Deutsche Post

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@Shane 1  schrieb:

@Noxx

es ist mutig, öffentlich einzugestehen, dass man sich getäuscht, oder zumindest etwas zu früh zum Einstieg getrommelt hat.

Heiße Aktientipps bekommt man von Profis über Zeitschriften, Internet, TV und schlauen Bekannten so massenweise um die Ohren geworfen, dass man gar nicht nachkommt, alle zu prüfen, bzw. sogar zu kaufen und diese "Profis" liegen ebenso oft daneben.

Deshalb finde ich es keineswegs schlimm, das die Post seit Threadbeginn noch etwas abgetaucht ist. Peinlich fände ich es nur, wenn jemand massiv trommeln  würde und bei Fehlentscheidung wortlos abtauchen würde.

Niemand erwartet hellseherische Fähigkeiten von dir.

 

@baha

Nüchtern betrachtet hat die Post eine starke Wettbewerbsfunktion, die Einnahmen im Briefgeschäft sind antizyklisch, Portoerhöhungen sorgen zwar stets für Unzufriedenheit, werden notgedrungen jedoch machtlos hingenommen. Ferner sorgt der zunehmende Internethandel für stetig wachsende Aufträge.

Natürlich drängen immer weitere Wettbewerber auf den Markt. Die Monopolstellung  des Konzerns gehört wie die Telekom und die Bahn eben der Vergangenheit an und die Post muß  sich dem Wettbewerb stellen. Und die Einsparmöglichkeiten innerhalb des Konzerns (sogenanntes Synergiepotential) sind begrenzt.

 

Neu im Management ist die Idee zu Zustellung der Pakete auf Abend- bzw. Wunschlieferung ohne nennenswerten Kostenaufschlag zuzustellen. Ob solche Ideen durchsetzbar sein werden, wird die Zukunft zeigen, vielen Kunden bleibt derzeit ja nichts anderes übrig, als ihrem Paket nachzurennen, sei es bei den Nachbarn oder bei der nächsten Paketstation.

Bisher hat die Post diesen Service noch nie in Betracht gezogen, ein Umdenken in der Chefetage ist immerhin der erste Schritt.

Deshalb allein ist die Post jetzt nicht unbedingt ein "must have" im Depot, jedoch ist allein schon die Idee des Managements ein weiterer Schritt zur besserer Kundenbindung.

 

Grüßle - Shane

 

 

Moin,

 

...was ich an das "Verehrte Publikum" als "Empfehlung" besser gesagt Einschätzung schreibe sind gezielt herausgesuchte Aktien, die ich selbst in vier Familiendepots kaufe und die folgende Bedingung erfüllen müssen:

Die innerhalb eines Jahres addiert aus Dividende und Kurssteigerung 15% erreichen müssen

Dann verkaufe ich sie öfters, es sei denn sie hätten weiteres Kurspotential

Meine bisherige Bilanz dieser Mitteilungen:

Dickes Plus teils schon im Halbjahr, teils bis zu 40% Gewinn: SQM/Orocobre/Marine Harvest/Innogy/Vedanta/Sberbank

Bisher Neutral: Deutsche Telekom (hat aber schon die hohe versprochene Dividende gezahlt, also eigentlich leichtes Plus) / Norilsk Nickel

Bisher Minus: Fintech Group/Deutsche Post

 

Also stehts 6:2:2, es sei denn ich hätte etwas übersehen. Mit der Bilanz kann ich leben

 

VG

 

 

 

 

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@nmh  schrieb:

Uiiiii, da ist jemand wieder klüger als der Markt. @Noxx  darf das, denn der ist ein Profi und kann mit dem Risiko umgehen. Aber alle anderen, die jetzt über einen Einstieg bei der gelben Aktie nachdenken, lesen vorher bitte das hier sorgfältig durch.

 

@Noxx:  Toi toi toi für Dein Investment!

 

nmh

 


Rückblick:

 

https://kunde.comdirect.de/inf/aktien/detail/chart.html?BACKURL=%2Fitx%2Fdepotuebersicht&REALDEPOT_M...

 

...ich hatte auf Deutsche Post am 10.6. aufmerksam gemacht, da lag sie bei knapp über 30

...jetzt wieder bei 30

...die Annahme, sie sei babei einen Boden auszubilden war bisher richtig, die Annahme es sei einn Tiefflieger/fallendes Messer hat sich bisher nicht bestätigt

...ich bleibe dabei, die Deutsche Post ist ein Kandidat bis zum 10. Juni 2019 25% Gewinn inkl. Dividende zu generieren

...es sei denn die gesamte Börse legt einen klassischen Crash hin

...ich behalte das hier im Auge und melde mich ab und zu

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Die Worte höre ich wohl . . .

