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Alexa & Co.: Trading per Sprachbefehl

Dr. Sven Deglow (SDeglow)

Als 2001 der erste iPod eingeführt wurde, wusste noch kaum jemand etwas mit dem Gerät anzufangen. Nur kurze Zeit später revolutionierte der MP3-Player in Verbindung mit dem iTunes Store den Musikmarkt. Ähnlich erfolgreich war Amazon im vergangenen Jahr mit der Vorstellung von Amazon Echo. Auf den ersten Blick nur ein Lautsprecher mit Mikrofonfunktion. Dahinter aber verbirgt sich der cloud-basierte Sprachdienst namens Alexa, der den aktuellen Wetterbericht kennt, Nachrichten vorliest, Musik abspielt, den Wecker stellt und auf Wunsch sogar Temperatur und Licht regelt. Und das ist nur der Anfang.


Sinkende Angebotspreise des Amazon Echos und ein wachsendes Angebot an Funktionen überzeugen immer mehr Verbraucher von der Nutzung sprachgesteuerter Assistenzgeräte. So sollen 2017 bereits 35,6 Millionen US-Amerikaner mindestens einmal im Monat ein solches Gerät nutzen. Das ist laut der Marktforschungsfirma eMarketer ein Anstieg von 130 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Genaue Verkaufszahlen der Echo Geräte gibt Amazon bislang noch nicht preis. Marktforschungen sagen ihnen in den USA aber einen Marktanteil von 70,6 Prozent zu, das wären über 25 Millionen verkaufte Geräte. Google Home bringt es demnach auf 23,8 Prozent; den restlichen Markt teilen sich Anbieter wie Lenovo, LG, Harman Kardon und Mattel.

 

 

Auch Apple möchte den Markt der intelligenten Sprachassistenten aufmischen und stellte vor Kurzem den HomePod vor. Dieser wird aber erst 2018 in Deutschland erhältlich sein. Dann soll sich Siri über den kabellosen Lautsprecher mit der Apple-Welt verbinden können und ein neues Nutzungserlebnis schaffen.   

Alexa: Über 10.000 Aktienkurse in Realtime

Der comdirect Skill steht im Amazon Skill Shop zum Download zur Verfügung.Der comdirect Skill steht im Amazon Skill Shop zum Download zur Verfügung.Sprachdienste gekoppelt mit künstlicher Intelligenz bieten jede Menge Möglichkeiten und inspirieren derzeit die verschiedensten Branchen, ihre Kundenkommunikation neu zu überdenken. comdirect zum Beispiel bietet seit Kurzem als erste Bank in Deutschland über Alexa die Abfrage von mehr als 10.000 Aktienkursen an – in Realtime wohlgemerkt. Dafür muss der Kunde nicht über den Rechner ins Internet gehen und auch nicht das Handy in die Hand nehmen – ein einfacher Sprachbefehl reicht aus.


Grundsätzlich sind Sprachdienste nichts Neues, die Apple-Assistentin Siri gibt es bereits seit 2011. Siri beantwortet über das iPhone oder das iPad zum Beispiel Suchanfragen, kann Kalendereinträge vornehmen und Anrufe initiieren. Auch andere Smartphone-Anbieter haben Sprachassistenten wie etwa Microsoft mit Cortana oder Google Assistant. Anfangs waren Sprachdienste für Anwender noch kurios und eher eine Spielerei. Doch mittlerweile werden sie immer intelligenter und befähigen sie, den Nutzer in vielen Lebensbereichen zu unterstützen.  


Hinzu kommt: Man kann schnell und einfach mit ihnen kommunizieren und ihre Dienste unkompliziert in Anspruch nehmen. Hat man einmal den Power-Schalter gedrückt, wird nur die Stimme für die weitere Benutzung benötigt. Außerdem ist die Anwendung spielerisch, intuitiv und noch neu genug, um für Unterhaltung zu sorgen.

 

Weitere Ausbaustufen sind geplant


Mit den Möglichkeiten der Digitalisierung hat sich viel verändert, auch das klassische Banking. comdirect war hier immer ein Vorreiter und Innovationstreiber. Schnell war klar, dass wir mit der Sprachassistentin Alexa den Service für unsere Kunden weiter ausbauen können. In einem ersten Schritt steht der wertpapierinteressierte Kunde im Fokus, der sich jederzeit über die aktuellen Kurse seiner Aktien in Realtime informieren möchte.


In Zukunft werden wir den comdirect Skill laufend optimieren und weiterentwickeln. So wird es schon in Kürze ein Update geben, das die Abfrage von Stamm-, Vorzugs- und Namensaktien möglich macht. Ebenso können einige Indizes und Rohstoffe abgefragt werden. Beim weiteren Ausbau des Skills werden wir das Feedback unserer Kunden berücksichtigen und gezielt Mehrwerte schaffen, die Zeit sparen und neue Freiheiten eröffnen. Eines ist jedenfalls sicher: Es fehlt uns nicht an Ideen!

 

Der Alexa-Skill im Video:

 

 

 

Kommentare
Lars Müller-Lambrecht
N/A

Sehr interessante Entwicklung. Ich selber nutze zwar noch keine Alexa. Dennoch steuere ich zwischenzeitlich Navi und Telefon im Auto fast ausschließlich per Sprache. Das klappt erfahrungsgemäß deutlich besser als vor ein paar Jahren und ist eine echte Erleichterung.

 

Daneben nutze ich inzwischen auch regelmäßig Suchfunktionen in Google per Sprache. Auch das klappt hervorragend. Wirklich erstaunlich dabei ist die wirklich herausragende Google-Spracherkennung, vor Jahren undenkbar.

 

2006 haben wir bei den "Blauen" eine sprachgesteuerte IVR für das Kundenservice-Center eingebaut (Basis: Nuance). Die Treffergenauigkeit war jedoch - vor rund 10 Jahren - noch nicht immer befriedigend. Auch dieses Systeme haben echte Quantensprünge erlebt.

 

Sind in Autos verbaute sprachgesteuerte Assistenzsysteme, Google-Suche oder IVR-Nutzung  ebenfalls Bestandteil der erwähnten 35,6 Mio in USA? Oder kommen die on Top?

Vielen Dank für Ihren Kommentar und die Nachfrage!
In den 35,6 Millionen sind sprachgesteuerte Assistenzgeräte, wie Siri und sprachgesteuerte Lautsprecher inkludiert.

Wir beziehen uns dabei auf eine Studie von eMarketers aus Mai 2017.

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