am 16.02.2026 13:55
Girokonto und Depot wurden heute von Code ohne angäbe von Gründen gekündigt!
Am Telefon wird jede Aussage verweigert.
Noch mysteriöser wird es dadurch, dass mein abgeltungssteuerfreies Depot NICHT gekündigt wurde...
Hat vielleicht irgendjemand Tips, was man machen könnte?
Bin echt fassungslos
Gelöst! Gzum hilfreichen Beitrag.
am 17.02.2026 10:35
Vorsicht, wir nähern uns hier der "verfassungsschutzrelevanten Delegitimierung des Staates"!
Aber wo wir schon mal dabei sind: Besonders markant an der hier erwähnten Praxis bei der Verfolgung von Geldwäsche ist der Kontrast zum mangelnden Eifer der Strafverfolgung, wenn es um Straftaten shr großen Kalibers geht. Erinnert sei etwa an Cum-Ex und Cum-Cum – da dümpeln die Emittlungen weiterhin vor sich hin, während bei harmlosen Bürgern mal eben kurzer Prozess gemacht wird.
Um nur mal über mein persönliches Umfeld zu plaudern: Nachdem mein Sohn ein fünfstelliges Erbe aus Großbritannien auf sein Girokonto bei der Comdirect transferiert bekam (wurde von ihm natürlich sofort wie gesetzlich vorgeschrieben der Bundesbank angezeigt), wurde sein Konto erst für nahezu zwei Wochen eingefroren, dann samt Depot gekündigt.
Ich zögere, da der Comdirect die Schuld zu geben, wenigstens definitiv nicht die Alleinschuld. Die Hauptschuld tragen mehrere deutsche Regierungen, die eine Gesetzgebung/Gesetzeslage zu verantworten hatten und haben, die so etwas zum Massenphänomen gemacht hat. Um mal Anne Brorhilker – ehemals Oberstaatsanwältin und Leiterin der Cum-Ex-Ermittlungen – zu zitieren: "Die Kleinen henkt man, die Großen lässt man laufen." Ich erlaube mir eine Ergänzung: Die kleinen Unschuldigen henkt man im Zweifelsfall, die großen Schuldigen lässt man laufen,
am 22.02.2026 23:49
Ich hab mal Google Gemini gefragt, wer für diesen Wahnsinn verantwortlich ist. Hier die Antwort
Hier sind die Verantwortlichen und die rechtlichen Rahmenbedingungen:
In Deutschland ist das Geldwäschegesetz (GwG) die zentrale Norm. Es wurde in seiner heutigen, strengen Form maßgeblich durch den Deutschen Bundestag verabschiedet.
Die FIU: Die im Text erwähnte Financial Intelligence Unit ist beim Zoll angesiedelt (Bundesfinanzministerium).
Das "Tipping-off"-Verbot: Dass die Bank dir nichts sagen darf, steht in § 47 GwG. Verstößt ein Bankmitarbeiter dagegen, riskiert er persönlich drakonische Strafen.
Meldezwang: Die Pflicht zur Verdachtsmeldung ergibt sich aus § 43 GwG.
Der deutsche Gesetzgeber handelt hier meist nicht aus eigenem Antrieb, sondern setzt EU-Richtlinien um (z. B. die 4., 5. und 6. EU-Geldwäsche-Richtlinie).
Verantwortlich: Die Europäische Kommission, das Europäische Parlament und der Rat der Europäischen Union.
Das Ziel: Ein harmonisierter Finanzraum, in dem es kriminelle Gelder so schwer wie möglich haben.
Hinter den EU-Richtlinien steht die Financial Action Task Force on Money Laundering (FATF). Das ist ein internationales Gremium mit Sitz in Paris.
Die FATF setzt die weltweiten Standards. Länder, die diese Standards nicht umsetzen, landen auf "Grauen" oder "Schwarzen Listen", was massive wirtschaftliche Nachteile (z. B. beim internationalen Zahlungsverkehr) zur Folge hat.
am 26.02.2026 19:37
Um kurz mal darauf einzugehen.
Es gibt weltweit Sanktionslisten für diverse Länder. Wer die Sanktionen ausspricht spielt keine Rolle. Babei können Zahlungen in bestimmte Länder mit Sanktionen belegt werden. Bedeutet Nachweis wofür die Zahlung ist erbringen.
Hier geht es in der Regel allein um den Nachweis, dass die Bank erbringen muss, damit Sie nicht gegen Sanktionen verstößt. Und das kann teuer werden.
Inwieweit Dein Fall darunter fällt, kannst Du unter Financial Action Taskforce (FATF) nachlesen.
am 04.03.2026 10:06
Und noch eine kleine Ergänzung: Mehreren Artikeln in der New York Times ("Why Banks Are Suddenly Closing Down Customer Accounts") konnte man entnehmen, dass es in den USA ebenso absurd abgeht. Der Rat der Times: Auf jeden Fall Konten bei zwei Banken einrichten, damit man nicht aus heiterem Himmel auf dem Trockenen sitzt.