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Interview: FinGym - das Programm zur finanziellen Fitness

Gastautor

Die meisten Deutschen beschäftigen sich ungern mit ihren Finanzen. FinGym, der neueste Teilnehmer der comdirect Start-up Garage, möchte das ändern. Im Interview erklären die beiden Gründer Franziska Luh und Thorsten Stoll, wie sie die Nutzer dafür begeistern wollen, sich mehr um ihre eigenen Finanzen zu kümmern - und welche Rolle die Weight Watchers dabei spielen.

 

Das Interview führte Kathrin Maier, Trainee bei der comdirect bank AG.

 

1) Finanzielle Fitness – was genau versteht ihr darunter?

Finanzielle Fitness bedeutet für uns faktisch, den Überblick und die Kontrolle über die eigenen Finanzen zu haben. Emotional bedeutet es Gelassenheit und Souveränität im Umgang mit Finanzen und infolgedessen mehr Lebensqualität.

 

2) Ihr habt ein Fitnessprogramm für Finanzen entwickelt – wie seid ihr auf diese Idee gekommen?

Wir haben lange Zeit als strategische Berater für eine große Direktbank gearbeitet und dort gelernt, warum die breite Masse sich mit dem Thema Finanzen so schwer tut. Es ist eine Kombination aus Komplexität, mangelnder Vorbildung, schlechten Erfahrungen und damit verbundener Skepsis. Gleichzeitig wird es immer wichtiger, selbstbestimmt zu handeln und fürs Alter vorzusorgen. So kam der Gedanke, eine Art Training für Finanzen zu entwickeln, das einfach, praktisch und inspirierend ist, damit jeder seine Finanzen in den Griff bekommen kann und vielleicht sogar Spaß dabei hat.

 

FinGym.jpgFranziska Luh und Thorsten Stoll, Gründer von FinGym, dem Programm zur finanziellen Fitness

3) Ihr seid neustes Mitglied der comdirect Start-up Garage. Was für Vorteile birgt diese Kooperation für euch und wie sieht die Unterstützung durch comdirect aus?

Wir sitzen seit zwei Monaten im inspirierenden betahaus Hamburg und bekommen sogenanntes „Pizza Money“, um erste Dienstleister und Marktforschung zu bezahlen. Das verwenden wir im Moment primär für Marketing und Development Support. Wir schätzen außerdem sehr das Coaching der Start-up Garage und der comdirect Stakeholder. Mariusz Bodek von comdirect begleitet unsere unternehmerische Entwicklung und steht uns mit Rat und Tat und vielen guten Kontakten zur Seite.

 

4) Für wen habt ihr FinGym erarbeitet und wieso kombiniert ihr dabei in der heutigen Onlinewelt digitale und analoge Trainings?

FinGym hat vier Zielgruppen im Fokus:

  1. Den Pragmatiker, der erstmal Überblick und Kontrolle braucht und ein Gefühl für seine Wirksamkeit beim Thema Finanzen.
  2. Die Ästhetin, die sich von Finanzen bisher nicht angesprochen fühlt und dem Thema gern aus dem Weg geht, aber nichtsdestotrotz drängende Aufgaben hat. Sie interessiert sich vor allem für Lebensqualität.
  3. Den Durchstarter, der Finanzen, vor allem die Börse, reizvoll findet, aber der Meinung ist, mit seinen noch kleinen Mitteln nichts bewirken zu können.
  4. Den Beginner, der oft noch im Elternhaus lebt und in die Schule geht, dort aber keine Finanzbildung erhält, was die beste Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben ist und von vielen Eltern gern ermöglicht werden würde.

Wir forschen noch daran, wer sich eher im digitalen oder im analogen Training zuhause fühlt. Wir gehen im Moment davon aus, dass vor allem die Ästhetin und teils der Pragmatiker die Präsenztrainings bevorzugen und die eher jüngeren Durchstarter und Einsteiger die digitalen Trainings. Dabei kombinieren wir für beide Varianten auch digitale und analoge Hilfsmittel, weil unser Alltag mit Verträgen und Co. noch immer gemischt organisiert ist.

 

5) Ihr habt sechs Basismodule zum Wissensaufbau definiert, danach geht es mit komplexeren Themen wie der Finanzierung einer Immobilie weiter. Muss diese Reihenfolge eingehalten werden oder kann je nach Interesse ein evtl. auch fortgeschrittenes Modul gebucht werden?

