Alternativrechnung zur Rente - Ärgernis des Jahres?

Experte ★
Beiträge: 252
Mitglied seit: 15.08.2016

@Glücksdrache  schrieb:

Erst einnmal Herzlichen Dank für diesen wunderbaren Beitrag, der sozusagen wie eine Taschenlampe in die (dunklen) Abgründe der "Sozial"versicherung hineinleuchtet.

 

Leider wird dieses Thema weitestgehend tabuisiert!

 

Die Rendite der gesetzlichen Rentenversicherung ist extrem mager, weshalb sie ja auch mehr und mehr zu einer Zwangsversicherung für alle ausgebaut werden soll.

 

Das Stichwort der sogenannten Bürgerversicherung und die Umsetzung wird meiner Meinung nach noch für jede Menge Ärger sorgen.

 

Dem nicht-mitdenkenden Menschen wird es ja so präsentiert, dass diese mehr Gerechtigkeit bringen würde. In der Realität weitet sie aber das in der gesetzlichen Rentenversicherung geltende Prinzip der schleichenden Enteignung (weil Unverzinsbarkeit) auf weitere Personengruppen aus. Roboter (traurig)

 

In der Folge kann ich praktisch jedermann damit gut unterhalten, dass Riester-Rente & Co. wohl nicht die perfektesten Produkte sind. Und ein Aktiensparplan summa summarum wohl mehr bringt.

 

Egal auf welche der einzelnen Top-Daxwerte dieser abgeschlossen wird: Die Rendite dürfte die Rentenversicherung bei weitem übersteigen. Zudem ist dieser Sparplan jederzeit flexibel, das gesetzliche Rentenguthaben ist ja seit einigen Jahren selbst bei einer Ausreise nicht mehr auszahlbar.

 

Danke fürs Aufwecken, @maline!

 

Glücksdrache


Nun ja, eine Riester-Rente muss nicht zwangsläufig eine Rentenversicherung sein. Man kann auch einen Riester-Fondssparplan abschließen.

Ansonsten stimme ich dir zu.

 

Mentor ★★★
Beiträge: 2538
Mitglied seit: 16.08.2016

@Glücksdrache  schrieb:

@chi  schrieb:

@Glücksdrache  schrieb:

das gesetzliche Rentenguthaben ist ja seit einigen Jahren selbst bei einer Ausreise nicht mehr auszahlbar.


Du bekommst aber statt dessen auch als Auswanderer die Rente, dann eben ins Ausland. Beitragsrückerstattungen sind möglich, wenn man die fünf Jahre Mindestversicherungszeit nicht erreicht. (Allerdings unverzinst. Wirtschaftlicher ist dann doch eher, die fehlende Zeit noch freiwillig einzuzahlen und eine kleine Rente zu bekommen.)


Danke für den Hinweis @chi! Allerdings ist das Geld sozusagen beinahe lebenslänglich geblockt.

 

Vorherige Umschichtung in eine vernünftig rentierliche Anlage ausgeschlossen. Smiley (traurig) Zudem gibt es keinerlei Schutz davor, dass frühere/jetzige Regierungen die Kassen mehr oder minder direkt ausplündern.

 

Da gab es ja mal eine lange Diskussion in der Presse darüber, welche Regierung "versicherungsfremde" Leistungen eben aus der Rentenversicherung und nicht dem allgemeinen Einnahmen-/Steuertopf bezahlt haben würde.

 

In einem Geldanlageforum darf und möchte ich das nicht diskutieren deshalb bitte nur das allgemeine Misstrauen bzw. die Erfahrung einer nicht hohen Rendite insbesondere für alle Selbsteinzahler mitnehmen.

 

Würde ich einzahlen, so würde ich Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil selbst tragen müssen. Da muß man aufpassen, ob man nicht mit einigen Jahren Einzahlungen als nicht Selbständiger und später einer minimalen Einzahlung besser fährt.

 

Sorry dass ich nicht näher auf die Politik eingehen kann. Das würde den Forumsfrieden gewaltig stören, denn da gibt es kein richtig oder falsch....

