Schafft nmh es, das zu schlagen?

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@baha:  sehr gut! Wenn das Dein Wert nach Gebühren und Steuern ist, liegen wir fast auf die Nachkommastelle gleichauf. Gratulation! In meinem Fall ist es der Schnitt aus 25 Jahren, da gab es gute und schlechte Zeiten an der Börse. Der Wert betrifft nicht nur comdirect, sondern alle meine (vielen) Depots als Gesamtergebnis über diese 25 Jahre.

 

Über die Renditeberechnung denke ich seit fünfzehn Jahren nach, bisher habe ich keine eindeutige Methode gefunden. Sondern immer nur heus... äh ...ristische Schätzungen (Insidergag). Siehe oben. Und dabei kenne ich mich mit Mathematik sehr gut aus (siehe sogleich unten). Wenn jemand für das obige Beispiel eine griffige Formel hat ...?

 

  @baha:  mir ist meine eigene genaue Performance eigentlich auch wurscht, da haben wir ebenfalls was gemeinsam. Aber ich wurde ja ausdrücklich gefragt. 

 

Nochmal @baha:  wir sollten uns zusammentun. Dann haben wir nach Adam Opel Riese 28 Prozent!!

 

nmh

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@baha  schrieb:

Ich betreibe mehr schludrig als gründlich die Software Portfolio Performance.


freut mich, dass Du Dich auch für das Tool entschieden hast ;-) Schriebtest ja seinerzeit, dass Du es mal ausprobieren wolltest.

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Oder hättest Du eine Idee für mich? Ich würde mich sehr freuen!

@nmh

ich mache es mir einfach, indem ich nur auf die absolute Portfoliosumme schaue. Dann bereinige ich um Einlagen und Entnahmen und fertig ist die Laube. Das entspricht dann nicht der Rendite der einzelnen Wertpapiere - aber es entspricht der Rendite aller Wertpapieranlagen.

 

Wenn es mir wichtig genug wäre, würde ich mir auch die Mühe machen Einlagen und Entnahmen tagesgenau zu berücksichtigen. Würde dann mit Tagesbeständen arbeiten. So wichtig ist es mir aber nicht. Habe auf der Arbeit genug KPIs, die  mir Gesellschaft leisten. Lachender Smiley

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Die Schatten-Buchungs-Methode von @sonnenbrille ist pfiffig, wäre mir aber zu aufwendig.

 

Die Tatsache, daß hier noch niemand eine "richtige" Methode zur Renditeberechnung präsentiert hat, liegt darin begründet, daß eine allgemeine, korrekte Methode nicht existieren kann.

 

Die ganzen Methoden rund um "internen Zinsfuß" beruhen auf der Nullstellensuche eines Polynoms mit Gliedern der Form "Anlagebetrag ^ (Zinssatz * Anlagedauer)" . Dieses Polnom hat soviele Nullstellen, wie Vorzeichenwenchsel auftreten.

 

Der Trivialfall ist eindeutig lösbar: ich  kaufe zu einem Termin ein Wertpapier und verkaufe es später wieder.  Sobald aber mehrere Anschaffung desselben Wertpapiers oder Teilverkäufe zu berücksichtigen sind, versagt diese Methode. Dann gibt es mindestens zwei Lösungen, von denen jede "gleich richtig" ist.

 

 

 

 

 

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@dg2210:  Meine Systeme arbeiten sogar genau so, also Nullstellensuche in dem Polynom. Aber halt nur für einzelne Wertpapiere.

 

@akh:  Vollste Zustimmung. Ich hatte ja schon geschrieben, dass die Rendite ein Nice-to-have für mich ist, also nicht wichtig. Hier in diesem Thread wurde halt danach gefragt.

 

Schöne Grüße heute mal speziell nach Düsssssssssseldorf

aus einem trüben München

 

nmh

 

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@nmh

Ich werde jetzt nicht direkt auf SCA eingehen (kenne aber den Konzern, da ein Freund dort seit Jahren als Project Engineer beschäftigt ist - war früher die PWA/Mannheim, bevor sie aufgekauft wurde mit Produkten wie Softies, Zewa-Wisch & Weg usw.), da es unerheblich für die Performanceberechnung ist.

 

Ich finde, der Erfolg ist eigentlich leicht festzustellen, ohne dass ich mich jetzt mit speziellen Programmen wie World Money usw. auseinandersetzen muss.

So wie @akh es erwähnt hat, ermittle ich ebenfalls den Gewinn oder Verlust der Depots

Beispiel:

Ich eröffnete ein Depot am 01.01.2007 mit einer Einlage von X Euro. Mit dieser Einlage kaufe und verkaufe ich alle Papiere, egal ob Zertifikate, Aktienanleihen, Optionsscheine oder Festgeldeinlagen. Natürlich fließen hier neben den Kaufkosten und Verlusten auch dieDividenden auch die Zinsen auf das Konto.

 

So habe ich insgesamt vom 01.07.2007 bis 01.07.2018 (nach 11 Jahren) exakt 49,8 % erwirtschaftet, nämlich 4,52% pro Jahr (meine Berechnung stimmt auf den Euro genau, aber ich bin buchhalterisch auch sehr kleinlich).

Dies ist natürlich nicht berauschend, aber wie du weißt steht für mich nicht Gewinnmaximierung an erster Stelle, sondern Kapitalerhalt und mit diesem Ergebnis schlage ich der Inflation (derzeit 2,2%) jedenfalls in Zeiten der Nullzinspolitik ein Schnäppchen.

