Heulen und Zähneklappern

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Liebe geneigte Anleger (m/w),

die kalte Dusche beim DAX geht weiter. Zuletzt hat der starke Euro geschadet, und der Skandal bei der deutschen Schlüsselindustrie, den Autos (keuch!), war ebenfalls nicht hilfreich. Ganz aktuell streiten sich zwei bekennende "Diplomaten" auf der Weltbühne: Der cholerische US-Präsident gegen das verzogene Zigarettenbürscherl aus der Demokratischen Volksrepublik Nordkorea. Dummerweise verfügen vermutlich beide Jungs über atomares Spielzeug. Eine gefährliche Mischung für die Börse. Nicht lustig das ist.

Es tut vielleicht gerade den Neueinsteigern ganz gut, zu erkennen, dass die Börse eben keine Einbahnstraße ist, dass es auch mal wochen- oder monatelang nach unten gehen kann. Im Herbst werden die Kurse wieder steigen; es gibt weiterhin keine Alternativen zu Aktien. Davon bin ich persönlich überzeugt. Aber die derzeitigen Verluste nerven halt schon.

Wer das DAX-Marktrisiko in seinem Depot begrenzen möchte, ohne gleich alle Aktien zu verkaufen, kann mit Derivaten von fallenden Kursen profitieren und dadurch Verluste zumindest teilweise ausgleichen. Ich habe an anderer Stelle schon ausführlich darüber geschrieben. Wenn der (um 15 Grad) geneigte Leser vielleicht eine Minute findet, um's nochmal nachzulesen? Weitere allgemeine Hinweise habe ich hier gegeben.

 

Und wer meinem Tip hier gefolgt ist, hat in vier Wochen knapp 40 Prozent verdient, also eine Jahresrendite von 480 Prozent. Das Papier PR5A50 ist jetzt bei seiner Obergrenze von 5 Euro angelangt und sollte bitte mit diesem enormen Gewinn verkauft werden. Ich weiß, dass viele von Euch dabei waren. Schön!


Aktuell eignet sich das Commerzbank Turbo-Short-DAX-Zertifikat mit der WKN CR1Y7G zur Absicherung gegen das Heulen und Zähneklappern. Das Papier mit einem Basispreis von derzeit 13.088* und Knock-Out bei 12.900* hebelt DAX-Verluste mit einem Hebel von derzeit etwa -11. Das bedeutet vereinfacht: falls der DAX um ein Prozent fällt, gewinnt dieses Papier 11 Prozent. Steigt allerdings der DAX um ein Prozent, so verliert man in diesem Zertifikat 11 Prozent. Es geht also immer in die entgegengesetzte Richtung wie der DAX -- mit 11-facher Geschwindigkeit.

Der aktuelle Wert des Papiers in Euro ergibt sich -- wiederum vereinfacht -- zu jedem Zeitpunkt nach der Formel

 

Preis (Euro) pro Zertifikat = (Basispreis - DAX) / 100

 

also hier konkret (13.088* - DAX) / 100. Im Moment (11. August, 16 Uhr) steht der DAX bei 12.028, und das Papier kostet exakt die errechneten 10,60 EUR.

 

Die theoretische Obergrenze bei diesem Papier liegt bei 130,88 Euro, dazu muß der DAX auf Null fallen. Aber ob dann die Commerzbank noch existiert und das Papier bedient, ist eine andere Frage.

