am 27.04.2026 17:01
Hallo Zusammen,
es gibt eine aktuelle Meldung wenn man sich beim Hebelselect Trader einloggt, dass dieser zum 1.7. eingestellt wird.
Ich bin sehr enttäuscht. Hebelselect finde ich deutlich besser und vor allem Risikoärmer als CFD.
Wie findet ihr diese Entscheidung?
am 27.04.2026 17:14
Als Daytrader mit kleinen Beträgen zum Erfahrungen sammeln ist das absolut mies. CFD ist mir zu risikoreich und teuer.
Und ich kenne keine Alternative auf dem Markt die mir alles als Kurse anzeigt und minutengenau die Ausführung hat.
27.04.2026 20:39 - bearbeitet 27.04.2026 20:41
27.04.2026 20:39 - bearbeitet 27.04.2026 20:41
Hallo @MatthiasF, hallo Community,
schön, dass du da bist und dich wirklich für die Finanzmärkte interessierst. Wie ich die Entscheidung finde..... eine Sortimentsreduzierung ist nie schön. Lass uns trotzdem das Beste daraus machen.
Ich verstehe das Erschrecken, weil die Bank das wohl einfach mit einer Einblendung ankündigt. Vielleicht entwirft das @CFD_Team ja für die HebelSelect-Kund:innen (m/w/d) eine Information und stellt diese in Schriftform bereit?
Bis es so weit ist, kann ich als Kunde nur beim Wunden lecken helfen und fragen, was du denn gehandelt hast? Denn der CFD-Trader pro sollte ähnlich aussehen wie HebelSelect und bietet auch einige sehr günstige Trading-Möglichkeiten und einige zu attraktiven Konditionen an. Da ich hier nur eine Kundenfunktion habe dienen alle Informationen lediglich zur Orientierung und stellen kein Angebot der Bank dar.
Wollt Ihr mal einen Blick auf den CFD-Trader werfen, @MatthiasF, @DennisP? Bitte schön:
Quelle: comdirect CFD-Trader pro, Kundenansicht, abgerufen am 2704.2026
Der wesentliche Unterschied sollte sein, dass alle CFDs mit einem festen Hebel angeboten werden. Ihr könnt also nicht Hebel 30 oder sowas anwählen. Ein geringerer Hebel als beispielsweise 10 lässt sich dadurch simulieren, dass Ihr eben eine geringere Stückzahl kauft, als mit der zur Verfügung stehenden Margin-/Sicherheitsleistung möglich.
Bei Edelmetallen wie Gold, Silber und weiteren zahlt Ihr nur den günstigen Spread zwischen An-/Verkauf und ggf. Währungsschwankungen. Ebenso gilt dies für Aktienindices und Währungen. Übernachtentgelte werden im branchenüblichen Rahmen fällig für jede Position, die zwischen Handelsschluß Tag 1 und Handelsbeginn Tag 2 gehalten wird. Das können gerne Mathematiker taggenau berechnen, ich rechne mit ca. 8 % pro Jahr.
Zudem steht der CFD-Trader pro aber auch an den meisten Handelstagen zu den unter "Stammdaten" genannten Uhrzeiten zur Verfügung. Die Verfügbarkeit dürfte relativ hoch sein.
Die 4,90 Euro (Mindestprovision) je für An- und Verkauf scheint lediglich bei Aktien fällig zu werden. Anbei die entsprechenden Symbolbilder - keine Aufforderung zum Kauf-/Verkauf von Wertpapieren:
DE 40 und DE 40 MINI:
Quelle: comdirect CFD-Trader pro, Kundenansicht/eingeloggter Zustand, abgerufen am 27.04.2026
Hebel knapp unter 20, Kosten: Nur Spread zwischen An- und Verkauf, Overnight-Entgelt
Verschiedene Aktien (Symbolbild Allianz):
Quelle: comdirect CFD-Trader pro, Kundenansicht/eingeloggter Zustand, abgerufen am 27.04.2026
Wenn Ihr die Mindeststückzahl anseht, dann könnt Ihr Aktien wie die Allianz auch mit dreistelligen Beträgen an Margin handeln, wenn Ihr mögt.
Hebel knapp unter 5, Kosten: Spread zwischen An- und Verkauf, Overnight-Entgelt und Mindestprovision je Richtung 4,90 Euro
Dann gibt es noch einige Rohstoffe/Commodities wie Öl, bitte selber nachsehen.
Wer von Euch mag kann ja das CFD-Demokonto ausprobieren, da gibt es die Details und auch einen schönen Einblick in die Mechanik.
Liebe Grüße
Gluecksdrache
27.04.2026 21:16 - bearbeitet 27.04.2026 21:22
Der Hebelselect war ja vor allem eine Reaktion auf die steuerlich ungünstige Regelung bei Verlusten / Gewinnen im CFD Handel, zumindest hatte man das so beworben, man hat normale Knockouts so verpackt dass sie ein bisschen wie CFD aussahen. Nachdem sich die steuerlichen Aspekte ja inzwischen wieder geändert hatten, habe ich schon vermutet dass der Hebel Select nicht mehr solange überlebt, zumal man zum Anfang des Jahres das Angebot an Wertpapieren so ausgedünnt hat, dass man ihn eh nicht mehr sinnvoll verwenden konnte, wenn man sich nicht gerade auf den S&P und Gold beschränkt hat. Mit den dauerhaft ohne Ordergebühren handelbaren Zertifikate verschiedener Emittenten dürfte jetzt noch der Todesstoss von der anderen Seite gekommen sein.
