am 16.09.2026 17:25
Es gibt bereits einen Altersvorsorge-Depot-Strang zur Diskussion konkreter Produkte.
Dieser Strang ist zur Diskussion allgemeiner politischer Risiken, die mit dem Produkt einhergehen.
Insbesondere zwei Risiken stechen heraus:
a) Kaufkraftrisiko
Es ist unbestritten, daß man durch einen 45 Jahre laufenden Sparplan selbst mit relativ kleinen Sparsummen zur Million kommt. Die Frage ist, was man sich in 65 (45 + 20) Jahren für eine Million noch kaufen kann. Die gesetzliche Rente hat durch die Bindung an die Löhne einen impliziten Inflations-Puffer, das Altersvorsorge-Depot hat das nicht.
b) Abflußrisiko
Nichts ist für Politiker verlockender als ein großer Haufen fremdes Geld. Seit den 70er-Jahren haben SPD/FDP/GRÜNE/CDU in die Rentenkasse gegriffen und die jetzt sichtbaren Probleme ausgelöst.
Für den Griff in die Rentenkasse ist aber immer noch ein Gesetz notwendig; das AV-Depot hat von Anfang an ein eingebautes 'Ablassventil' (genannt 'Zertifizierung'), das durch eine simple Ministerentscheidung geöffnet werden kann.
Angesichts der Tatsache, daß unser heutiger Bundeskanzler bei seiner Rede beim CSU-Parteitag im Herbst 2024 davon geschwärmt hat, 10% der M1-Geldmenge in Deutschland zu beschlagnahmen mobilisieren und dies wahrscheinlich nicht (nur) seine persönliche Meinung ist...Wie hoch ist dieses Risiko?