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Gender Gap: Frauen verdienen, erben und sparen weniger

Gastautor

Von Katharina Bremer, Kommunikationsreferentin comdirect bank AG

 

 

Der Tag der Aktie steht wieder vor der Tür. Am 16. März ruft die Aktion Pro Aktie gemeinsam mit der Deutschen Börse dazu auf, der Geldanlage mit Wertpapieren mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Ein wichtiges Anliegen, schließlich ist die Scheu vor Aktien, Fonds und Co. hierzulande weiterhin groß. Vor allem wir Frauen meiden diese Formen der Anlage. Gerade in Zeiten von Nullzinsen keine gute Entscheidung. Eine aktuelle Studie der comdirect Initiative finanz-heldinnen hat die finanziellen Unterschiede zwischen den Geschlechtern daher genauer beleuchtet.

 

 

Gender Gaps in allen Bereichen

 

Viele Frauen sparen nur auf kurze Sicht. Zwar legen sie mit durchschnittlich 95 Euro im Monat gar nicht so viel weniger als Männer mit 125 Euro zurück, allerdings verwahren sie ihr Erspartes oft auf dem Sparbuch oder auf dem Girokonto. Dort ist es nicht nur jederzeit verfügbar – und somit schneller ausgegeben – sondern wird auch nicht verzinst. Dies gilt in der anhaltenden Niedrigzinsphase ebenso für viele Sparbücher. Und wenn Anleger bei einigen wenigen Sparbuch-Angeboten doch Zinsen erhalten, tendieren diese gegen Null. Männer entscheiden sich im Schnitt hingegen viel häufiger für Aktien und Fonds. Sie wählen also eine langfristigere und renditeträchtigere Form der Geldanlage.

 

1_Bulle_und_Baer.jpgAktien und Wertpapiere sind ein wichtiges Instrument für den Fortschritt in Wirtschaft und Gesellschaft. Und im aktuellen Niedrigzinsumfeld sind sie für den langfristigen Vermögensaufbau wichtiger denn je.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bereits im Kindesalter wird das Gender Gap ersichtlich. So bekommen Mädchen zwischen vier und fünf Jahren bereits 17 Prozent weniger Taschengeld als Jungen. Später folgt dann ein niedrigerer Stundenlohn: Während Männer im Schnitt rund 25 Euro pro Stunde verdienen, erhalten Frauen nur knapp 20 Euro. Sie arbeiten zudem im Durchschnitt nur 32 Stunden pro Woche, 16 Prozent weniger als Männer. Hinzu kommt, dass nur 56 Prozent von ihnen (Männer: 68 Prozent) überhaupt erwerbstätig sind. Dass Frauen somit im Schnitt rund 21 Prozent weniger Rente erhalten, dürfte nicht überraschen. Und schließlich können Männer auch noch auf höhere Erbschaften hoffen: Sie erben im Schnitt 630.000 Euro. Bei den Frauen ist es mit 470.000 Euro ein Viertel weniger.

 

 

2_Gender Gap Kindesalter.jpg

 

3_Gender Gap Stundenlohn.jpg

 

4_Gender Gap Rente_.jpg

 

 

5_Gender Gap Erbe.jpgDie Studienergebnisse der finanz-heldinnen zeigen: Die Frauen-Finanz-Lücke zieht sich durchs gesamte Leben.

 

 

Starten statt warten
All das führt dazu, dass Frauen im Schnitt finanziell schlechter dastehen als Männer. Und es zeigt, wie wichtig es ist, dass sie sich frühzeitig um langfristige Formen der Geldanlage kümmern. Dass strukturelle Änderungen, wie etwa die Angleichung der Einkommen, dringend nötig sind, ist keine Frage. Ihr eigenes Sparverhalten haben wir Frauen aber selbst in der Hand. Genau hier setzt die Initiative finanz-heldinnen an. Kolleginnen der comdirect haben die Initiative ins Leben gerufen und sich zum Ziel gesetzt, Frauen darin zu unterstützen, sich mit dem Thema Finanzen besser vertraut zu machen. Denn ein Schlüssel zu mehr Finanzkompetenz ist es, sich zuerst einmal mit dem Thema auseinanderzusetzen.

 

Der „Tag der Aktie“ bietet aus meiner Sicht einen guten Anlass dazu. Denn klar ist: Um die eigene finanzielle Situation zu verbessern, braucht es Eigeninitiative. Und das gilt für Frauen und Männer gleichermaßen.   

 

 

 

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