 

Liebe Grüße

 

Glücksdrache


Mein lieber Lindwurm

 

...nein der Forumsfriede wird nicht durch politische Aussagen gestört

...im Gegenteil:

Vis pacem para bellum

...wir müssen uns wieder daran gewöhnen, konträr zu diskutieren ohne persönlich zu werden

...1)in der Antike sagten die Götter, was richtig und falsch ist

...2)im Mittelalter die Kirche

...3)am Beginn der Neuzeit die Wissenschaftler

...4)Heute die sozialen Medien

...ich möchte Punkt 3) zurück und zwar schnellstens

...die Denk- und Sprechverbote der heutigen Zeit der heutigen Medien zerstören und spalten die Menschen und fördern nur die Extreme

 

 

 

Experte ★
Beiträge: 195
Mitglied seit: 29.04.2017

Das Rentensystem wird zunehmend steuergeldfinanziert - das sagt doch schon alles. Wenn man 1,5 Mio. Gäste dazuholt, die nichts einzahlen (bzw. deren große Mehrheit), kann es nicht besser werden. Außerdem erlauben es sich die Menschen, länger zu leben. Das sind keine unendlichen Parallelen, der Schnittpunkt naht. Das hat nun sogar der Hamburger Schuldenmacher Scholz erkannt und die Debatte neu entfacht - mit wertvollen Vorschlägen wie: die Beiträge erhöhen.

Experte ★★★
Beiträge: 508
Mitglied seit: 09.02.2018

Vollste Zustimmung !!

 

Nur, was machen wir Deutschen...wir regen uns wieder mal 4-6 Wochen auf,

und das war`s dann ...wie immer.

 

Es könnten sich aber auch mal unsere Arbeitgeber Gedanken machen.

 

Jeder der halbwegs gut dasteht, und ich behaupte bei den meisten ist es so,

könnten für ihre Mitarbeiter einiges gutes tun.

 

Einen kleinen Beitrag von Anfang an anlegen, das dann über viele Jahre,

dass lohnt sich.

 

Ich spreche hier nicht von ...Ford, Bayer, Daimler usw.

Nein ich Spreche von den sogenannten "Kleinen".

Und auch nicht von dem ehemaligen 624.- Mark gesetzt.

 

Wenn ein Unternehmen mit zb. 50 Mitarbeiter für jeden 100.- mtl. spart

dürfte das kein Problem sein, und es soll mir keiner sagen das ginge nicht.

 

60.000.- im Jahr für ein Unternehmen welches 7 Stellig verdient, nicht umsetzt

...wäre sozial, in meinen Augen.

 

Positiver Nebeneffekt...es trägt a bisserl zur "Stimmung" bei  Smiley (fröhlich)

 

Nur mal so als Anregung.Smiley (überglücklich)

 

 

Experte ★★★
Beiträge: 615
Mitglied seit: 16.08.2016

@huhuhu

Das mit dem Arbeitgeber ist ein guter Ansatz. Ich finde es aber erschreckend wie viele Menschen aus meinem Freundes und Bekanntenkreis die VL ihres Arbeitgebers einfach ungenutzt lassen. Da hörst Du dann Sachen wie "das bringt doch nix" oder ist mir zu Aufwendig das abzuschliessen. Selbst wenn man bei einem Arbeitsgeber angestellt ist der nur 14 Euro im Monat an VL zahlt, das Geld ist geschenkt. In einem Fondssparplan über 45 Berufsjahre kommt da auch ein wenig zusammen. Solange die Menschen sowas ungenutzt liegen lassen geht es denen sicher nicht schlecht.

Experte ★★★
Beiträge: 508
Mitglied seit: 09.02.2018

Goli,

 

aus dieser Sicht gebe ich Dir recht.

 

Nach meiner Meinung trifft dies insbesondere auf die unteren bis mittleren 

Einkommensklassen zu.

