am 11.04.2026 17:58
Wenn man die Nuancen nicht versteht, die Kapitalmaßnahmen mit sich bringen, dann sollte man die Finger davon lassen - oder sich zumindest auf Werte spezialisieren, wo man i.d.R. keine Überraschungen erlebt (wir erinnern uns an BYD). Ich verstehe sowieso diesen Zwang nicht, dass hier Manche genau während einer Kapitalmaßnahme überlegen "Hey, jetzt wäre super Zeitpunkt mein Depot oder einzelne Werte woanders hin zu übertragen." Jeder weiss doch, dass man genau während einer Kapitalmaßnahme quasi den Prozess "glitched".
12.04.2026 13:32 - bearbeitet 12.04.2026 13:36
12.04.2026 13:32 - bearbeitet 12.04.2026 13:36
Hallo @Stos Eckert, hallo @dg2210,
hallo Community,
zuerst einmal finde ich es super, dass du mit dem Hinweis der Community auf das Formular einen Weg erhalten hast, diesen Bruchteil einer Aktie ausbuchen zu lassen. In Großorganisationen in den USA würde man sich jetzt auf den Weg zur Nachbesprechung oder gar ins JLLC (Joint Lesson Learnt Center) machen. Dies solltest du auf alle Fälle tun, um aus dieser Transaktion zu lernen und für noch mehr Anlageerfolg zu sorgen. Ohne den genauen Kaufzeitpunkt zu kennen.... wittere ich hier trotzdem einen Newsletter, den du bezogen hast, um einen "Tipp" auf diese Aktie zu erhalten.
Schau dir mal Chart und Umsatz der Aktie an:
Quelle: comdirect Webseite, Informer/öffentliche Ansicht, abgerufen am 12.04.2026
Selbst wenn du dich wenig mit Wertpapieren befassen magst, solltest du immer einen Stop Loss eingeben mit der maximalen Gültigkeit. Damit verkauft der Broker automatisch, wenn deine Anlageidee überhaupt nicht mehr stimmt. Da ich niemanden kenne, der alle 100 % der Trades als Gewinn realisieren kann, ist das eine ganz normale Vorgehensweise. Diese rettet auch bereits auf dem Auszug stehende Gewinne, die noch nicht realisiert wurden. Denke mal an die Aktie von RHEINMETALL AG(703000) wo man um die 1750/1700 Euro hätte Gewinne realisieren können. Obwohl die Firma an sich gesund erscheinen könnte.
Stop Loss zu setzen ist also ein Zeichen der Stärke und der Anerkennung das Märkte sich verändern. Wenn du keinen Stop Loss setzen magst, dann schaue wenigstens zum Monatswechsel oder zum Quartalswechsel rein. Die Quartalswechsel habe ich blau für dich markiert.
Oder lege ein Musterdepot an, sodass du über das Unterschreiten eines Limits informiert bist. Egal ob gerade auf Arbeit oder unterwegs: Wie du am Abbröckeln des Charts siehst, hättest du wesentliche Teile des Investments retten können. Wertpapiere implodieren in der Regel nicht an einem Tag.
Gehe deshalb folgende beiden Schritte: Nehme den Newsletter (falls dieser die Quelle der Aktie ist) einfach raus und kaufe dort nichts mehr. Schaue dir die anderen dort empfohlenen Werte an. Vielleicht erkennst du ein Verhaltensmuster aus Empfehlung, Umsatz, Kursentwicklung? Und dann: Lege für alle deine Werte irgendwo ein Musterdepot an und setze Limits ab einen du eine Warnung erhältst. Der Wechsel zu einem neuen Broker ist der entscheidende Moment auch die Buchführung des Depots in Ordnung zu bringen.
Gehe einen Schritt zurück und kaufe eher Standardaktien, bei denen das Risiko des Grundkapitalverzehrs niedriger zu sein scheint.
Dann war diese Wertberichtigung zwar ein bitterer Verlust, aber ein Schritt für mehr Erfolg in der Zukunft. In diesem Sinne gebe ich allen, die diese Wand aus Text gelesen haben, einen virtuellen Kaffee ☕ aus.
Kopf hoch!
Liebe Grüße
Gluecksdrache
am 08.08.2026 22:20
Für den Fall das der OP diesen Post noch sieht. Ich kann deinen Fall nur zu 100% mit exakt diesem Bild nachvollziehen.
Bei uns:
Wirklich unter aller Sau. Mir kam bei dem Verhalten das Sprichwort meines Vaters in den Kopf: "Vorsicht, Kunde droht mit Auftrag"
am 09.08.2026 14:19
Hallo @LeoLausemaus, hall Community,
ich möchte dich mit einem doppelten Hinweis aufmuntern:
1.) Es liegt weder an dir, noch an deiner Freundin. Der Grund ist die enorme Menge neuer, komplizierter, überbordender Regelungen, die vom Gesetzgeber einem kleinen Teil der Finanzindustrie übergestülpt werden. Wenn da die Organisation der Bank nicht zu 100 % perfekt ist und im Rahmen einer Knowledge Base die relevanten Informationen auf jeden Bildschirm bringt, dann ist Land unter. Die/der Mitarbeiter:in (m/w/d) hat also schlichtweg aus Überforderung aufgegeben. Was da unter anderem aus Brüssel kommt, hat eine vierstellige Jahreszahl und oft dreistellige Nummern. Die "Welt", sicherlich kein kritischer Berichterstatter, zählte innerhalb eines Jahres über 1.400 Rechtsakte. Wenn ich die Quelle korrekt im Kopf habe.
Dieses Buch, was du gelesen haben solltest, wenn du einem Kriegsflüchtling oder politischem Flüchtling helfen willst, hat alleine 120 DIN A4-Seiten. Und es beschreibt lediglich die unterschiedlichen Aufenthaltstitel damit derjenige weiß, was er denn da bentragt. Und dann erscheint er bei der Bank, wo der Mitarbeiter zwischen Aufenthaltserlaubnis, Duldung, Niederlassungserlaubnis und vielem mehr unterscheiden soll.
Symbolbild:
Quelle: Schwarz/Winzek: Aufenthalts- und Asylrecht
-> Lagefeststellung: Die ganze Branche wird systematisch überfordert.
2.) Der Nutzwert meines Beitrages: Du gehst bitte in irgendeine Filiale der blauen, gelben oder wem auch immer und machst den grundlegenden Anspruch auf ein "Girokonto" geltend. Mach es nicht kompliziert, ganz einfach: Girokonto auch bei bestehendem, sehr guten Arbeitsverhältnis erst einmal ohne Dispo. Nach 3 Gehaltseingängen sollten die Kennzahlen langsam Richtung Dispo laufen.
Wenn Du unbedingt magst und du einen juristisch orientierten Beruf hast, könntest du natürlich über einen Schriftsatz die comdirect über die Bundesaufsicht zwingen das Girokonto zu eröffnen. Ich handle da lieber nach dem Motto: "Wer nicht mag, der mag nicht".
Und denk immer dran: Die Banken sind derzeit von allen Seiten unter Beschuß, demnächst soll ihnen sogar ein Teil der Sichteinlagen durch den elektronischen Euro bis 3.000 Euro pro Person entzogen werden.
Viel Glück.
Liebe Grüße
Gluecksdrache