Praktisch war natürlich (aus Sicht einer Person die Zertifikat handelt), das man Stopps etc. direkt auf dem Basiswert und ohne Umrechnung von Hebel, Währungen, etc. setzten konnte, "CFD Style" eben. Auch der rote "Panikbutton" mit dem man Freitag um 21:59 alle Positionen mit einem Klick schliessen konnten war "lustig". Anyway, die Umrechnung von Stopp eines Basiswerts auf den Stop eines Hebelproduktes bekommt man auch mit Excel hin, gerade Neulinge verstehen dann auch mal, in was sie da eigentlich investieren.
Wem die 1000 Euro Hürde zu hoch ist, findet auch passende Angebote bei Marktbegleitern mit Mindestgrößen im Bereich 250-500 Euro.
Oder eben, wie @Glücksdrache vorschlägt, gleich CFD.
am 27.04.2026 21:49
Ja, das war doch eh nur eine Krücke um die steuerlichen Restriktionen bei Termingeschäften zu umgehen.
Vollkommen klar dass man das jetzt wieder sterben lässt.
am 28.04.2026 07:31
Hallo @Silver_Wolf,
du verfügst über enorm viel Wissen, wie wäre es mit etwas weniger knurren?
@Silver_Wolf schrieb:Ja, das war doch eh nur eine Krücke um die steuerlichen Restriktionen bei Termingeschäften zu umgehen.
Vollkommen klar dass man das jetzt wieder sterben lässt.
Ich würde mich darüber freuen, wenn du es wertschätzender kommentierst. Denn HebelSelect ist ein sehr schönes Angebot, um Derivate zu lernen. In einer Zeit wo gleichzeitig andere zehnjährige, "sichere" Anleihen verkaufen, die nach Inflation und Steuern immer rückwärts laufen. Rückwärts immer, vorwärts nimmer!
HebelSelect ist wie viele andere Angebote Verbraucherbildung pur. Damit übt die in Europa verwurzelte Commerzbank eine gesellschaftlich wertvollen Funktion aus.
Liebe Grüße
Gluecksdrache
am 28.04.2026 07:54
Hallo Glücksdrache,
ja, ich kenne CFD und hatte die früher auch schon mal gehandelt. Da ich zuletzt beim Hebelselect hauptsächlich Dax und US Tech gehandelt habe, bin ich bei CFD wahrscheinlich auch günstiger. In Zukunft werde ich wahrscheinlich bei CFDs wieder einsteigen. Ungünstig ist es aber, dass man das Demokonto nicht mehr hat, sobald man ein „richtiges“ CFD-Konto hat. Das ist beim Hebelselect auch besser, da geht beides und man kann beim Demokonto z.B. parallel gefahrlos eine andere Strategie ausprobieren.
Der für mich größte Vorteil beim Hebelselect ist aber die KO Schwelle, wenn man die erreicht hat, hat man nur das Geld bis dahin verloren und nicht dem kompletten Einsatz. Hilfreich z.B. über Nacht oder bei starken Kursschwankungen.
Der Hebel bei Hebelselect bestimmt praktisch „nur“ die Einsatzsumme und den KO-Abstand. Gewinn bzw. Verlust entspricht (bei Indicies) fast direkt Anzahl-Hebelprodukt x Punktabstand.
am 28.04.2026 18:25
Hallo Glücksdrache und CurtisNewton,
ja der Vorteil von Hebelselect war dass Knockouts "schön verpackt waren" und man am Kurs sehen konnte wo man war, wo der SL und wo der TP hinkommen könnte.
Ich persönlich trade US-Aktien in Hebelselect ab 16 Uhr und halte sie höchstens ein paar Stunden am Tag.
Strategie und System funktioniert. Alles fein und jetzt relativ enttäuscht.
Die CFDs sind mir eindeutig zu teuer. Das waren die 3,80 bei Hebelselect viel günstiger und haben für mich funktioniert.
Ich will nicht zu irgendeinem Broker, wo ich nicht erkennen kann wo ich meinen SL und TP setzen kann. Sondern ständig umrechnen muss.
"Anyway, die Umrechnung von Stopp eines Basiswerts auf den Stop eines Hebelproduktes bekommt man auch mit Excel hin, gerade Neulinge verstehen dann auch mal, in was sie da eigentlich investieren."
Bekomme ich das als Abschiedsgeschenk oder muss ich ne KI fragen? 🙂
am 28.04.2026 18:41
@DennisP schrieb:
Bekomme ich das als Abschiedsgeschenk oder muss ich ne KI fragen? 🙂
Grün = Eingabewerte
am 28.04.2026 18:44
Danke!