 

Aber mal ganz davon abgesehen,

wenn ich hier in Forum viele Beiträge lese die um sparen gehen,

..."ich spare im Monat zw. 300.-/500.- und mehr, was soll ich tun"  Smiley (überrascht)

...da glaube ich nicht das diese sich sorgen machen müssen, wenn es den so ist !

 

Überhaupt habe ich den Eindruck das sich hier keiner unter ca. 100.00.- Jahreseinkommen tummelt...wie gesagt was man so liest  Smiley (zwinkernd)

 

Im Rheinland sagt man ...alles Millebären...nur Botter han se kein  Smiley (fröhlich)

Experte ★★
Beiträge: 487
Mitglied seit: 02.12.2017

@Matzilein  schrieb:

Wenn man 1,5 Mio. Gäste dazuholt, die nichts einzahlen (bzw. deren große Mehrheit), kann es nicht besser werden.


Die Rente wird auf Grund von Beiträgen gezahlt. Wer also (später einmal) Rente bekommt, der hat eingezahlt; und umgekehrt: Wer nichts einzahlt, der bekommt später auch keine Rente, kostet die Rentenversicherung also nichts. Schon daher ist es Unsinn, die Lage der Rentenversicherung mit der Aufnahme von Flüchtlingen in Verbindung zu bringen.

 

Tatsächlich arbeiten aber auch gar nicht so wenige Flüchtlinge oder machen eine Ausbildung, und die Zahlen nehmen zu: „Jüngsten Zahlen zufolge hatten im Mai mehr als 300000 Menschen aus den acht Hauptherkunftsländern einen Job – und damit rund 100000 mehr als im Vorjahresmonat. (…) Knapp 240000 der Geflüchteten mit Job – und damit der Großteil – seien sozialversicherungspflichtig beschäftigt.“ (tagesschau.de)

Experte ★★
Beiträge: 487
Mitglied seit: 02.12.2017

@huhuhu  schrieb:

Überhaupt habe ich den Eindruck das sich hier keiner unter ca. 100.00.- Jahreseinkommen tummelt...wie gesagt was man so liest  Smiley (zwinkernd)


Na, so viel ist das ja auch nicht, gerade mal 833 Euro im Monat. In München kriegt man dafür noch nicht mal eine Wohnung, was man so hört.

Experte ★★★
Beiträge: 508
Mitglied seit: 09.02.2018

Oh, vielmals sorry   Verlegener Smiley

 

 

Ich meinte natürlich 100.000.-

 

Das hätte man sich aber auch denken, gell.

Experte ★★★
Beiträge: 508
Mitglied seit: 09.02.2018

@chi  schrieb:

@Matzilein  schrieb:

Wenn man 1,5 Mio. Gäste dazuholt, die nichts einzahlen (bzw. deren große Mehrheit), kann es nicht besser werden.


Die Rente wird auf Grund von Beiträgen gezahlt. Wer also (später einmal) Rente bekommt, der hat eingezahlt; und umgekehrt: Wer nichts einzahlt, der bekommt später auch keine Rente, kostet die Rentenversicherung also nichts. Schon daher ist es Unsinn, die Lage der Rentenversicherung mit der Aufnahme von Flüchtlingen in Verbindung zu bringen.

 

Tatsächlich arbeiten aber auch gar nicht so wenige Flüchtlinge oder machen eine Ausbildung, und die Zahlen nehmen zu: „Jüngsten Zahlen zufolge hatten im Mai mehr als 300000 Menschen aus den acht Hauptherkunftsländern einen Job – und damit rund 100000 mehr als im Vorjahresmonat. (…) Knapp 240000 der Geflüchteten mit Job – und damit der Großteil – seien sozialversicherungspflichtig beschäftigt.“ (tagesschau.de)


 

Nun ja, und was ist mit unseren hochbetagten Brüder & Schwestern,

die nie in unser System eingezahlt haben.

...es ist glaube bissig hier aufzuführen was es für Beispiele gibt.

 

Insofern hat Matzilein vom Grundsatz her absolut recht.