am 25.06.2025 16:38
Ich hab vor paar Wochen den Dienst "Divizend" verwendet, um zuviel bezahlte Quellensteuer von Aktien aus Italien und Schweden zurückzufordern. Die Aktien waren von Campari und Nibe.
Die Rückforderung betragen bei Nibe runde 103 Schwedische Kronen, also runde 9 Euro und bei Campari 18,83 Euro. Alle Kapitalerträge hab ich bei Deutschen Banken gemacht, unter anderem auch bei der Comdirect.
Dafür musste ich unter anderem eine Wohnsitz-Irgendwas vom Finanzamt abstempeln lassen das ich in den fraglichen Jahren in Deutschland gemeldet war und das auch tatsächlich war.
Heute habe ich die beiden Formulare abgestempelt zurück erhalten. Aber das Finanzamt schreibt: Hinweis: aufgrund ausländischer Kapitalerträge sind Sie zur Einreichung einer Steuererklärung für oben genannte Jahre verpflichtet! 2021 bis 2025
Ich hab noch nie eine Steuererklärung gemacht... bin Geringverdiener im Angestelltenverhältnis. Habe in den Jahren so einige ausländische Aktien gekauft und verkauft, mal mit gewinn, mal mit verlust und eben Dividenden.
Ich meine immer gelesen zu haben, man müsse sich keine Gedanken wegen der Steuer machen, weil die deutschen Banken nach überschreiten des Freibetrags das weitere Steuerkrimskrams selbständig abführen?
24.03.2026 13:13 - bearbeitet 24.03.2026 13:14
24.03.2026 13:13 - bearbeitet 24.03.2026 13:14
Die meisten Menschen können ihre Erklärung innerhalb von 1-2h alleine machen und bekommen was zurück, weil sie keine komplexe Lebensführung haben, wo man ggf. externe Hilfe braucht - wenn natürlich die Standardbelege schon Kopfzerbrechen bereiten, obwohl eine Jahressteuerbescheinigung dir schon sagt, in welche Zeile was eingetragen werden muss, dann liegt das Problem beim unmündigen Bürger und der konsultiert natürlich aus Bequemlichkeit einen Externen, der sich das vergüten lässt. In Deutschland kann man sehr viel mit der Unbekümmertheit und Naivität der Leute Geld verdienen.
am 26.03.2026 09:07
@Lars123 schrieb:Warum das FA konkret Steuererklärungen wollte ist trotzdem etwas nebulös. ...
Vermutlich hätte ein Einzeiler an das FA gereicht, in dem man erläutert, dass alle Kapitalerträge bei deutschen Kreditinstituten aufgelaufen sind und entsprechend versteuert wurden.
Genau das habe ich mit denen kommuniziert mit paar Belege der Banken, in der Hoffnung mich da noch herauszuwinden. Hat nichts gebracht (zu meinem Glück). Die waren allerdings auch selektiv und wollten z.B. für 2021, 2022, 2023 und 2025 die Steuererklärung, aber nicht für 2024.
Einen Tag später kam nochmal ein Brief von einer anderen Sachbearbeiterin wo 21, 22 und 23 eingefordert wurde mit einer ich glaub einmonatige Frist und der Betonung das ich verpflichtet sei das zu machen und wenn nicht dann drohe dies und das...
Auf die Nachfrage warum die 2024 nicht wollen und warum 2025 nicht bis 2026 zeit hat, bekam ich als Antwort das ich für das 2024er Jahr keine Quellensteuer erstattet haben möchte und 2025 tatsächlich bis 2026 zeit hat. Es wurde auch noch gemeint dass die verpflichtet seien das zu überprüfen sobald ein Quellensteuererstattungsvorgang angestoßen wird.
am 26.03.2026 09:22
@Floppy85 schrieb:Die meisten Menschen können ihre Erklärung innerhalb von 1-2h alleine machen und bekommen was zurück, weil sie keine komplexe Lebensführung haben, wo man ggf. externe Hilfe braucht - wenn natürlich die Standardbelege schon Kopfzerbrechen bereiten, obwohl eine Jahressteuerbescheinigung dir schon sagt, in welche Zeile was eingetragen werden muss, dann liegt das Problem beim unmündigen Bürger und der konsultiert natürlich aus Bequemlichkeit einen Externen, der sich das vergüten lässt. In Deutschland kann man sehr viel mit der Unbekümmertheit und Naivität der Leute Geld verdienen.
Nun kann ich das auch in unter einer Stunde... wer das aber noch nie gemacht hat wird schon von dieser Flut an Formularen erschlagen. Siehe https://www.formulare-bfinv.de/ffw/content.do
Wenn man da die Anleitung zur Analge KAP öffnet und sich das anschaut hat man schon nach dem Anblick von Seite 1 keine Lust mehr.
am 26.03.2026 10:10
Man kann sich das Leben auch selbst schwer machen....
Kauft euch eine Steuersoftware (gibt es meistens für 20 Euro beim Aldi und kann man von der Steuer absetzen), und gut ist
am 26.03.2026 11:41
@CurtisNewton schrieb:Man kann sich das Leben auch selbst schwer machen....
Kauft euch eine Steuersoftware (gibt es meistens für 20 Euro beim Aldi und kann man von der Steuer absetzen), und gut ist
Oder man legt noch ein paar Ocken drauf, und hat einen Menschen ...😉
am 26.03.2026 12:48
Also der normale Bürger wird viele Formulare nichtmal ausfüllen müssen, weil sie einfach nichts mit der Lebensführung zu tun haben ... Luftverkehrssteuer ... wirtschaftliche Verflechtungen ... Gemeinnützigkeit ... etc.
am 26.03.2026 20:30
@CurtisNewton schrieb:Man kann sich das Leben auch selbst schwer machen....
Kauft euch eine Steuersoftware (gibt es meistens für 20 Euro beim Aldi und kann man von der Steuer absetzen), und gut ist
Dann mal viel Glück beim Aldi/Lidl ende Juni die Steuersoftware für die vergangenen 3-4 Jahre zu kaufen 😉
Die großen Versionen gehen mit 35 Euro je Steuerjahr auch auf den Geldbeutel. Bei Eb-Kleinanzeigen wollte damals einer 80 Euro für die fraglichen Steuerjahre mit den Restnutzerplatzlizenzen aber hat auf meine Anfragen nicht geantwortet ob noch zu haben.
Meine Rettung war https://steuer.check24.de/ womit ich es letztlich gemacht und eingereicht habe. Aktuell immer noch kostenlos.