man es als Absicherung, dann sollte man es physisch kaufen. Wobei ich von Barren absehen würde, da zu viele Fälschungen im Umlauf sind. Handelsübliche Münzen sind die bessere Wahl.
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13.08.2020 23:37 - bearbeitet 13.08.2020 23:38
Selbst in der neueren Geschichte gab es diverse Goldverbote, die den privaten Besitz von Gold theoretisch untersagten. In solch einem Fall würde ein simpler Knopfdruck reichen, um Anleger um ihre Zertifikate, Xetra-Gold o.ä. zu bringen. Das sind also nicht nur Sorgen von Überlebenskämpfern im Fluchtauto. Hinzu kommt, dass mit physischem Gold gefühlt weniger Steuerunfug getrieben kann als mit anderen Gold-Anlageformen.
Unsere Regierung hat zudem in den letzten 12 Monaten sehr viel unternommen, um die beiden o.g. Punkte zu unterstreichen (Grenze für anonymen Goldankauf auf 2.000€ gesenkt; neue Besteuerung von Gold-ETCs).
Wenn du sowieso davon ausgehst, dass Gold steigen wird, wieso dann noch extra einen Hebel? Einfach wegen der Gier nach "noch mehr"? Dafür ist Gold die falsche Anlageklasse
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14.08.2020 10:10 - bearbeitet 14.08.2020 10:39
Also die Vorposter haben eigentlich schon alle Argumente aufgeführt.
Physisches oder Papiergold ist nicht einfach so 'ne Frage wie "Apple oder Microsoft".
Den Vorteil den physisches Gold in Krisenzeiten oder Zeiten deren Eigenschaften wir bis jetzt noch nicht kennen ("the unknown unknown") bringt, bezahlst du mit Renditeverlust und Aufbewahrungskosten. Ich wollte letztens einen Krügerrand verkaufen und musste entsetzt feststellen, dass der Ankaufspreis gute 6% niedriger liegt. Vergiss es, die bleiben alle bis zur Zombie-Apokalypse liegen.
Dafür bist du bei anonym gekauften Gold relativ sicher vor den meisten noch nicht bekannten Tricks des Staates an dein Gold Geld zu kommen.
Übrigens, der so brachial geförderte Umstieg auf E-Autos kratzt ganz stark an den ca. 41 Mrd. Einnahmen p.a. aus Mineralölsteuer, die müssen wieder dringend reinkommen, am besten von reichen Spekulantensäcken, da schreien am wenigsten, aber das nur am Rande.
Auch wird immer so auf dem schönen Roggenmischbrot das man sich in Krisenzeiten nicht mit einem Goldbrocken kaufen kann herumgekaut, ich halte es aber für sinnvoller in Krisenzeiten mit den Brocken das Haus meines pleite gegangenen Nachbarn zu kaufen, Ansichtssache.
Also auch meine Meinung: Zum Spekulieren schönes Papiergold und gegen das flaue Gefühl im Magen einige physische Goldmünzen.
Schönes Wochenende ihr Goldsäcke (m,w,d)
hx.
(Prof. Dr. A. Celentano, Universität Mailand, 1967, Finanzprognostiker)
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am 14.08.2020 10:53
Also bei etlichen zertifizierten Online-Händlern und Händlern vor Ort von "etlichen Fälschungen die im Umlauf sind" zu sprechen zeugt für mich nicht gerade von Fachwissen. Als könnte sich eine dieser Verkaufs-Seiten leisten auch nur EINE EINZIGE gefälschte Münze zu verkaufen.
Wenn ich natürlich eine Gold-Unze auf Ebay für 1.300€ finde im aktuellen Markt und die dann kaufe ---> Fälschung <-- dann muss man sich auch nicht mehr wundern.
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14.08.2020 11:46 - bearbeitet 14.08.2020 17:10
@haxo schrieb:
Dafür bist du bei anonym gekauften Gold relativ sicher vor den meisten noch nicht bekannten Tricks des Staates an dein
GoldGeld zu kommen.Übrigens, der so brachial geförderte Umstieg auf E-Autos kratzt ganz stark an den ca. 41 Mrd. Einnahmen p.a. aus Mineralölsteuer, die müssen wieder dringend reinkommen,
Das ist kein Problem, die Politik ist kreativ (wenn es um anderer Leute Geld geht).
Vor ca 20 Jahren drohten Mineralsteuerausfälle, weil Raps-Methyl-Ester (RME, "Biodiesel") als Treibstoff populär wurde, und Raps definitiv kein Mineralöl ist.
Die Lösung: einfach eine neue Steuer ("Energiesteuer" statt "Mineralölsteuer") erfinden, dann verschwindet RME von der Tankstelle und das Rapsöl taucht im Supermarkt wieder auf.
Kurios: Als Biodiesel noch "hipp" war, galt Rapsöl als für die menschliche Ernährung ungeeignet (bzw minderwertig), seit der Besteuerung von RME gilt Rapsöl als besonders gesund.
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am 14.08.2020 12:27
@dg2210 , in diesem Fall nicht ganz, solange es immer noch möglich ist, sein E-Fahrzeug an der Haushaltssteckdose aufzuladen, das machen wir z.B., E-Golf von ca. 30% auf 100% = ca. 10 Std bei 220V, zahlt man keine anderen Steuern als Oma Krause für ihre 30°-Wäsche.
Da können die nicht so einfach aus der Kalten 80% draufschlagen
(Prof. Dr. A. Celentano, Universität Mailand, 1967, Finanzprognostiker)
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14.08.2020 12:51 - bearbeitet 14.08.2020 12:53
Wir haben ja dank Energiewende schon den teuersten Strom Europas . Da braucht man nicht noch mehr auf den Strompreis aufschlagen.
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am 14.08.2020 13:31
@haxo Dann verpflichten sie die Zulassungstellen für E-Auto's einfach automatisch den Stromanbieter oder dem Staat Bescheid zu geben. Der sich dann die entsprechende Gebühr von dir holt 😉
Der Staat ist da doch kreativ
*hust* automatische Meldung der Rundfunkgebühr vom Einwohnermeldeamt *hust*

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