 

Im Gegensatz zu Optionsscheinen gibt es keinen Zeitwertverlust, die Volatilität spielt keine Rolle. Aus diesem Grund sind solche Papiere für Anleger einfacher zu verstehen als beispielsweise Put-Optionen, mit denen man ja ebenfalls von fallenden Kursen profitieren kann. Allerdings bezahlt man diese Vereinfachung mit der Tatsache, dass jederzeit die Stop-Schwelle aktiv ist. Sie kann dem Leben des Papiers ein jähes Ende bereiten, wenn der DAX sehr stark steigt. Also:


Die Stop-Schwelle hat Bedeutung bei einem starken Anstieg des DAX: Falls der DAX (derzeit 12.028) einen Wert von 12.900* überschreitet -- irgendwann im Verlauf des Handels -- wird das Papier "ausgeknockt" und mit hohem Verlust zwangsverkauft. Ihr bekommt dann nur noch einen kleinen Restbetrag gutgeschrieben. Ich habe ein Papier mit einer Stop-Marke beim bisherigen DAX-Rekord gewählt. Diese wird also ausgelöst, wenn der DAX auf neue Höchststände steigt. Das ist aus technischer Sicht sinnvoll, weil ein Anstieg auf einen neuen Highscore eine Bestätigung für den intakten langfristigen Aufwärtstrend wäre.

Wenn es aber mit dem DAX -- zumindest über den Sommer -- weiter nach unten geht, dann wird dieses Papier im Kurs steigen und die Aktienverluste etwas dämpfen.

Interessant ist auch die Frage, wieviel Geld man in eine solche Absicherung investieren sollte. Ich würde nicht das gesamte Marktrisiko absichern, sondern beispielsweise ein Drittel. Bei einem Depotvolumen von sagen wir mal 10.000 Euro wären somit 3.333 Euro abzusichern. Da das Zertifikat einen Hebel von ca. 11 hat, errechnet sich somit ein Kapitaleinsatz von 3.333 Euro / 11 = 303 Euro. Ihr würdet also 29 Stück von dem Zertifikat zu (derzeit) je 10,60 EUR kaufen.

 

Wenn der DAX dann auf beispielsweise 11.000 Punkte fällt (minus 8,3%), steigt unser Papier CR1Y7G auf grob 21 Euro (ganz einfach nach obiger Formel). Beim Kauf von 29 Stück ergibt sich für die Absicherung ein Gewinn von etwa 300 Euro. Eure DAX-Aktien haben gleichzeitig 8,3% an Wert verloren, das sind 833 Euro. Et voilà, wie der Spanier sagt: Mehr als ein Drittel des Verlustes habt Ihr über das Absicherungspapier wettgemacht. Wie gewünscht.


Wichtig ist noch die Bemerkung, dass eine Absicherung eines internationalen Aktiendepots über einen Short auf den DAX natürlich suboptimal ist. Wenn Ihr also nicht nur DAX-Aktien besitzt, sondern international gestreut seid -- was ich ja immer empfehle -- dann kann theoretisch der DAX deutlich zulegen, während Euer Depot gleichzeitig stark verliert. In diesem Fall hättet Ihr sowohl Verluste im Depot als auch in Eurer Absicherung. In der Praxis sind allerdings alle Aktienmärkte korreliert. Das bedeutet, dass normalerweise alle Aktien an Wert verlieren, wenn auch der DAX fällt, und umgekehrt.

Zuletzt sei noch angemerkt, dass dieses Zertifikat unter die 3,90-Aktion von comdirect fällt. Käufe und Verkäufe über mindestens 1.000 EUR kosten also nur pauschal 3,90 EUR Provision, wenn Ihr außerbörslich (also im LiveTraing mit oder ohne Limit) handelt. Achtung: Im obigen Beispiel beträgt der Kaufpreis nur 303 Euro, also zu wenig für die Flatfee. Ihr würdet die normale Provision von 9,95 Euro bezahlen -- jeweils für Kauf und für Verkauf.

 

Ich hoffe, Euch mit diesem Hinweis ein wenig die Saure-Gurken-Zeit an der Börse zu verschönern. Wollen wir hoffen, dass die beiden Streithansel ihre jeweils sicherlich wichtige Sache nicht eskalieren, dass es friedlich bleibt und dass die Börsen ab Oktober wieder steigen. Rechtzeitig wenn hier in München alle wieder nüchtern sind.


