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„Ich möchte wirklich was verändern“

Gastautor

Das Interview mit Natascha Wegelin führte Katharina Bremer, Mitarbeiterin der Unternehmenskommunikation von comdirect.

 

 

Wie bist du dazu gekommen, ein Blog für Frauen speziell zum Thema Finanzen zu starten?

Vor etwa fünf Jahren habe ich auf den „Rat“ einer Finanzmaklerin hin eine private Rentenversicherung abgeschlossen. Ich hatte keine Ahnung, was ich da unterschrieben hatte und schon gar nicht, welche horrenden Gebühren mich erwarten würden. Drei Jahre später schaute ich mir die Unterlagen genauer an und sah das ganze Ausmaß meiner Naivität und Ahnungslosigkeit schwarz auf weiß vor mir: Gebühren von mehreren Tausend Euro.

Da war er also: mein finanzieller Aha-Moment. Wütend über mich selbst schwor ich, dass mir so etwas nie wieder passieren würde und ich ab jetzt volle Verantwortung für meine Finanzen tragen werde. Ich suchte nach Informationsquellen, die auf mich passen und fand nicht so richtig einen guten Einstiegspunkt. Also habe ich die üblichen Bücher, Artikel und Videos durchgearbeitet und mir Notizen gemacht. Dabei habe ich gemerkt, dass sehr wenige Frauen in diesem Bereich unterwegs sind. Die Idee war geboren, mein frisch angeeignetes Wissen anderen Frauen leicht verdaulich aufzubereiten. Und so entstanden Madame Moneypenny und die dazugehörige Facebook-Gruppe .

 

Die stolze Gewinnerin des comdirect finanzblog awards 2017: Natascha Wegelin  zusammen mit Dr. Sven Deglow, Vorstandsmitglied comdirect (links), und den beiden Jurymitgliedern Stefan Erlich (zweiter von rechts) und Jörg Sadrozinski (rechts).Die stolze Gewinnerin des comdirect finanzblog awards 2017: Natascha Wegelin zusammen mit Dr. Sven Deglow, Vorstandsmitglied comdirect (links), und den beiden Jurymitgliedern Stefan Erlich (zweiter von rechts) und Jörg Sadrozinski (rechts).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wer ein eigenes Blog betreibt weiß, wie viel Arbeit das mitunter bedeutet. Wie motivierst du dich dazu, deinen Leserinnen jede Woche etwas Neues zu bieten?

Motivation ist bei mir kein Thema. Die ist einfach da, weil mir das Thema am Herzen liegt und ich auf der Mission bin, Frauen in ihre finanzielle Unabhängigkeit zu begleiten. Das hört sich kitschig an, aber ich möchte wirklich etwas ändern. Meine Vision ist so groß und für mich so klar, dass ich gar nicht anders als bis in die Haarspitzen motiviert sein kann.


Du hast mittlerweile eine beachtliche und insbesondere auf Facebook rege Community aufgebaut. Was ist das besondere an all den „Moneypennies“?

Ja, das stimmt. In unserer Facebook-Gruppe tummeln sich mittlerweile über 4.000 Frauen, die sich rund um das Thema Geld austauschen – vor fünf Monaten waren es noch 1.500. Ich denke, das Besondere an den Moneypennies ist, dass alle die gleiche Vision haben und wir gemeinsam für die gleiche Sache kämpfen – egal, wie viel Geld jemand hat oder in welcher Lebensphase sie sich befindet. In der Gruppe sind sowohl reiche Frauen, die allein von den Mieten ihrer Immobilien leben, als auch Frauen, die verschuldet sind und nicht wissen, wie sie Geld fürs Alter sparen sollen. Und beide kommunizieren auf Augenhöhe miteinander. Weil es allein darum geht, sich gegenseitig zu helfen. Die eine kennt sich super mit Immobilien-Investitionen aus. Dafür ist die andere Expertin in Steuerfragen. Oder bezüglich der finanziellen Regelung innerhalb einer Partnerschaft. Oder aber auch in Sachen Erbrecht. Und wieder eine andere kennt die besten Verhandlungstricks. So gibt es Meinungen, Tipps, Tricks und Erfahrungswerte aus unterschiedlichen Bereichen. Kostenlos. Einfach, weil andere Frauen in der Gruppe Lust haben, ihr Wissen weiterzugeben, damit wir unsere gemeinsame Mission weitertragen können. Das finde ich sehr besonders.  


Gerade hast du deinem Blog ein neues Design verpasst. Hast du dir schon weitere Ziele und Aufgaben für das kommende Jahr gesteckt?

Im nächsten Jahr wird auf jeden Fall einiges passieren. Ich möchte noch mehr und noch bessere Angebote schaffen, die jede Frau in ihrer bevorzugten Umgebung abholt. Die einen lesen lieber, die anderen hören am liebsten zu und wieder andere lernen am besten durch Videos. Diese verschiedenen Typen möchte ich gerne so gut es geht bedienen und ihnen den höchsten Mehrwert liefern.

Gleichzeitig versuche ich so flexibel wie möglich zu sein, um konkrete Ideen und Bedürfnisse aus der Community bedienen zu können. So ist beispielsweise unser Buchclub entstanden: Eine Moneypenny hatte die Idee, die anderen fanden sie super und ich habe dafür gesorgt, dass es ein Konzept sowie eine passende Plattform gibt, um diese Idee zu verwirklichen. Der Buchclub hat mittlerweile ebenfalls über 500 Teilnehmerinnen. Von daher wird sich auch im nächsten Jahr hoffentlich vieles ergeben, das ich heute noch gar nicht auf dem Schirm habe.

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