am 03.07.2026 07:13
Habe vor einem Jahr eine Rheinmetall-Aktienanleihe gezeichnet. Der Kupon (13,5%) war am 30.06.2026 fällig. Die Ausschüttung erfolgte jedoch mit einem falschen Zins (17,43196 %) und war daher zunächst viel zu hoch. Dementsprechend wurde auch zu viel Kapitalertragssteuer und Soli abgeführt.
Seit dem 30.06. wird nun täglich gebucht (Storno, neue Gutschrift, erneutes Storno, erneute Gutschrift usw.). Habe da inzwischen die Übersicht verloren. Zudem scheinen die Angaben aus der Steuerübersicht, zu finden unter dem Menupunkt Verwaltung, (noch) nicht alle Buchungen zu berücksichtigen. Unterm Strich sieht es momentan so aus, als ob, gemessen an der mittlerweile korrigierten Ertragsgutschrift, ein viel zu hoher Steuerbetrag gebucht bzw. abgeführt wurde.
Bedeutet das ganze jetzt, dass ich mir die zuviel gezahlten Steuern erst mit der Steuererklärung im nächsten Jahr zurückholen kann, vorausgesetzt dass es comdirect bis dahin bewerkstelligen wird, alle entsprechenden Buchungen korrekt abzuschliessen, so dass dann sowohl die Steuerübersicht als auch die Steuerbescheinigung stimmen??
Hat jemand hier in der community ähnliche Erfahrungen gemacht?
Gelöst! Gzum hilfreichen Beitrag.
am 03.07.2026 07:23
guten morgen
es gibt schon mal steuerlich falsche Abrechnungen, die aber i.d.R. durch Storno und Neubuchung korrigiert werden
bei Dir scheint es den seltenen Fall zu geben, dass es auch noch mehrfach storniert und neu abgerechnet wird
wenn Du selber den korrekten Betrag berechnen kannst, dann warte einfach noch ein paar Tage, bis es aus Deiner Sicht passt
kannst Du es selbst nicht ermitteln, oder passt es nicht zu Deinem Ergebnis, dann musst Du Dich an den Kundenservice wenden und um Aufklärung bitten
wie gesagt, ich würde einfach ein paar Tage abwarten, da es sich normalerweise von selbst reguliert und (hoffentlich nicht) bis zum Jahresende ist ja noch Zeit...
übrigens scheint es gerade generell Abrechnugsprobleme zu geben, da die Quartalsabrechnung (zumindest bei mir) auch noch auf sich warten lässt
am 03.07.2026 07:42
Habe im vorangegangen Post nicht unterschieden zwischen den Zins- und Ertragsabrechnungen (Spitzenausgleichsbetrag neben der Lieferung des zugrunde liegenden Basiswertes). Aber auch die per Coupon erhalten Zinsen waren mit 2,7% offenbar viel zu niedrig ...
Aber ich warte jetzt erst einmal ab. 😉
am 03.07.2026 17:04
Hallo,
ich habe gestern den Support von SG kontaktiert, und die Clearingstelle, die Deutsche Börse hat das offenbar verbockt.
Ursache ist der Nennwert von 2000 EUR, vorher war wohl 1000 EUR das Maximum.
Zu erwarten ist jedenfalls:
Eine Aktie, die ist bei mir nach hin- und her wieder aufgetaucht.
Eine Ausgleichszahlung, das könnte die 174,32 EUR sein, die ebenfalls hin- und her gebucht worden sind.
13,5% Kupon (270 EUR, und hier der Rechenfehler: 270 EUR von 1000 EUR sind 2,7%) das fehlt noch.
Der Comdirect Support ist hilfsbereit, kann aber nicht helfen.
Der Fachbereich hat trotz Zusage sich in 1-2 Tagen zu melden dies nicht getan 😞
Zu erwarten wäre eigentlich, das comdirect alle betroffenen Kunden proaktiv informiert, das es einen Abrechnungsbug gibt.
Das man daran arbeitet und als Entschädigung für die Unannehmlichenkeiten ein Guthaben von 10 EUR pro Anteilsschein bekommt.
Nette Grüsse Jörg
am 06.07.2026 20:21
am 06.07.2026 20:21
Hallo Floydophile & Jörsch,
habe genau dasselbe Problem, statt der notwendigen 6 Dokumente (Einlösung, Zinszahlung, Ertragsgutschrift nebst jeweils zugehörigen Steuermitteilungen) habe ich inzwischen 16 Dokumente bekommen. Der falsche Zinssatz von 2,7% statt 13,5% ist noch nicht storniert/korrigiert und ob die Ertragsgutschrift von 174,31 EUR nebst Steuerabzug stimmt, kann ich nicht beurteilen, weil ich nicht weiß, wie er genau berechnet wird. Frage/Bitte: Wie genau wird der Spitzenausgleichsbetrag in EUR eigentlich errechnet ?
Das Problem scheint mir jedenfalls größer als durch versehentliches Verwenden des halben Nennwerts zu erklären ist, wenn die fehlerhaften Berechnungen nach fast 1 Woche noch nicht korrigiert sind.
Ich habe die Einlösung vorgestern reklamiert, mal schauen, was passiert.
Ein weiteres Problem ist, dass die Rheinmetall-Aktie im Depot nicht mit dem Nennbetrag von 2000 EUR als Kaufwert eingebucht wurde sondern mit dem Kurswert von 1.155,05 EUR. Das muss auch korrigiert werden, sonst kann der Verlust nie steuerlich geltend gemacht werden.
Beste Grüße
am 07.07.2026 10:05
@Krabat schrieb:Ein weiteres Problem ist, dass die Rheinmetall-Aktie im Depot nicht mit dem Nennbetrag von 2000 EUR als Kaufwert eingebucht wurde sondern mit dem Kurswert von 1.155,05 EUR. Das muss auch korrigiert werden, sonst kann der Verlust nie steuerlich geltend gemacht werden.
Vorsichtshalber die Frage: Depotübersicht oder Steuersimulation?
Erstere Anzeige ist für die Steuer belanglos und kann auch beliebig selbst geändert werden.
am 07.07.2026 14:37
Tatsächlich meinte ich die Depotübersicht, in der Steuersimulation ist die Rheinmetall-Aktie noch gar nicht aufgeführt.
Und danke für den Hinweis - habe den Kaufpreis in der Depotübersicht angepasst.
In der "Steuerlichen Detailansicht" werden für die Verzinsung bzw. den Spitzenausgleich noch immer die bereits per Dokument und Kontobuchung stornierten/korrigierten Werte angezeigt.
Aber da seit heute früh die korrekte Verzinsung ausgewiesen und verbucht wurde, wird wohl auch die korrekte steuerliche Mitteilung folgen und werden irgendwann auch die Werte in der Depot- und Steuerlichen Detailansicht korrigiert werden.