 

Wenn Anfänger an der Börse tätig werden, haben sie vorher immer von Aktien gelesen, welche zigtausend Prozent gestiegen sind. Natürlich schreiben die Medien dann vorwiegend von diesen und beflügeln die Fantasie. Von den vielen hunderten von Aktien, welche in die Bedeutungslosigkeit gesunken sind oder vom Kurszettel verschwunden sind, schreibt niemand.

Verdoppeln der Einlage ist für viele nach Lesen dieser Lektüren jetzt natürlich das Mindeste.

Aber wie ich als wir uns hier kennenlernten bereits geschrieben habe,

10 % jährlich im Schnitt an der Börse zu schaffen ist anspruchsvoll und schaffen nicht einmal die Profis.

 

Auch ich mag wie du keine imaginären Berechnungen. Wer 100 Euro investiert und am Jahresende 10% Gewinn hat, hat 10 Euro verdient, richtige Freude kommt da nicht auf. Wer allerdings wie du auf Grund einer Falschbuchung (nachgelesen in deinem Profil) von der Codi 10 Millionen erhalten hat (grins), hat am Jahresende 1 Million mehr auf dem Konto und da empfinde ich zehn oder auch nur noch fünf Prozent als erfolgreich angelegte Summe.

 

Abschließend noch einen erläuternden Satz; ich halte nichts spekulativen Aktien allgemein oder von Pennystocks, nichts von Aktien aus Osteuropa, Indien oder China, Aktien aus Ländern ohne demokratisches Verständnis, aber ich riskiere inzwischen auch mal etwas in solide Aktien mit zyklischem Geschäftsmodell (Lufthansa z.B.) oder ethischen Gesichtspunkten (Zigaretten, Alkohol, Rüstung usw.). Auch meine frühere Betrachtung zu Tieffliegern habe ich dankensweise inzwischen komplett revidiert. Aber bevor ich jetzt komplett von deiner Frage abweiche, höre ich lieber auf.

Hoffentlich geht bald wieder die Mailbenachrichtigung, es ist dochmühsam, die Beiträge jedesmal auf Reaktion zu überforsten.  

Grüßle - Shane

 

 

 

 

Pfoisch
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Ich habe vor Jahren mal ein interessantes Experiment gemacht. Ich habe in jedes nicht DAX-Unternehmen mit Entfernung < 200 km von meinem Wohnort teils real, teils in einem Musterdepot den gleichen Betrag investiert.

 

Es war vor 15 Jahren am 27.06.03 und ich kam auf 26 AGs. Habe diese Idee glatt vergessen gehabt. Durch diesen Thread hatte ich das Interesse mal nachzuschauen, was daraus geworden ist:

 

Zum heutigen Tag käme ich auf eine durchschnittliche jährliche Rendite von 7,2 % plus Dividenden, die ich nicht verfolgt habe. Viele sind auch ein Totalverlust, bei denen ich vermutlich nicht bis zum bitteren Ende dabeigeblieben wäre.

 

Das Ganze finde ich erstaunlich positiv, für ein regionales Depot, das nach keinem fachlichen Kriterium zusammengewürfelt ist und um das man sich 15 Jahre Null Sekunden kümmert.

Challenger
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Danke @Pfoisch:

 


@Pfoisch  schrieb:

Ich habe vor Jahren mal ein interessantes Experiment gemacht. Ich habe in jedes nicht DAX-Unternehmen mit Entfernung < 200 km von meinem Wohnort teils real, teils in einem Musterdepot den gleichen Betrag investiert.

 ...

 Zum heutigen Tag käme ich auf eine durchschnittliche jährliche Rendite von 7,2 % plus Dividenden...


ein sehr interessantes Experiment!!!

 

Viel Erfolg,

 

Highlighted
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@nmh

Die Steuern sollten enthalten sein, die Gebühren allerdings nur lückenhaft.

 


@nmh  schrieb:

 

mir ist meine eigene genaue Performance eigentlich auch wurscht, da haben wir ebenfalls was gemeinsam. Aber ich wurde ja ausdrücklich gefragt. 

 

Nochmal @baha:  wir sollten uns zusammentun. Dann haben wir nach Adam Opel Riese 28 Prozent!!

 


Da bin ich dabei, das ist prima!

Hätte ich nur früher gewusst, dass sich die Performance so leicht verdoppeln lässt 😃

 

baha

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Na da hab ich ja was losgetreten, danke für die vielen ehrlichen und interessanten Beiträge!

 

Ich weiß es ist schwierig, die eigene Performance genau im Blick zu haben, zumal wenn viele Kaufzeitpunkte und Zu- und Abflüsse dazu kommen, Aktiensplits etc. Ich tue mich da auch extrem schwer.

 

Jedenfalls finde ich es hilfreich, gelegentlich innezuhalten und sich zu fragen, ob das ganze hin und her einem selbst etwas bringt (Spaß auf jeden Fall!) oder ob man mit einem stupiden Investment in den MSCI World nicht besser fahren würde. Es ist meiner Erfahrung nach oft so, dass Erfolge am Aktienmarkt gerne und viel kommuniziert werden die eigenen Misserfolge aber allzugerne unter den Teppich gekehrt werden. 

 

Ich für meinen Teil habe beschlossen, ca. 85% stupide und passiv in Aktien-, Anleihe- und Rohstoff-ETFs anzulegen und nur mit 15% meines Geldes der Illusion nachzugehen, die Märkte schlagen zu können. Gelegentlich funktioniert das gut, gelegentlich greife ich in die Tonne, aber natürlich mit engen Stopkursen :-) 

 

In diesem Sinne fröhliches Investieren!

 

Gruß, swolpoll