am 22.05.2026 09:01
Guten Morgen,
zum 27.05.2026 werden Turbo-Zertifikate/Knock-Out-Optionsscheine aus der bisherigen Produktgruppe herausgenommen und in eine neue eigene Produktgruppe überführt.
Damit ihr diese Produkte weiterhin handeln könnt, ist der erneute Nachweis von Kenntnissen notwendig. Ihr kennt dies bereits für alle anderen Produkte/Wertpapierklassen. (Verwaltung > Wertpapierkenntnisse)
Die Abfrage erfolgt mittels sechs Fragen, die alle korrekt beantwortet werden müssen. Dieses Prozedere muss alle sechs Monate wiederholt werden.
Wichtig: Auch wenn ihr derartige Instrumente bereits "hoch und runter" gehandelt habt, ist eine Freischaltung der neuen Produktgruppe notwendig. Ihr werdet dazu im Orderprozess sofort an die Fragen gelangen.
Weiterhin werden sämtliche betroffenen Produkt-Websites mit einem Warnhinweis auf die verbundenen Risiken versehen. Zudem muss der Warnhinweis bei jeder Kauforder angezeigt werden.
Hintergrund ist eine Intervention der BaFin bezüglich dem Handel und Vertrieb dieser Produkte.
Viele Grüße Martin
22.05.2026 09:29 - bearbeitet 22.05.2026 09:29
Hallo @SMT_Martin, hallo Community,
erst einmal danke für den wertvollen und zeitnahen Hinweis auf den Verursacher dieser Änderungen. Communauten sollten sich durch diese künstliche regulatorische Hürde bitte nicht davon abhalten lassen Wertschöpfungspotenziale zu generieren.
Umgekehrt wäre es richtig: Wenn die Staatsbank im Tal bzw. der Sparkassenstraße (heißt wirklich so) zu einem deutlichen Hinweis verpflichtet wäre:
Mit diesem Festgeld-Produkt reduzieren 100 % aller Privatanleger die bei Auszahlung vorhandene Kaufkraft, wenn man von den 1,55 % brutto Inflation und Steuern abzieht. Tut mir leid, dass musste gesagt werden:
Quelle: Online Kampagne der Staatsbank, abgerufen am 22.05.2026
Liebe Grüße
Gluecksdrache
am 22.05.2026 09:40
Danke @SMT_Martin für den Hinweis!
Man muss ja mittlerweile, wie lange ist das eigentlich schon, seine Wertpapierkenntnisse durch entsprechende Antworten belegen.
Seitdem stelle ich mir immer wieder die Frage, wie es Neulinge machen?
Man will und soll diese Fragen ja wahrheitsgemäß beantworten!
Als 18jähriger frisch mündiger Bürger könnte man da nicht mal einen ETF auf den MSCI world kaufen.
Wie kommt man denn aus dieser Zwickmühle raus, wenn man nicht munkeln will???
am 22.05.2026 09:45
Danke für den Hinweis.
Eine Frage hätte ich dazu: Wird man durch die CoDi benachrichtigt wenn eine Erneuerung ansteht?
Falls ja über welchem Weg ist das geplant? Postbox, Email, ploppt ein popup auf oder ganz oldschool per Brief im Briefkasten?
gruss ae
am 22.05.2026 10:19
@Antonia schrieb:Danke @SMT_Martin für den Hinweis!
Man muss ja mittlerweile, wie lange ist das eigentlich schon, seine Wertpapierkenntnisse durch entsprechende Antworten belegen.
Seitdem stelle ich mir immer wieder die Frage, wie es Neulinge machen?
Man will und soll diese Fragen ja wahrheitsgemäß beantworten!
Als 18jähriger frisch mündiger Bürger könnte man da nicht mal einen ETF auf den MSCI world kaufen.
Wie kommt man denn aus dieser Zwickmühle raus, wenn man nicht munkeln will???
Als ich vor 27 Jahren mit Derivaten handeln wollte, musste ich ein mehrseitiges Formular ausfüllen, das wurde von Seiten der Bank verlangt. Dafür musste ich erst einmal bei der Bank meinen Wunsch, die Termingeschäftsfähigkeit zu erhalten, kundtun. Daraufhin wurde mir ein mehrseitiges Formular samt Durchschlagpapier in einem Papphefter zugeschickt. Unter anderem musste ich bestätigen, schon mehrere Jahre Erfahrung im Handel mit solchen Instrumenten zu haben, sonst keine Genehmigung. Also Voraussetzungen, die Privatpersonen praktisch nicht einhalten können, wenn man nicht zufällig bei einem Broker gearbeitet hat...
Nachdem ich das zusammengelogene Formular damals abgeschickt hatte, dauerte es wenige Wochen und schon hatte ich meine Termingeschäftsfähigkeit. Inzwischen müsste ich nicht mehr lügen. 🙂
Ob das heute nun umständlicher oder ehrlicher ist...
