am 22.08.2026 10:57
Die Gutschrift fälliger Wertpapier-Erträge für IE00B4X9L533 soll laut Gesellschaft am 21.08.2026 erfolgen. In der Abrechnung steht "zahlbar ab 21.08.2026". Die Valutierung erfolgt "Valuta 25.08.2026".
Aus welchem Grund verzögert comdirect die Valutierung?
am 22.08.2026 11:01
Hallo und herzlich vollkommen!
Der Fonds wird in USD geführt ->es erfolgt noch eine Umrechnung und damit einhergehend eine Verzögerung.
Gruß Crazyalex
22.08.2026 11:07 - bearbeitet 22.08.2026 11:09
Die Ausschüttung ist in USD und wird in Euro konvertiert, daher die Valutierung. Anders wäre es, wenn man die Ausschüttung ohne Konvertierung auf ein USD-Konto erhalten würde. Nichts ungewöhnliches. Das kenne ich von meinen Fonds in Fremdwährung auch.
am 22.08.2026 11:26
Bei der ING-Diba wurde die Gutschrift für den USD-ETF LU0340285161 Zahltag 18.08.2026 Valuta 18.08.2026 am 20.08.2026 gebucht.
Andere Institute brauchen zwar länger mit der Abrechnung, dafür stimmen Zahl- und Valutatag überein.
22.08.2026 11:29 - bearbeitet 22.08.2026 11:31
Dann lagere die entsprechenden Fonds zur ING-Diba um. Bei comdirect ist die Verzögerung jedenfalls normal.
22.08.2026 11:32 - bearbeitet 22.08.2026 11:33
Ich find's immer lustig: Das ist ein Thema, das mich eigentlich überhaupt nicht stört.
Bei den Kleckerbeträgen ist es mir vollkommen egal, ob das jetzt 2 Tage später ist oder nicht.
Ich denke mir immer, dass das ein Thema ist, dass nur in den Köpfen ein Problem darstellt - solange die Beträge nicht so groß sind, dass 2 Tage echt was ausmachen...
Gruß Crazyalex
am 22.08.2026 17:23
@Crazyalex schrieb:Ich find's immer lustig: Das ist ein Thema, das mich eigentlich überhaupt nicht stört.
Bei den Kleckerbeträgen ist es mir vollkommen egal, ob das jetzt 2 Tage später ist oder nicht.
Ich denke mir immer, dass das ein Thema ist, dass nur in den Köpfen ein Problem darstellt - solange die Beträge nicht so groß sind, dass 2 Tage echt was ausmachen...
V.a. wenn man zuerst absichtlich einen in USD denominierten Fonds kauft, kein USD-Konto hat und dann jedesmal die Bank umrechnen lassen muß. Bei solchen Gegebenheiten muß ich immer an die arme Kuh Elsa denken.
am 22.08.2026 20:43
Wie oben schon geschrieben sind es die (zumindest bei der comdirect) üblichen 2 Bankarbeitstage für die Währungskonvertierung. Hier kommt dann halt noch das Wochenende dazu, und dann werden daraus 4 Kalender-/Zinstage.
Eine rückwirkend korrekte Valutierung sollte eigentlich selbstverständlich sein, würde aber (für den Kunden) keinen Unterschied machen, da die Bank weder bereit ist Guthaben auf dem Giro-/Verrechnungskonto zu verzinsen, noch die Nutzung des Tagesgeldkontos als Verrechnungskonto zu ermöglichen. Auch dürften die Beträge in der Regel nicht der Rede wert sein, viel ärgerlicher finde ich da andere Unarten wie bspw. die Clearstream-Gebühren. Für die Bank dagegen machen die 2+x Zinstage vermutlich einen großen Unterschied wenn man sich mal überlegt, was da über das Jahr verteilt und über alle Kunden hinweg wohl an Ausschüttungen zusammenkommt.
Andere Broker zeigen, dass es problemlos möglich ist, die Erträge direkt am Zahltag dem (verzinsten) Verrechnungskonto gutzuschreiben. Selbst bei der örtlichen Volksbank liegt nur 1 Tag zwischen Zahltag und Gutschrift auf dem Konto. Das liegt vielleicht auch daran, dass die „traditionellen Banken“ sich seit den 90er-Jahren weiterentwickelt haben. Bei der comdirect - so zumindest meine Wahrnehmung - begnügt man sich damit, das umzusetzen, was vom Gesetzgeber gefordert wird, und hier dann am besten auch gleich über das Ziel hinauszuschießen.
am 22.08.2026 21:06
Oder weil andere Banke schon in Vorleistung gehen, bevor sie von der Zahlstelle die Gutschriften erhalten. Klar, dem Kunden kann es egal sein, was zwischen Bank und Zahlstelle abläuft, aber wäre ich in einer ähnlichen Situation, würde ich Geld Anderer nicht vorschießen und darauf vertrauen, es dann von der entsprechenden Partei zu bekommen.
am 22.08.2026 21:52
@Floppy85 schrieb:Oder weil andere Banke schon in Vorleistung gehen, bevor sie von der Zahlstelle die Gutschriften erhalten. Klar, dem Kunden kann es egal sein, was zwischen Bank und Zahlstelle abläuft, aber wäre ich in einer ähnlichen Situation, würde ich Geld Anderer nicht vorschießen und darauf vertrauen, es dann von der entsprechenden Partei zu bekommen.
Du würdest es nicht tun, und auch eine Bank würde es nicht tun. Das mit der Vorleistung ist ein Mythos. Der Begriff wurde hier im Forum schon mehrfach seitens der comdirect gestreut, und scheint sich festgesetzt zu haben. Unter anderem ging es dabei wie hier um die gegenüber anderen Banken verzögerte Zahlung von Erträgen in Fremdwährung, oder auch um verzögerte Einbuchung von Wertpapieren bei Kapitalmaßnahmen während die Papiere bei anderen Brokern bereits an Tag 1 im Depot liegen. Dasselbe auch bei den bereits erwähnten Clearstream-Gebühren, die von anderen Brokern komischerweise überhaupt nicht erhoben werden. Offizielle Argumentation der comdirect zu diesen Themen ist, dass das alles nicht in ihrem Einflussbereich läge und man es sich nur dadurch erklären könne, dass die anderen Banken einfach in Vorleistung gehen bzw. die Gebühren aus der eigenen Tasche bezahlen.
Diese Erzählung ist aber vollkommener Blödsinn. Banken gehen nicht in Vorleistung, Neo-Broker schon dreimal nicht. Warum sollten sie auch? Keine Bank zahlt Gelder an Kunden aus, das sie selbst noch gar nicht erhalten hat. Keine Bank bucht Wertpapiere in ein Kundendepot, über die sie selbst nicht verfügt. Keine Bank übernimmt externe Gebühren aus der eigenen Tasche, die sie problemlos an die Kunden weiterbelastet könnte. Außer natürlich sie hat diese Gebühren an anderer Stelle bereits eingepreist. Da andere Broker im Vergleich zur comdirect ähnliche oder sogar günstigere Konditionen anbieten, dürfte das aber wohl eher nicht der Fall sein.