Wirecard-Aktie Crash

Tito
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"Hedgefonds stockt Leerverkäufe auf"...

 

So ein Mist, das was ich befürchtete ist eingetreten, ich wurde bei 96,10 ausgestopt. Mein Stop lag bei 96,93. Der erste Deal auf Basis Kauf 94,93 war somit verlustfrei, aber trotzdem ärgerlich. Bin jetzt bei 100 wieder eingestiegen. Das hätte nicht sein müssen... Mann (traurig)

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@longtrader  schrieb:

@Glücksdrache  schrieb:

 

Wirecard ist in Frankfurt gerade unter 100 gefallen und pendelt gerade so zwischen 99 und 99,50 Euro.

 


War schon bei 95,30. Die Achterbahnfahrt kann doch nur wieder eine fake news verursacht haben. Es würde mich nicht wundern, wenn bei der FT einige Leute sitzen, die - vorsichtig formuliert - solche Meldungen zum Anlass nehmen, um mit Hebelprodukten Ein- und Auszusteigen. Etwas anderes zu glauben fällt mir schwer.


Danke @longtrader, danke @Listener,

 

ich habe leider auch keine substanzielle News gefunden. Außer dass HSBC das Kursziel gesenkt hätte. Liegt aber immer noch höher als das aktuelle Kursniveau! Roboter (fröhlich)

 

Und ist lt. go/gle-Suchmaschine auch schon mehr als fünf Stunden her....

 

Erfreuliche Aktualisierung: Habe den Call zu 101,45 Euro wieder geschlossen und eine kleine Marge vereinnahmt. Roboter (fröhlich)

 

Damit konnte ich einen Teil des "Crash-Verlustes" von letzter Woche wieder reinholen.

 

Und noch mal Herzlichen Dank an @longtrader, dass Du mich vom heutigen Vormittags Call auf eine Bank abgehalten hast. Der Wirecard Call war irgendwie spaßiger und auch schneller.

 

Bleibe aber vorsichtig.

 

Liebe Grüße

 

Glücksdrache

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@Glücksdrache

Hallo Glücksdrache, über Wirecard schreiben sich die Analysten ja die Finger wund. Allein bei den Finanznachrichten sind über 20 Artikel nach zu lesen. Auch hier gibt es mehrere offene Threads. Du hast bestimmt meine Anmerkungen gelesen, nochmals hier in Kurzform.

Der in London ansässige Hedgefond hält das größte Paket, hat aber laut Bundesanzeiger inzwischen reduziert. Vermutlich sieht er das Potential ausgereizt. Die Salamitaktikvorwürfe der F.T. scheinen auszulaufen, Wirecard ist inzwischen sturmreif geschossen.

 

Tatsache ist, jeder Analyst schreibt derzeit Vermutungen, doch etwas genaues weiß niemand, sogar über die abgelaufenen Durchsuchung in Singapur kursieren ebenfalls verschiedene Versionen.

 

Wer die Artikel der F.T genau liest, stellt fest, die Anschuldigungen werden im konjungtiv geschrieben (es könnte sein, der Verdacht liegt nahe, vermutlich haben usw.), selbst die Anzeige Wirecards gegen die F.T. wird vermutlich keine strafrechtlichen Auswirkungen haben.

 

Bis die Vorgönge geklärt sind, vermute ich keine höheren Kursbewegungen bei Wirecard, zeitlich gehen da bestimmt mehrere Wochen ins Land.

Auch der Artikel von Maydorn (vom Aktionär - von Longtrader hier 2 Minuten nach Veröffentlichung hereinkopiert) ist ja ziemlich der gleiche Tenor, wie ich einen Tag zuvor geäußert habe. 

Falls die Vorwürfe nicht haltbar sind, wird Wirecard seinen alten Trend wieder aufnehmen, langsamer wie bisher, aber stetig. Das Mißtrauen sitzt inzwischen tief und ist schwer wieder herzustellen. Falls der Topmanager involviert ist und seinen Hut nehmen muss, wird die Erholung langatmig, denn der Manager ist ein guter Mann.

Wenn du also nicht dabei bist, hier werden sich bis zur Klärung noch etliche Chancen für euch Trader auftun. Für Langzeitanleger erscheint mir das jedoch eine gute Gelegenheit zu sein, für bargeldlose Bezahlung und deren Abwicklung ist Wirecard in Deutschland unangefochten und der Konkurrenz weit voraus. Allerdings braucht man etwas Ausdauer.

Grüßle - Shane

 

 

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Danke für Deinen interessanten Beitrag @Shane 1!

 

Wesentlichen Teilen Deiner Analyse möchte und kann ich zustimmen. Allerdings ist mir die Rolle nicht ganz klar, die die weiteren Marktteilnehmer (wie beispielsweise PayPal und Apple bzw. deren Zulieferer) spielen werden.

 

Deshalb bin ich nach anfänglicher Skepsis davon überzeugt, dass Wirecard sehr wohl einen guten Platz unter den großen Aktiengesellschaften verdienen könnte. Ob es unbedingt der DAX30 ist oder ob die Commerzbank doch mehr wert ist: Da tendiere ich persönlich zur Cobank.