 

Mein EK am 11.6. ist 30,409.

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Ich oute mich auch mal als DPAG-Fan, allerdings nur der Aktie, denn ich teile mit dem Laden die Branche und die Post ist hammerhart bei Einkäufen und allen Verhandlungen.

 

Die Post ist Realist und kein Traumtänzer, das sieht man beim Streetscoter vs. der Marke-die-man-nicht-aussprechen-darf-außer-wenn-man-glaubt.

 

Es gibt de facto keine Konkurrenten (Hermes - ich lach mich tot) und selbst wenn, hat die DPAG beim Privatkundengeschäft den MwSt.-Vorteil auf ihrer Seite.

Mal eben 19% billiger als die anderen? Cool.

Außerdem die Brief-Quersubventionierung.

 

Der MArkt kann nicht anders als wachsen, nur weiß im Moment noch keiner, wie das zu handhaben sein wird, aber ich bin mir ganz sicher: Die DPAG wird nicht auf die Idee kommen, aber sie als erste auf der Straße haben.

 

Ich habe die Aktie seit Anfang 2017, als sie noch der Star an der Börse war, mit 1.000.001 Argumenten der Analysten. Leider den Absprung verpasst, wie der berühmte Frosch im Kochtopf aber ich denke ich kaufe ruhig und überlegt ein wenig nach.

 

🏤

 

hx

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@Noxx  schrieb:

@nmh  schrieb:

Uiiiii, da ist jemand wieder klüger als der Markt. @Noxx  darf das, denn der ist ein Profi und kann mit dem Risiko umgehen. Aber alle anderen, die jetzt über einen Einstieg bei der gelben Aktie nachdenken, lesen vorher bitte das hier sorgfältig durch.

 

@Noxx:  Toi toi toi für Dein Investment!

 

nmh

 


Rückblick:

 

https://kunde.comdirect.de/inf/aktien/detail/chart.html?BACKURL=%2Fitx%2Fdepotuebersicht&REALDEPOT_M...

 

...ich hatte auf Deutsche Post am 10.6. aufmerksam gemacht, da lag sie bei knapp über 30

...jetzt wieder bei 30

...die Annahme, sie sei babei einen Boden auszubilden war bisher richtig, die Annahme es sei einn Tiefflieger/fallendes Messer hat sich bisher nicht bestätigt

...ich bleibe dabei, die Deutsche Post ist ein Kandidat bis zum 10. Juni 2019 25% Gewinn inkl. Dividende zu generieren

...es sei denn die gesamte Börse legt einen klassischen Crash hin

...ich behalte das hier im Auge und melde mich ab und zu


...Deutsche Post bei 31,60 

...wer sagst denn

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Jetzt kann zumindest niemand mehr behaupten, dass die ein Tiefflieger ist. 

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...ja die Schwierigkeit besteht darin, Tiefflieger von Turnaroundkandidaten zu unterscheiden

...letztere haben den unbestreitbaren Vorteil, ziemlich sicher zu steigen

...das Problem ist nur, sie zu identifizieren

...und ein Tiefflieger macht drei Turnaroundkandidaten kaputt (im Depot)

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@Noxx

An die Bezeichnung "Tiefflieger" habe ich mich inzwischen hier gewöhnt und er stört mich auch nicht besonders. Lediglich ist er hier im Allgemeinen die Bezeichnung für eine schlechte Aktie.

 

Ich zum Beispiel kenne diese Art von Aktien unter dem Begriff "Gefallene Engel" und solche Tiefflieger reißen unter Umständen riesige Löcher im Depot und verhageln die Ernte für mehrere Jahre. Ich spreche hier aus eigener bitterer Erfahrung.

 

Käufe bei Nortel Networks, Ericksson, Enron oder Worldcom, bei welchen stetigen Nachkäufe das Depot gewaltig ins Trudeln brachte. Dies ist unter anderem der Grund, weshalb ich prinzipiell überhaupt nicht spekuliere. Ansonsten ist nicht nur die eigentlich solide Deutsche Post, sondern derzeit auch die Continental (sieh dir mal die Eigenkapitalrendite an, davon träumen die Banken nur) ein Turnaroundkauf.

 

Wie können wir nun aber solche Turnaroundkanditaten (natürlich vor dem Kauf) von Tieffliegern unterscheiden, das ist die wichtige und natürlich letztendlich richtige Frage?

