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Kann die Maschine klüger anlegen als der Mensch?

Gastautor

Beitrag von Frauke Hegemann, Generalbevollmächtigte comdirect

 

Wer ist klüger – Mensch oder Maschine? Diese Frage taucht im Zusammenhang mit Robo-Advisory, also der digitalen Anlageberatung, immer wieder auf. Auch beim Afterwork der finanz-heldinnen Ende Mai in Berlin wurde das Thema intensiv diskutiert. Kann der Computer wirklich bessere Anlageentscheidungen treffen als der Mensch?

 

Tatsächlich stellt sich mir diese Frage gar nicht. Beim Robo-Advisory geht es nicht darum, wer „besser“ ist. Objektiv wird man sowieso erst im Nachhinein wissen, ob ein Wertpapierkauf oder -verkauf gut war oder nicht. „Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen“, lautet ein Spruch, der dem Physiker Niels Bohr zugeschrieben wird. Wie sich Börsenkurse entwickeln, weiß man immer erst hinterher.


Vermögensverwaltung für den kleinen Geldbeutel


Auch Robo-Advisor sind keine Hellseher. Ihre Aufgabe ist es, unsere Kunden bei ihren Anlageentscheidungen zu unterstützen. Den Wertpapierhandel so einfach wie möglich zu machen ist das Ziel. Während früher vor allem vermögende Kunden in den Genuss einer umfassenden Vermögensverwaltung kamen, steht sie heute dank Robo-Advisors allen offen. Bei comdirect sogar schon ab einer Einmalanlage in Höhe von 3.000 Euro.


cominvest heißt die digitale Vermögensverwaltung der comdirect. Wir haben sie ins Leben gerufen, um mehr Menschen für die Geldanlage mit Wertpapieren zu begeistern. Denn trotz des Niedrigzinsumfeldes verschenken viele ihr Geld, indem sie es auf schlecht verzinsten Konten liegen lassen. Oft ist es Unsicherheit, die von Investitionen in Wertpapiere abhält. Wie die jüngste Umfrage der „Aktion pro Aktie“ gezeigt hat, haben 30 Prozent der Deutschen Angst, die falschen Aktien zu kaufen. Ähnlich dürfte es bei Fonds, egal ob aktiv oder passiv gemanagt, aussehen.


Wie funktioniert Robo-Advisory?


Der Robo-Advisor nimmt die Sorge vor menschlichen Fehlentscheidungen. Er investiert emotionslos – ganz auf Basis der Vorgaben, die der Kunde definiert und die zu seinem individuellen Anlageverhalten und Sparziel passen. So können klassische menschliche Anlagefehler wie das zu lange Halten bei sinkenden oder der zu späte Kauf bei steigenden Kursen vermieden werden. Die Basis beim Robo-Advisory bilden dabei verschiedene Risikoprofile und daraus abgeleitete Musterportfolios. Das Portfolio wird dynamisch unter Berücksichtigung der Korrelationen verschiedener Anlageklassen gemanagt und börsentäglich überwacht.


Bei cominvest entscheidet der Kunde, ob er in den Prozess eingebunden wird: Bei der Variante „Wir gemeinsam“ erhält er zwar Anlageempfehlungen, entscheidet über die Ausführung aber selbst. „Wir für Sie“ ist die vollautomatische Lösung, bei der sich der Kunde um nichts kümmern muss.


Ich glaube, dass Robo-Advisory vielen Menschen die Angst vor Wertpapieren nehmen wird. Die Nachfrage nimmt stetig zu – allein für den deutschen Markt beläuft sich das durch Robo-Advisors verwaltete Vermögen nach Schätzungen von Barkow Consulting mittlerweile auf zwei Mrd. Euro. Denn eines ist klar: Am Thema Aktien und Fonds kommt in der aktuellen Niedrigzinsphase niemand vorbei, der sich ein Vermögen aufbauen möchte.

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