Solidaritätszuschlag

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breweb1
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Hallo Community,

 

weiß einer, wie es mit dem Solidaritätszuschlag auf Kapitalerträge oder Aktiengewinne weitergeht?

Werden diese Einkünfte  zum Gehalt dazu addiert und wird danach die Grenze bemessen, ob man Soli zahlt oder nicht?

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So ganz verstehe ich die Frage nicht.

Die Steuern werden an der Stelle erhoben, also bei der Bank, bei der die Gewinne gemacht werden.

Somit bist Du dann "steuersauber".

breweb1
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Ich meine die steuerliche Betrachtung des Solidaritätszuschlages nach der GroKo Einigung.

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Die betrifft meines Wissen nur Zinserträge

 

Korrektur:

 

Eben auf SPON gefunden:

Der Soli wird ab 2021 für 90 Prozent der Steuerzahler abgeschafft, die ein unteres oder mittleres zu versteuerndes Einkommen haben. Das kostet den Staat zehn Milliarden Euro. Auf die Nennung einer konkreten Freigrenze verzichten die Koalitionsparteien.

Die Abgeltungssteuer auf Zinserträge wird abgeschafft, wenn sich der automatische Informationsaustausch der Finanzämter etabliert hat.

 

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Erst mal abwarten, ob

  • es überhaupt wieder eine GroKo geben wird
  • ob die sich lange genug einig bleiben
  • ob die nicht am Ende was ganz anderes machen, als sie jetzt sagen
  • ...

Sehe da aktuell überhaupt keinen Grund auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden Smiley (zwinkernd)

 

baha

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Muss mich da @baha anschließen von Steuervorteilen kann man sich ruhig überraschen lassen, sehe das größere Problem, das in den Sondierungen die Böse Idee aufkam, das die Abgeltungssteuer ja ausgedient hätte, da es ja kaum noch Steuerschlöpflöcher (für die Armen Menschen) gibt.

 

Ja es wurde schon an anderer Stelle angesprochen, und @dg2210 war glaub ich verfechter von der Ansicht, das sie das niemals tun werden, weil das ein viel zu großen Bürokratie Akt bedeuten würde.

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Liebe Bordmitglieder,

das Problem der Abgeltungssteuer, welches da am Horizont auftaucht, wird uns effektiv zukünftig nachhaltig beschäftigen. Nicht wegen der 8 oder 9 % (je nach Bundesland) Kirchensteuer auf die zu versteuernden Einkünfte oder dem kleinen Solidaritätszuschlag, wir werden wahrscheinlich von der neuen Regierung alle durch die Hintertür zukünftig verstärkt für unsere Kapitaleinkünfte zur Kasse gebeten werden. 

Der Gedanke an Steuervorteile ist völlig unrealistisch, im Gegenteil, es werden höhere Steuern anfallen.

 

Nun, wie erkläre ich euch das verständlich am Einfachsten.

Zunächst, die derzeitige Verfahrensweise ist unbürokratisch und einfach aber äußerst ungerecht. Die Bank behält 25% der Einnahmen ein (zuzüglich Soli und KiSt.) und führt diese an das Finanzamt ab. Diesem ist es jetzt egal, ob der Bürger seineKapitaleinkünfte in der Steuererklärung angibt oder nicht. Er kann es tun, muss es aber nicht! Wurde von Herrn Steinbrück eingeführt... lieber 25% von x, als 50% von nix (wegen Steuerflucht).

 

Die GroKo plant nun eine Abschaffung der Abgeltungssteuer, d.h. die Einkünfte sollen zukünftig wieder mit dem persönlichen Steuersatz versteuert werden. Dies ist zwar viel Verwaltungsaufwand, aber gerechter und für viele auch teurer.

 

Die derzeitige Regelung ist nur dann gerecht, wenn euer Steuersatz exakt 25% beträgt.

Hoffe, es wird an einem ganz einfachen erklärtem (ohne zusätzlichem Soli und Kist.) Beispiel ersichtlich:

 

Ich erhalte 1000 Euro Zinsen im Jahr und liege unter dem Freibetrag. Die Bank behält 25 % (250 €) ein und bezahlt mir 750 € aus.

Wenn mir das Steuersystem zu kompliziert ist (wie vielen Bürgern und dadurch spart er Millionen), gebe ich keine Erklärung ab und der Staat behält ungerechter Weise das Geld, ansonsten wird er es zurückerstatten.

 

Jetzt bin ich Bankdirektor und bekomme eine Million Euro Zinsen, die Bank behält 25%, also 250.000 Euro ein. Ich werde jetzt den Teufel tun und meine Kapitaleinkünfte dem Finanzamt melden (muss ich ja nicht), denn ich habe einen Steuersatz von 48% und müßte dann 480.000 Euro bezahlen, also ganze 230.000 Euro mehr, das mache ich ja nicht, denn ich handle ja steuerehrlich.

 

Also haben bisher so die Reichen gewaltig Steuern gespart und die Ärmeren, oder besser die Unwissenden zuviel bezahlte Steuern dem Staat verschenkt.

Dies wird nun unter zusätzlich aufkommender Verwaltungsarbeit wieder sozial gerechter werden, nur liegen eben viele mit dem persönlich zu entrichtenden Steuersatz (Lohneinkünfte, Kapitaleinkünfte, Mieteinnahmen, Renteneinkünfte usw.) darüber und werden durch die Zinseinküfte dadurch auch mehr Steuern entrichten müssen.

Das zieht sich dann vom Großverdiener hinunter bis zum relativ kleinen Sparer, unabhängig davon, dass die Freibeträge erhalten bleiben sollen und wird - befürchte ich - den Großteil der hier lesenden Mitglieder treffen.

 

Das reale Steuerrecht ist natürlich viel komplexer, aber ich denke, ich habe es für das angefragte Problem ausreichend erläutert.

mit Rosenmontagsgrüßen  - Helau

Shane

 

 

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Hallo @Shane 1,

die Abschaffung der Abgeltungssteuer soll meines Wissen nur für Zinsen gelten oder anders gesagt  bei Dividenden bleibt alles beim alten.

Mit freundlichen Grüßen
Eckhard Schnell

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@eckhardschnell

Ja, das betrifft - wie bisher zu vernehmen war die Zinseinkünfte, aber der große Teil unserer Bevölkerung spart ja in Bausparverträgen, Sparbüchern oder Versicherungen. Dividenden sind Kapitaleinkünfte, aber die Zahl der Aktionäre in

Deutschland ist auch überschaubar um nicht zu sagen, verschwindend gering.

 

Sicher sparen auch viele nicht allein nur in Aktien, sondern haben auch Anleihen, Genußscheine, Zertifikate usw.

Die Politiker scheinen vom Karneval derzeit sowieso total vernebelt zu sein, das Verhalten unserer Volksvertreter grenzt beinahe schon an Kasperlestheater. 

Warten wir gelassen ab,  bis genaue Erkenntnisse vorliegen.

Grüßle Shane

 

NordlichtSH
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Wenn die Abgeltungssteuer tatsächlich wieder abgeschafft wird, dann werden hoffentlich gleichzeitig die Sparerfreibeträge erhöht.