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Investieren statt Sparen

Gastautor

Von Matthias Hach, Vorstandsmitglied von comdirect

 

Ende Oktober redet ganz Deutschland über ein Thema: das Sparen. Denn jedes Jahr findet in der letzten Oktoberwoche der Weltspartag statt – und zwar bereits seit 1925, in zahlreichen Ländern rund um den Globus. Ins Leben gerufen wurde er auf dem 1. Internationalen Sparkassenkongress im Oktober 1924. Ziel war nicht nur, die Menschen zum Sparen zu bewegen. In erster Linie wollte man die Finanzbildung verbessern.

 

Die Deutschen vernichten ihr Vermögen

 

Diese Intention ist heute aktueller denn je. Denn obwohl die Zinsen anhaltend niedrig sind, scheint das die Deutschen nicht zum Umdenken in Sachen Geldanlage zu bewegen. Im Gegenteil – laut Vermögensbarometer des Deutschen Sparkassenverbands (anlässlich des Weltspartags veröffentlicht) machen sich 39 Prozent der Deutschen keine Sorgen, wenn es um ihre Ersparnisbildung geht. Das sind sogar noch mehr als im Vorjahr, wo nur ein Viertel der Befragten sorgenfrei war.

 

Haben die restlichen Deutschen aber etwas an ihrem Sparverhalten geändert? Das geben nur 38 Prozent der Umfrageteilnehmer an. Ist also so etwas wie Gewöhnung an die niedrigen Zinsen eingetreten? Fakt ist: Sparbücher und Co., des Deutschen liebste Anlageprodukte, sind derzeit nicht geeignet, um Vermögen aufzubauen. Der aktuelle comdirect Realzinsradar für Q3 2018 zeigt einen neuen Rekordverlust für deutsche Sparer auf: 130 Euro verlor im Schnitt jeder Bundesbürger im dritten Quartal 2018 – weil die Inflation die ohnehin niedrigen Zinsen aufgefressen hat. Seit 2010 beläuft sich der reale Wertverlust auf insgesamt über 100 Milliarden Euro!

 

comdirect Sparen.jpgAm Weltspartag über andere Anlagestrategien nachdenken

Mit Wertpapieren zum Kapitalaufbau

 

Was aber tun, wenn man in Zeiten niedriger Zinsen mit positivem Ergebnis sparen möchte? Meiner Meinung nach führt vor allem langfristig an Wertpapieren kein Weg vorbei. Aktuell investiert laut comdirect Anlageatlas jedoch nur jeder achte Bundesbürger in Fonds, bei Aktien ist es sogar nur knapp jeder Dreizehnte. Dabei kann beispielsweise über Sparpläne bereits mit 25 Euro monatlich in Fonds oder ETFs angelegt werden. Zwischenzeitliche Schwankungen werden durch regelmäßiges Investieren über einen längeren Horizont meist ausgeglichen. Um aber aus den Deutschen ein Volk der Wertpapierbesitzer zu machen, braucht es vermutlich noch einige Weltspartage.

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