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Die Gewinner des #fba17 im Interview: Makronom

Gastautor

Philipp, Ihr wart mit Eurem Blog „Makronom“ einer der Gewinner des #fba17. Noch einmal Glückwunsch! Was hat sich seitdem bei Euch verändert?

 

Philipp_Stachelsky_Makronom-e1456754268290.jpegPhilipp Stachelsky von Makronom, Online-Magazin für WirtschaftspolitikWir haben im letzten Herbst eine Paywall eingeführt, die sich seitdem überraschend gut entwickelt hat. Seit dem Frühjahr wird die Seite vollständig durch Abo-Beiträge finanziert. Unsere Existenz ist also jetzt mindestens mittelfristig gesichert, was uns die Möglichkeit gibt, spätestens im nächsten Jahr parallel zum bisherigen Betrieb neue Projekte anzuschieben und unser Angebot auszuweiten. Auch unsere Gesamtreichweite ist – trotz Paywall-Einführung – weiter gestiegen.

 

 

Ihr seid ein aktiver Bestandteil der Finanzblogger-Szene. Was glaubt Ihr wohin die Reise noch gehen wird und wie sich die Szene in Zukunft entwickeln wird?

 

Ich glaube, dass der Wirtschaftsjournalismus im Allgemeinen momentan gute Chancen auf ein Comeback hat. Angesichts von komplizierten Entwicklungen wie dem Brexit oder Trumps Präsidentschaft steigt auch der Bedarf nach Information, Einordnung und Analyse – und die Bereitschaft, dafür auch zu bezahlen. Gleichzeitig haben sich offenbar auch die großen Verlage entschlossen, wieder verstärkt auf Paywalls zu setzen. Das erhöht meiner Meinung nach grundsätzlich das Verständnis dafür, dass die Produktion von journalistischen Inhalten Zeit und Geld kostet, wovon auch kleinere Medien oder Blogger profitieren können, ob nun reine Spendenmodelle oder Paywalls.

 

 

Was sind für Euch als Blogger die größten Herausforderungen im alltäglichen Bloggerleben?

 

Definitiv die zahlreichen Aufgaben neben der eigentlichen journalistischen Tätigkeit, also vor allem bürokratische Prozesse, die man in Deutschland sicherlich etwas schlanker gestalten könnte.

 

 

In Zeiten der Digitalisierung beschleunigen sich zunehmend die Entwicklungszyklen und auch bei Euch hat sich ja einiges getan. Wie geht es bei Euch in Zukunft weiter?

 

makronom_online_magazin_fuer_wirtschaftspolitik_logo (1).pngLogo des Blogs Makronom, Drittplazierte beim #fba17

Einerseits bietet die Digitalisierung für kleinere Betriebe mit Blick auf Darstellungsformate oder Webauftritte die Möglichkeit, mit kleinen Budgets viel zu erreichen, ohne horrende Programmierkosten zu haben. Gerade der Datenjournalismus wird sicherlich nochmal einen Sprung nach vorne machen.

 

Anderseits bin ich aber auch der Meinung, dass eine zunehmende Digitalisierung und Automatisierung beispielsweise von Redaktionsprozessen für (qualitative) journalistische Angebote nicht viel ändert bzw. ändern sollte. Sehr skeptisch sehe ich etwa den zunehmenden Fokus auf soziale Medien. So kann man gelegentlich den Eindruck bekommen, dass Artikel nur geschrieben werden, weil sie hohes Aufreger- und somit Reichweitenpotenzial oder gerade irgendein **piep**storm auf Facebook oder Twitter losgetreten wurde. Ich glaube, dass es eine Grundkompetenz von Redaktionen sein sollte, die Relevanz von Nachrichten qualitativ einzuordnen und dies nicht einem Social Media-Monitor zu überlassen. Gerade Blogs sollten sich meines Erachtens etwas stärker davon freimachen, jedem kurzfristigen Trend mit einem Artikel hinterherzulaufen.

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