Letztlich sichert sich die Bank damit nur ab. Vermutlich ist es ihnen sogar egal, ob man lügt. Man verwirkt damit schließlich nur eigene Rechte, nicht die der Bank.
Gruß kio
am 22.05.2026 10:21
@Antonia schrieb:
Man muss ja mittlerweile, wie lange ist das eigentlich schon, seine Wertpapierkenntnisse durch entsprechende Antworten belegen.
Seitdem stelle ich mir immer wieder die Frage, wie es Neulinge machen?
Man will und soll diese Fragen ja wahrheitsgemäß beantworten!
Als 18jähriger frisch mündiger Bürger könnte man da nicht mal einen ETF auf den MSCI world kaufen.
Als Anfänger musst du immer erstmal etwas lügen. 🙂
Aber das wissen die Banken ja auch.
am 22.05.2026 10:33
Hallo @ae,
eine gesonderte Information vorab ist nicht geplant. Du kommst automatisch wieder in die Fragerunde nach Ablauf der sechs Monate
Viele Grüße Martin
am 22.05.2026 11:23
Es kommt nicht häufig vor, aber in diesem Fall bin ich mal uneingeschränkt der Meinung von @Glücksdrache.
Ok, fast uneingeschränkt. Den Begriff "Staatsbank" hätte ich vermieden und die dadurch implizit zum Ausdruck gebrachte Sichtweise ist auch nicht meine, aber in der Sache hat er recht.
Und als ob der Unsinn mit den neuen Risikohinweisen nicht groß genug wäre, soll man die Geschichte jetzt auch ncoh alle 6 Monate wiederholen?
Gibt es dafür eine sinnvolle Erklärung oder passiert das unter der Annahme, alle Käufer von KO-Zertifikaten seien demenzverdächtig und bräuchten fortlauend eine Auffrischung im Oberstübchen?
So, und jetzt suche ich mir irgendein Zertifikat aus und kaufe das.
Einfach so, weil ich es kann. Und aus Protest. Nimm das BaFin – jetzt erst recht 😝
22.05.2026 15:16 - bearbeitet 22.05.2026 15:17
22.05.2026 15:16 - bearbeitet 22.05.2026 15:17
Es kommt nicht häufig vor, eigentlich kommt es nie vor, aber in diesem Fall bin ich mal uneingeschränkt der Meinung von @Glücksdrache und @GetBetter .
KOs sind etwas Mathematik und/oder Beobachtung über einen gewissen Zeitraum. Wirklich kein intellektuelles Masterpiece.
Gehe ich in eine Spielbank, kann ich all mein Hab und Gut verjuxen mit Spielen, von deren Regeln ich noch nie gehört habe, juckt das jemanden?
Ach ja, die Spielbankabgabe, zwischen 50 und 80% an das Land. Leider profitiert der Staat nicht von unseren Verlusten mit Derivaten. ![]()
Deutsche und Bürokraten und deutsche Bürokraten im Besonderen lieben es, möglichst komplizierte, "gerecht" scheinende [<-sic] Regeln und Prüfungen zu konstruieren. Als ich letztens bei einer anderen Bank die RK 6 haben wollte, musste ich am Telefon einem tatsächlichen Menschen Antworten auf völlig absurde Schuldverschreibungen oder Wechseltermingeschäfte geben, die mich Null interessieren und ich auch nie in Anspruch nehmen will. Demütigend, dafür, dass ich denen auch noch mein Geld gebe.
KOs! Dreisatz! 10. Klasse....
Aber dass die codi die Erste ist, die hier in vorauseilendem Gehorsam ihre Kunden quält, ist eigentlich klar gewesen. Ich bin froh, dass ich nicht das süße Gift der besseren (also marktüblichen) Derivate-Konditionen geschluckt habe, und KOs weiter über einen anderen Anbieter lanciere.
Vielleicht kommt der später mit dieser Tortur, vielleicht aber auch nicht. ![]()
Frohe Pfingsten, ihr dummen, unselbständigen und beschützenswerten KO-Konsumenten. ![]()
am 22.05.2026 16:12
@haxo schrieb:Aber dass die codi die Erste ist, die hier in vorauseilendem Gehorsam ihre Kunden quält, ist eigentlich klar gewesen. Ich bin froh, dass ich nicht das süße Gift der besseren (also marktüblichen) Derivate-Konditionen geschluckt habe, und KOs weiter über einen anderen Anbieter lanciere.
Vielleicht kommt der später mit dieser Tortur, vielleicht aber auch nicht.
Wenn es der andere Anbieter ist, von dem ich meine zu wissen, dass er es ist, dann hast Du Dich zu früh gefreut. Die entsprechende Information erwartet Dich im dortigen Postfach und der "Wissens-Check" ist ebenfalls schon live.