Wir haben bewusst mit den Basisthemen begonnen, weil hier noch kaum Angebote im Markt bestehen. Meist geht es bei klassischen E-Learning-Formaten gleich mit Altersvorsorge oder Geldanlage los, was für Menschen mit Vorbehalten nicht gut funktioniert. Sie wollen schnell Erfolge sehen und nicht erst in ein paar Jahren. Außerdem bauen unsere Basismodule als Programm so aufeinander auf, dass man aus einem kompletten Set der sechs Themen am meisten rausholt. Sie sind aber auch einzeln buchbar.

 

Es gibt aber keine Beschränkung bei den sogenannten Athleten-Programmen. Jeder, der seine Alltagsfinanzen schon im Griff oder aktuell ein konkretes größeres Vorhaben hat, kann gerne gleich zum Beispiel mit FinGym Immobilie und Co. einsteigen. Wir merken allerdings durch unsere ersten Testläufe, wie viel der Einzelne in den Basismodulen optimieren und dadurch Geld für größere Vorhaben freisetzen kann. So trauen sich viele überhaupt erst die höheren Ziele zu.

 

6) Finanzielles E-Learning ist neu und 99 Euro für einen Finanzkurs sind nicht gerade wenig. Glaubt ihr, dass genügend Potenzial besteht, damit die Menschen wirklich Geld dafür ausgeben und ihr auch profitabel werden könnt?

FinGym bietet praktisches Training mit Übungen und Hilfsmitteln, einem Ordnungssystem, Tipps und Tricks für den Alltag und enger Begleitung über die Zeit des Moduls bzw. des gesamten Programms. Und zu jedem FinGym „Live“-Programm gehört ein Präsenztraining in einer Kleingruppe mit einem Experten, in dem man individuell auf seine Herausforderungen und Bedürfnisse eingeht. Das ist für uns nicht vergleichbar mit einem einfachen E-Learning. Das ist eher wie ein Fitnessstudio oder Weight Watchers, wofür die Menschen auch gern bereit sind zu zahlen.

 

7) Ein erstes Live-Programm läuft bereits in Hamburg. Wie sind die Reaktionen eurer Kunden und was könnt ihr daraus für die Zukunft mitnehmen?

Die Resonanz in unseren Trainings ist super! Die Gruppe redet mittlerweile gern und frei über Geld, die Stimmung ist dabei entspannt und inspiriert. Aus jedem Training nehmen wir Erkenntnisse und Aha-Momente mit. Am beeindruckendsten war bisher das Training zur Budget-Optimierung. Unsere „FinGym Athleten“ haben schon Hunderte von Euros für ihre persönliche Lebensqualität rausgeholt und teilen ihre Tipps und Tricks in der geschlossenen Facebook-Community.

 

8) Wann finden die nächsten Kurse statt? Gibt es weitere Events von euch, die in naher Zukunft stattfinden?

Die nächsten Trainings im laufenden Programm sind FinGym-Steuer am 22. August, Versicherung am 5. September und Finanzplan & Vermögensgrundlagen am 26. September. Es gibt außerdem einen FinGym-Auszeit-Infoabend am 30. August. Auf unserer Website können die Einzelmodule oder das Basisprogramm gebucht werden.

 

9) In Finanzfragen fit zu sein möchte doch jeder. Wie viel Zeit muss man pro Woche aufwenden, um euer Programm erfolgreich zu absolvieren?

Wer an einem FinGym-Livemodul teilnimmt, bekommt ein zweistündiges Präsenztraining in einer Kleingruppe mit unseren Experten, zwei 30-minütige Weekly Workouts für Zuhause, kleine Inspirationen, Tipps und Tricks täglich sowie eine Begleitung in der Community während der Modullaufzeit. Das Ziel ist es, eine Routine zur finanziellen Fitness mit fünf Minuten am Tag aufzubauen, um die eigenen Finanzen im Griff zu haben und dabei Lebensqualität, Gelassenheit und Souveränität zu bekommen.

Kommentare
TM
Nicht anwendbar
Keep this going please, great job!
XS
Nicht anwendbar
Hi my loved one! I wish to say that this article is amazing, nice written and include almost all significant infos. I'd like to see more posts like this.
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