Für Buffetts ist das KGV sein "margin of safety", welches ich so interpretiere; wenn ich nämlich eine Firma die normal kontinuierlich wächst mit einem KGV von 10 kaufe, so kann ich durchaus schlechte Nachrichten verkraften, weil ich ja dafür schon mehr Aktien wesentlich billiger bekommen habe. Wichtig ist das der Rückschlag (und daher das damit eingehende erhöhte KGV)oder das Problem eben "einmalig ist". Denn nur, wenn es einmaliger Natur ist, kann das Unternehmen weiter wachsen.

 

Bevor ich jetzt wieder ins Romanschreiben verfalle, nur noch zur Erläuterung ein Beispiel. Merkel hat den Kraftwerksbetreibern mit ihrem Soloausstieg aus der Kernenergie aus wahltaktischem Verhalten die Grundlage für konstante Gewinne von heute auf morgen komplett entzogen. Seit dieser Entscheidung kämpfen  Großkonzern wie E.ON oder RWE um ihre Gundlagen, welche zumindest in Deutschland radikal abgesägt wurden (also Tiefflieger ohne eigenes Verschulden und kein lohnendes Invest in näherer Zukunft. Globale kleine Konzerne hätten bestimmt nicht überlebt. 

 

Wenn wir also Tiefflieger erkennen wollen, sollten wir darauf achten, ob ein überforderter Vorstandsvorsitzender ein lösbares Problem verursacht hat oder das Geschäftsmodell des Konzerns überholt ist.

 

Letzter Hinweis dazu, um erfolgreich zu sein, müssen Konzerne wachsen (organisch oder durch Zukäufe), Betriebe, welche nicht wachsen werden früher oder später untergehen oder übernommen werden. (Deshalb schaue ich auch immer auf Umsatz und Gewinn).    

Dies ist übrigens eine erwiesene Tatsache und keine Annahme von mir.

Den Daumen hab ich dir für die präzise Erkenntnis gegeben, hätte aber von dir gerne einige kurze Begründungen dazu gelesen, denn das du das kannst, weiß ich nämlich auch.

Schließlich lesen das auch Neulinge und wir wollen doch alle eine kleine und erfolgreiche Gemeinschaft sein oder werden, oder?

Grüßle - Shane

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Moin Shane,

 

...für mich ist "Fallen Engel" und Tiefflieger nicht das Gleiche

...Fallen Engel sind für mich Kabel New Media etc, Sternschnuppen oder Raketen, die in Trümmern runterkommen

...Tiefflieger im Verständniss von nmh, der hat den Begriff hier schließlich eingeführt,

sind Aktien/Firmen, deren Geschäftsmodelle aus welchen Gründen auch immer schlechter werden (E.on/Rwe) oder die sich kaum steuerbare Risiken eingehandelt haben (Bayer)

...letztere können in unbestimmbaren Zeiträumen, so sie denn am Boden sind, zu Turnaroundkandidaten mutieren oder tatsächlich Pennystocks werden (Osram)

...ich habe eon und RWE bereits vor Monaten in mehreren Depots gekauft, sie stehen gut da, RWE mehr als Eon aber beide im plus, nach der Innogy - Geschichte sehen beide einer besseren Zukunft entgegen, das sind Dickschiffe, die haben soviel Speck in ihren Strukturen/Spesen etc, wenn der weg ist sind das gute Dividendenzahler, ihr neues Modell ist stimmig, der Wettbewerb untereinander sinkt, Oligopole die vollgeknallt sind mit Politikern und Ex-Politikern geht es so schnell nicht an den Kragen.

 

Zu Navigator (SIEHE ANDERER THREAD)

 

Die müssen eventuell ein Viertel ihres Jahresgewinns an Strafe zahlen in USA (wer übrigens nicht, die Amis haben ein mieses Abzockmodell gegen europäische Firmen entwickelt). Die Firma zahlt seit Jahren hohe Dividenden, auch Sonderdividenden, wächst Umsatzmäßig nicht, die Eigenkapitalquote ist okay (ca 50%), die Verschuldung geht (ca 5mal den Jahresgewinn), der Kurs ist massiv eingebrochen (um 25%)

 

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Deren Umsatz wächst langsam aber stetig, wie der Gewinn, der Umsatz wird noch erheblich wachsen, wegen des Marktumfeldes, die Verbindlichkeiten sind hoch (8mal der Jahresgewinn), die Firma investiert (ja, auch alte Beamte los zu werden ist eine Investition). Das Geschäftsmodell ist "on vogue", die Dividende gut (3,8%).

Also, guter Kandidat für Langfristdepots und Turnaroundkandidat.