am 30.12.2025 18:45
@GetBetter
Ob andere Broker den Betrag erst zu einem späteren Zeitpunkt als frei verfügbar betrachten und bspw. eine Überweisung auf ein externes Konto erlauben, und inwiefern dies sogar Einfluß auf die Berechnung der Kapitalertragsteuer hat, vermag ich nicht zu beantworten.
Formal richtig aber…
Alle mir als Anleger bekannten Banken - auch Comdirect -
buchen Transaktionen, die in den Abendstunden liegen, valutamässig korrekt T+2 aber gelegentlich steuerlich auf den Folgetag.
Der verfügbare Betrag ist sofort sichtbar, die tatsächliche Buchung erfolgt aber erst, wenn die Abrechnung durch den Handelsplatz erfolgt ist.
Meine Erfahrung ist, dass Abrechnungen von Transaktionen über z.B. Baader manchmal etwas schleppend erfolgen.
Ergebnis: Die Steuerbuchung kann sowohl taggleich erfolgen als auch am Folgetag
am 30.12.2025 19:23
Hallo @GetBetter ,
vielen Dank für Deine Ergänzung. Es gibt in der Tat Broker, die eine Überweisung auf externe Konten vor Valuta unterbinden.
Viel interessanter finde ich aber, dass in den konkreten Erläuterungen ("Einzelfragen...") der Zufluss nun überhaupt nicht erwähnt wird, sondern lediglich von Abschluss des Geschäftes geredet wird. Wobei man das auch wieder doppeldeutig interpretieren kann. Geschäft abgeschlossen im Sinne von "Vertrag unterschieben" --> Orderausführung oder Geschäft abgeschlossen im Sinne von "alles erledigt" --> Valuta.
Mein Erfahrung speziell mit der comdirect aus der Vergangenheit sind jedenfalls dass selbst Trades am 31.12 an Auslandsbörsen noch aufs alte Steuerjahr gerechnet wurden.
am 30.12.2025 20:20
@CurtisNewton schrieb:
Viel interessanter finde ich aber, dass in den konkreten Erläuterungen ("Einzelfragen...") der Zufluss nun überhaupt nicht erwähnt wird, sondern lediglich von Abschluss des Geschäftes geredet wird. Wobei man das auch wieder doppeldeutig interpretieren kann. Geschäft abgeschlossen im Sinne von "Vertrag unterschieben" --> Orderausführung oder Geschäft abgeschlossen im Sinne von "alles erledigt" --> Valuta.
Mein Erfahrung speziell mit der comdirect aus der Vergangenheit sind jedenfalls dass selbst Trades am 31.12 an Auslandsbörsen noch aufs alte Steuerjahr gerechnet wurden.
Meine langjährige Erfahrung sagt auch dass steuerlich der Geschäftstag zählt.
Wann das Settlement dann wirklich ist spielt keine Rolle.
am 30.12.2025 21:08
Das ist auch meine Erfahrung. Bislang war immer der Geschäftstag (Schlusstag) massgeblich. Wobei ich solche Aktionen kurz vor Jahresende immer vermeide.
am 30.12.2025 21:17
@FD774 schrieb:Das ist auch meine Erfahrung. Bislang war immer der Geschäftstag (Schlusstag) massgeblich. Wobei ich solche Aktionen kurz vor Jahresende immer vermeide.
Ja, vollkommen unnötig.
Man hat wohl vor oder um Weihnachten genügend Zeit sein Depot mal aufzuräumen. 🙂
am 30.12.2025 21:26
@SlowTrader schrieb:Ja, vollkommen unnötig.
Man hat wohl vor oder um Weihnachten genügend Zeit sein Depot mal aufzuräumen. 🙂
Das habe ich schon Anfang Dezember gemacht. Buchverluste realisiert, allerdings nicht aus steuerlichen Gründen, sondern um den Krankenkassenbeitrag nächstes Jahr deutlich zu reduzieren.
am 30.12.2025 22:17
@schvebo schrieb:ich hatte bereits am 29.12.2025 einen Verkauf für meinen ETF erteilt,
(kein weiterer Text)
am 30.12.2025 22:27
@dg2210 schrieb:
@schvebo schrieb:ich hatte bereits am 29.12.2025 einen Verkauf für meinen ETF erteilt,
(kein weiterer Text)
Was willst du damit jetzt sagen?
Eine Rückgabe an die Fondsgesellschaft dauert natürlich ein paar Tage und ist damit für dieses Jahr deutlich zu spät.
Wenn das dringend war wäre ein direkter Verkauf an der Börse angezeigt gewesen.
am 30.12.2025 23:01
Gegen einen Verkauf von ETF (ich vermute daher über die Börse) spricht ja nun nix, meine Verkäufe vom 29.12. sind alle mit Valuta 31.12 (ich hätte mit 2.1. gerechnet) durch.
Der Knackpunkt dürfte sein, dass es um Bruchstücke geht, und das ist eine Besonderheit der comdirect, die ein paar Tage dauern bis zum Verkauf.
Bei Marktbegleitern gehen Verkäufe von Bruchstücken auch untertägig in 1-2 Stunden.
am 31.12.2025 02:50
@CurtisNewton schrieb:Gegen einen Verkauf von ETF (ich vermute daher über die Börse) spricht ja nun nix, meine Verkäufe vom 29.12. sind alle mit Valuta 31.12 (ich hätte mit 2.1. gerechnet) durch.
Der Knackpunkt dürfte sein, dass es um Bruchstücke geht, und das ist eine Besonderheit der comdirect, die ein paar Tage dauern bis zum Verkauf.
Der Verkauf von Bruchstücken mit Rückgabe an die Fondsgesellschaft dauert natürlich ein paar Tage.
Aber das spielt dann doch keine echte Rolle?