Viele Grüße aus einem regnerischen München

und ein unglaublich schönes Wochenende für alle Fans meiner Beiträge

nmh

 

______________________

*) Knockout-Barriere und Basispreis werden regelmäßig gesenkt, um die Finanzierungskosten für den Hebel darzustellen. Das könnt Ihr im Informer selbst nachvollziehen, da werden jeweils die aktuellen Werte gezeigt.

 

7 ANTWORTEN
MrKlaus
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Wäre eine gute Gelegenheit gewesen  die 3,90 Euro  Aktion einmal auszuprobieren.

Tja.....ich hätte halt nur genug Geld zurück legen sollen. Das passiert mir ab jetzt nicht noch einmalLachender Smiley

Ich setze mich also die nächsten Tage erst mal auf die Zuschauertribüne.Smiley (fröhlich)

haxo
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Ich liebe dieses Forum, habe ich das schon mal gesagt?

 

@nmh bringt uns natürlich schon in ein ziemliches Dilemma oder alt-deutsch ausgedrückt: In eine catch22-Situation, entweder ein  "Turbo-Short-DAX-Zertifikat" zu erwerben (wenn ich diesen Ausdruck meiner Holden weitergebe, darf ich die nächsten Nächte im Hotel schlafen), oder in den nächsten Wochen "ach-hätt-ich-doch-ach-wenn-ich-doch-nur" zu jammern.

 

Allein schon um nmh bei Erfolg [Misserfolg] Monate, wenn nicht sogar Jahre lang zu huldigen [ärgern], werde ich von diesem Papier eine Mini-Position aufbauen, gerade soviel um die comdirekt-Kosten  und vielleicht ein Big-Mac-Menü wieder einzuspielen.

 

Übers Wochenende werde ich mein Depot als Musterdepot spiegeln und eine 100%-Absicherung mit diesem Schein durchspielen und als Sahnehäubchen einen superriskanten Dax-Put mit einem Hebel, der die Titanic wieder aus dem Meeressumpf herauslupfen würde, zusätzlich einbauen. Trial and Error.

 

Für mich bleibt noch die Frage: Auch wenn diese Papiere den Bezugswert nicht beeinflussen (beim DAX wohl schon gar nicht), gibt es irgendwelche Parameter, die der Emittent verändern würde bzw. könnte (sicher zu Ungunsten des Käufers) wenn genau dieses Papier aufgrund der Empfehlung millionen tausendfach gekauft werden würde?

 

Ein schöner Beitrag, wie immer. Vielen Dank.

 

 

hx

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Und wenn der DAX jetzt seitwärts geht?

 

Ich hab ein dickes Fell unter der Hohenzollernbrücke bekommen und ich glaube @nmh hat was von Wertverlustmininmierung gesprochenchrieben. Natürlich mit Hilfe einer riskanten Wette.

Mal ehrlich, ist denn das reine Aktiendeopt wirklich um 20% gefallen?

Meins nicht und das der BEAZ auch nicht. Ich hatte gestern die dumme Frage gestellt, wieviel Prozent vom Depot mann/frau für solche Aktionen verwenden sollte. Die Antwort hat mich echt umgehauen.  

 

Und um wirklich den ersten und damit auch besten Gedanken, nämlich was aufzubauen, weiterzuverfolgen, werde ich mich weiter vor mich selbst schützen.

Ab und zu, gerade wenn es langt und auch passt mitzumachen, aber ansonsten die Herde hüten Herz   

 

LG

TutsichGut

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Hallo @haxo,

 

vielen Dank für Dein Lob. Ich gehe fest davon aus, daß das Zertifikat - bloß aufgrund meiner Empfehlung - tausendfach, ach was, milliardenfach gekauft wird.

 

Es gibt zwei Parameter, die der Emittent theoretisch verändern kann, um seine Gewinnspanne zu verbessern: Da wäre zum einen der "Spread", also der Unterschied zwischen Kauf- und Verkaufspreis für das Zertifikat. Momentan liegt der bei einem Cent.