 

Vielleicht auch wegen deren höherer "Sichtbarkeit". Elektronische Zahlungsvorgänge sind ja weitestgehend unsichtbar und verlangen eine enorm hohe Vorstellungskraft der Anlegerinnen und Anleger. Frustrierter Roboter

 

Allerdings kann es immer wieder passieren, dass es zu einem kurzfristigen Kursrücksetzer kommt (könnte man bissigerweise auch als "McCrum Crash bezeichnen").

 

Deshalb: Risikostreuung!

 

Ansonsten aber sehe ich langfristig grünes Licht für Wirecard im Depot.

 

Natürlich stehe ich jetzt an der Seitenlinie und wenn es wieder massiv nach Süden geht, dann gibt es hoffentlich eine neue Call-Chance.

 

Und irgendwann wird die FT auch einesehen müssen, dass diese Art der Berichterstattung Abonnenten und Werbekunden nicht unbedingt massiv anzieht.

 

Liebe Grüße

 

Glücksdrache

 

 

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Lieber @longtrader, lieber @Shane 1, lieber @Listener,

liebe Community,

 

nun ist Wirecard wieder unter 100 gefallen, schwankt gerade um die 99,30 Euro plus/minus.

 

Erstaunlich hohe Volatilität. Roboter (fröhlich)

 

Liebe Grüße

 

Glücksdrache

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@Glücksdrache

Auf das grüne Licht hoffe ich natürlich wie alle anderen hier, welche ihr Geld bei Wirecard riskiert haben, unabhängig ob in Aktien, Zertifikate oder Hebelscheine.

Als der Konzern im September 2018 geadelt wurde, stand er bei etwa 180 Euro und hat sich bis letzten Freitag halbiert.

 

Damit haben sich etwa 9 Milliarden Euros in Luft aufgelöst. Ich glaube, hätte CEO Markus Braun heute nochmals die Wahl, würden die Jubelschreie gedämpfter ausfallen.

 

Braun gab auch bei Bloomberg ein Interview, demnach rechnet er mit baldiger Klärung der Vorgänge, ... es könne sich nur noch um wenige Wochen handeln. Wenigstens halten die Kunden (Allianz, BASF usw.) dem Konzern bisher die Treue, angeblich sind alle noch bei der Stange. Das zeigen derzeit auch die aktuellen Kursprognosen, die Analysten halten an den hohen Kursen mehrheitlich fest.

 

Das Geschäftsmodell von Wirecard ist (wie von dir auch erwähnst) nicht nur für Laien schwer zu verstehen, wahrscheinlich fehlt den Analysten großteils auch das Verständnis (ohne jemanden jetzt zu nahe zu treten).

 

Als es vor 3 Jahren eine ähnliche Shortattacke auf Wirecard regnete fiel der Kurs laut Chart auf etwa 30 Euro (sieh mal auf den Chart im Februar 2016). Wer damals durchhielt, wird sich auch beim aktuellen Stand nicht beschweren können, da stehen aktuell immer noch über 300 % im Haben.

 

Vielleicht läuft es auch jetzt wieder so und wir reden in drei Jahren von Kursen um 300 Euro.

Wie heißt es doch bei James Bond 007 so schön:  Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Grüßle - Shane

   

 

Taube
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Prüfung auf Sammelklagen in den USA 

https://amp.wiwo.de/unternehmen/banken/zahlungsdienstleister-us-sammelklaeger-nehmen-wirecard-ins-vi...

 

Wo gleich ist mein Formular? Muss mal in meinen Briefkasten schauen ... Smiley (wütend) #augenroll

Tito
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101 Euro, 99, 95, jetzt wieder 99... Hälste im Kopp nicht aus... Was habe ich mir da bloß ausgesucht... Mann (gleichgültig)

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Schön ist anders.

 

Solche Sammelklagen sind, auch wenn sie am Ende erfolglos wären, eine wirkungsvolles Mittel um schlechte Nachrichten nachhaltig über einen längeren Zeitraum in der Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit zu halten.

 

Wäre gut, wenn es auch "unzählige Sammelklagen" gegen die FT gäbe mit dem Vorwurf der Marktmanipulation. Aber wie @Shane 1 treffend schrieb haben die sich dank des "alternativ-faktischen Konjunktivs" wohl nichts zu schulden kommen lassen. Außerdem besteht das Restrisiko, dass da wirklich etwas ist und Klagen gegen Wirecard gerechtfertigt wären.

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@Taube

Sammelklagen sind bei den Amerikanern nichts ungewöhnliches und ist nachvollziehbar, wenn man das dortige System versteht. Man prüft Sammelklagen obwohl noch keine Verfehlungen aktenkundig sind. Wie absurd ist so etwas, man verklagt theoretisch seine eigene Firma auf Schadensersatz.

 

Allerdings ist eine Beteiligung sowieso nicht ratsam, die Erstattung wird sich um Kleinbeträge drehen, die Anwaltskosten die Entschädigung aufzehren.

Ich kenne keinen Fall, in welchem es sich für Anleger ausbezahlt hat. Die Banken sind aber verpflichtet, diese Schreiben weiterzuleiten.

 

Wenn du so ein Schreiben im Briefkasten vorfinden solltest, darfst du zwar mit den Augen rollen, das Schreiben aber beruhigt im Papierkorb entsorgen, es sei denn du willst die hungerleidenden Anwälte unterstützen. Außerdem benötigst du fundierte Kenntnisse in Wort und Schrift, denn der ganze Briefverkehr würde in in Englisch stattfinden. 

Gruß - Shane