 

Und zweitens, nicht so deutlich sichtbar für weniger erfahrene Anleger: der Finanzierungs-Zinssatz, mit dem der Hebeleffekt finanziert wird; zu erkennen an der Geschwindigkeit, mit der täglich der Basispreis reduziert wird.

 

Aber keine Sorge. Wir haben in Deutschland einen sehr stark umkämpften Derivatemarkt. Die Emittentin, die Commerzbank, steht im Wettbewerb mit ungefähr zehn anderen Banken, die solche Zertifikate herausgeben. Wenn da einer Schindluder betreibt, werden die Anleger auf Produkte anderer Emittenten ausweichen.

 

Daher müssen wir nicht befürchten, "gelöffelt" zu werden. Allerdings ist es schon sinnvoll, die beiden Parameter genau zu beobachten und auch beim Produktvergleich zu beachten.

 

Nachdem mich einige private Nachrichten, Postkarten und Flaschenpostens (kennt jemand den Plural?) erreicht haben, ist hier bei der Gelegenheit auch nochmal der Hinweis angebracht, daß Ihr mit diesem Produkt nicht gegen die Commerzbank spekuliert! Der Bank ist völlig wurscht, ob der DAX fällt oder steigt. Denn sie sichert das Zertifikat, das Ihr bei ihr kauft, einfach am Terminmarkt ab. Die Commerzbank verdient ausschließlich am Spread und am Finanzierungssatz, wie oben beschrieben. Das gilt für alle Zertifikate, Optionsscheine und andere Derivate.

 

Viele Grüße aus einem trüben München

 

nmh

 

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Und hallo @TutsichGut,

 

danke auch für Deinen Beitrag. Ganz einfach: Wenn der DAX seitwärts läuft, dann gibt es ja nichts abzusichern. Allerdings verliert das Commerzbank-Zertifikat durch die tägliche Anpassung des Basispreises dann an Wert.

 

P.S. Die zweite Lepo von links - Du erinnerst Dich - arbeitet nicht mehr in dem für uns beide zuständigen Spezialagenten-Team bei comdirect, sondern ist jetzt - man halte sich fest - ausgerechnet in der IT gelandet. Wunder und Zeichen. Schade!

 

Viele Grüße aus München

 

nmh

 

Dietus
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nmh schrieb:

Liebe geneigte Anleger (m/w),


Interessant ist auch die Frage, wieviel Geld man in eine solche Absicherung investieren sollte. Ich würde nicht das gesamte Marktrisiko absichern, sondern beispielsweise ein Drittel. Bei einem Depotvolumen von sagen wir mal 10.000 Euro wären somit 3.333 Euro abzusichern. Da das Zertifikat einen Hebel von ca. 11 hat, errechnet sich somit ein Kapitaleinsatz von 3.333 Euro / 11 = 303 Euro. Ihr würdet also 29 Stück von dem Zertifikat zu (derzeit) je 10,60 EUR kaufen.

 

Wenn der DAX dann auf beispielsweise 11.000 Punkte fällt (minus 8,3%), steigt unser Papier CR1Y7G auf grob 21 Euro (ganz einfach nach obiger Formel). Beim Kauf von 29 Stück ergibt sich für die Absicherung ein Gewinn von etwa 300 Euro. Eure DAX-Aktien haben gleichzeitig 8,3% an Wert verloren, das sind 833 Euro. Et voilà, wie der Spanier sagt: Mehr als ein Drittel des Verlustes habt Ihr über das Absicherungspapier wettgemacht. Wie gewünscht.

 


Hallo nmh,

 

das sind recht interessante Ausführungen, wie man mit geringen Mitteln die augenblicklichen Kursverluste "wettmachen" kann.

Wobei sich mir die Frage nach dem cui bono stellt. Wem also nützt so ein Hebel? Natürlich dem um 15Grad geneigten Anleger. Aber ausgehend von den Annahme, dass die Anbieter solcher Geschäfte scharf rechnende Finanzexperten sind und kein caritativer Verein für Klein- und Mittelanleger müsste so ein Hebelgeschäft doch auch der Gegenseite einen Ertrag bringen. Das würde bedeuten, dass beide Seiten profitieren. Diese "win-win" Situation mag sich mir bei Investitionen in Aktien noch erschließen. Aber hier muss ich passen: zum o.a. Beispiel: wenn die Aktie sinkt, dann, oh Freude, erhält der Anleger Geld, vergleichsweise viel Geld. Woher kommt das?

Noch wichtiger ist die Frage: was passiert, wenn nach der Ebbe eine Springflut folgt, das DAX "durch die Decke" geht und, sagen wir mal im Steilflug die 13.000 überfliegt und erst bei 14.000 in den Horizontalflug übergeht? Läuft der überraschte Anleger dann Gefahr, seine Anlage komplett abzuschreiben, oder, noch schlimmer, wird er am Ende noch draufzahlen?

 

Ich bin- wie immer- gespannt auf die Antworten

der Finanzkundigen hier.

Gruß an alle aus dem verregneten Norden...In 4 Monaten ist schon der 2. Advent 

 

dietus Smiley (fröhlich)

Highlighted
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Moin @Dietus,

 

wenn ich Dich richtig verstehe, fragst Du, wer Deinen Gewinn in dem Zertifikat bezahlt. Jedenfalls nicht der Emittent, also nicht die Commerzbank. So weit, so richtig.


Wenn Du das Zertifikat von der Commerzbank kaufst, dann schließt die Commerzbank (theoretisch im selben Moment und in derselben Höhe) das entsprechende Gegengeschäft an der Terminbörse (Eurex) ab. So stellt die Commerzbank sich Dir gegenüber neutral. Wenn der DAX fällt und dadurch Dein Zertifikat an Wert gewinnt, so gewinnt auch die Gegenposition, die die Cobank an der Eurex abgeschlossen hat, um (theoretisch) exakt denselben Betrag an Wert. Die Cobank macht weder Gewinn noch Verlust.

 

Wenn Du dann das Zertifikat mit sagen wir mal 2.000 Euro Gewinn an die Commerzbank zurückverkaufst, löst die Cobank ihr Gegengeschäft an der Eurex auf - ebenfalls mit 2.000 Euro Gewinn.

 

Die Commerzbank hat  aber zusätzlich an Dir ein paar Cent/Euro verdient, nämlich mit Hilfe der beiden Parameter, die ich oben erwähnt habe (Spread und Finanzierungskosten). Diesen Gewinn macht die Cobank unabhängig davon, ob der DAX fällt oder steigt!!! Aus diesem Grund macht die Commerzbank solche Geschäfte.

 

Und wer hat jetzt die 2.000 Euro bezahlt? Nun, der Verlust ist an der Terminbörse entstanden. Da finden Millionen von Geschäften jeden Tag statt. Irgend ein Anleger oder eine Anlegergruppe hat an der Eurex auf einen steigenden DAX gewettet und dadurch Deine 2.000 Euro verloren.

 

So funktioniert das bei allen Zertifikaten, Optionsscheinen, Derivaten. Du spekulierst nie gegen den Emittenten, auch wenn sich dieses Gerücht hartnäckig hält. Denn wie Du richtig schreibst: Die Commerzbank ist nicht die Caritas.

 

Und ja: wenn der DAX auf 13.000 steigt, ist das Zertifikat wertlos, und die Gegenseite (wieder: nicht die Commerzbank, sondern irgendwelche anonymen Spekulanten an der Terminbörse) haben Dein Geld. Wenn der DAX unmittelbar danach auf 3.000 abstürzt, hast Du Pech gehabt, weil das Zertifikat ausgeknockt ist und nicht mehr davon profitiert.

 

Fragen damit beantwortet?

 

Ein herzliches Servus aus einem nieseligen München

 

nmh